Rauch verschlechtert Sicht – Flughafen derzeit noch in Betrieb

Asunción: Die Nationale Zivilluftfahrtbehörde (Dinac) meldete heute Morgen eine Sichtweite von nur 1.500 Metern, so dass nur “Instrumentenflüge” und keine “Sichtflüge” zugelassen sind. Sie wiesen darauf hin, dass keine Flüge ausgesetzt wurden.

Douglas Cubilla, Direktor des internationalen Flughafens Silvio Pettirossi, sagte heute, dass der Rauch in der Umgebung infolge der Brände den normalen Betrieb des Flughafens beeinträchtigt. Er berichtete, dass derzeit eine Sichtweite von nur 1.500 m besteht und nur instrumentengesteuerte Flüge zugelassen sind, nicht aber solche, die visuell kontrolliert werden.

“Wir haben keine Flüge ausgesetzt und gehen davon aus, dass sich die Situation verbessern wird. Theoretisch besteht eine 30-prozentige Regenwahrscheinlichkeit, und möglicherweise wird sich die Windrichtung am Nachmittag ändern. Das könnte die Sichtverhältnisse verbessern, weil jetzt der Nordwind vorherrscht und den ganzen Rauch hierher bringt”, sagte Cubilla bei einem Gespräch mit der Presse.

Die hohen Temperaturen und die Trockenheit haben zu großen Bränden geführt, die zumeist durch das Abbrennen von Grasland verursacht wurden, das durch die Rücksichtslosigkeit der Verantwortlichen außer Kontrolle geriet. Regen wäre von Vorteil.

Wochenblatt / ABC Color

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Europakongress

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10 Kommentare zu “Rauch verschlechtert Sicht – Flughafen derzeit noch in Betrieb

  1. Das ist wie mit der ANDE! Seit 18 Jahren lebe ich in Paraguay und immer wieder das gleiche. Es funktioniert wirklich so gut nichts hier!! Man müßte doch durch harte Strafen endlich der Unsitte Herr werden, Wiesen abzubrennen oder Abfall in der Nähe von Wiesen bzw. dürrem Unterholz. Für mich ganz klar: Entweder man ist einfach zu dumm dazu oder man will nicht.

  2. @Eulenspiegel, was wäre die Alternative? Glyphosat? Wie kann man Felder, die mit hohem (unnützen) Gras bewachsen sind, für die Kuhweide fruchtbar machen? Chemisch, manuell? Keine Option für arme Menschen. In der Hoffnung, dass es regnet, wird einfach abgefackelt – was auch sonst will man machen? Müll wird verbrannt, ein großes Ärgernis. Klar fragt man sich, warum immer und immer wieder versucht wird Gläser und Blechbüchsen zu verbrennen – da hakt es dann tatsächlich ein wenig. Aber wo um Himmels willen, sollen Menschen ihren Abfall loswerden, wenn sie nicht in einer Stadt einem Ort wohnen, in welchem die Müllabfuhr vorhanden ist und funktioniert? Alles Gerede taugt nichts, wenn die Alternativen zu teuer und nicht praktikabel sind …

    1. Wie wäre es mit Mähen und Mulchen? Klar, dazu benötigt man große Maschinen. Damit wären die Kommunen oder Genossenschaften gefragt. Das kostet alles Geld. Ist aber nur eine Frage der intelligenten Organisation. Aber wie hoch mögen die Kosten zur Behandlung von vielen zehntausenden Atemwegserkrankten aufgrund dieser Rauchbelästigungen und Umweltverschmutzungen liegen? Ich vermute, die Kosten dafür liegen wesentlich höher, als die zur Beschaffung von Mähmaschinen. Außerdem gibt es in PY tausende sehr wohlhabende Rinderhalter, (unter ihnen viele Politiker oder Amigos dieser) die die notwendigen Maschinen locker anschaffen könnten – sie wollen nur nicht. Unnötig daran zu erinnern, daß es in PY dem Gesetz nach verboten ist, Wiesen und Weideflächen abzubrennen. Die Mennoniten auf Hospital km81 bei Itacurubi machen es seit Jahren erfolgreich vor. Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Das Abbrennen von Wiesen und Weideflächen ist ein Verbrechen an der Umwelt und an der Gesundheit der Menschen des Landes und gehört daher endlich konsequent und hart bestraft.

      1. @Eulenspiegel, wenn Du recht hast, hast Du Recht. Und jetzt ? Mir und vielen anderen brauchst Du das nicht erzählen. Ich trenne meinen Müll (fast) wie in Deutschland. Was dann damit passiert, weiß ich nicht. Meine Nachbarn halten mich sicher (deswegen) für ein wenig verrückt. Allerdings fahre ich (etwa) zwei mal die Woche in den nächsten größeren Ort und entsorge da meinen Müll (was gar nicht so einfach ist). Man kommt sich wie ein Verbrecher vor, wenn man den Müll in den öffentlichen (!) Mülltonnen entsorgt. Immer mehr dieser Mülltonnen werden entfernt. Wiesen und Weideflächen werden seit Jahrhunderten abgefackelt, niemand hat sich daran gestört. Ich denke, das Problem liegt woanders !

        1. Dann sehen wir das gleich. Auch ich handle so, trenne meinen Müll und entsorge ihn sowohl in großen privaten Müllbehältern (heimlich, was soll ich machen??) als auch in Müllbehältern von Supermärkten und komme mir dabei vor wie ein illegaler Müllentsorger. Verbrennbaren, nicht giftigen Müll, wie Papier u.ä. verbrenne ich auf meinem Grundstück in einer Extra-Grube. Das Übel hier in PY ist, daß kaum eine Muni an öffentlichen Plätzen große Müllcontainer zur Abfallentsorgung aufstellt und die Müllabfuhr eben leider nicht überall tätig ist. Das Problem könnte also relativ leicht gelöst werden, aber wenn man nur Faulpelze und Dummköpfe auf den Muni beschäftigt (von ganz unten bis zur Spitze), denen die richtige Parteizugehörigkeit wichtiger ist als Intelligenz, Bildung und Verantwortung, dann wird sich hier nie etwas ändern.

  3. Selbst in der Stadt, außer gerade im Zentrum, wir Müll abgefackelt. Nicht in allen dicht besiedelten Stadtteilen kann die Müllabfuhr / Polizei / Feuerwehr / Krankenwagen durchfahren, da “Straßen” nicht passierbar bzw. keine Mondfahrzeuge für diese Institutionen vorhanden sind. Selbst in dicht besiedelten Stadtteilen, wo die Müllabfuhr durchfährt und bei jedem 10-ten Haus dem Abfall mitnimmt, wird demnach Müll abgefackelt. Ich meinte vernommen zu haben, wer über keinen Grundbucheintrag verfügt der darf gar keine Steuern oder Müllabfuhr bezahlen. So viel zur hiesig Logik. Da kann man nur froh sein um auf dem Land zu leben, da muss man nur den Gestank eines Nachbarn ertragen. Und nein, ich lebe nicht inmitten einer Indianersiedlung, sondern in einem Barrio comun, wie es sie zu tausenden gibt im Departamento Central.

  4. Einer meiner Compis musste einen neuen Akku haben. Ne, kann er meinen alten nicht zurücknehmen. Ich habe ihm gesagt, dass er als EDV-Artikel-Verkäufer eher einen Draht zu einer Entsorgungstelle habe. Ne, kann nicht zurücknehmen. Jetzt steht der alte Akku seit Monaten über meinen Kamin, manch mal hänge ich ihn auch übers Bett. Bald schmeiß ich den entweder dem Nachbarn in sein Müllabgefackel oder dahin, wo ich ALLES andere auch entsorge: in den Mülleimer. Ne, die Zeiten, wo wir noch getrennt haben, die sind längst vorbei. Hatte mal das halbe Deposito voller Glas und Blech, Akkus und Batterien, tote Hunde, E- und Sparlampen, Blätter und Windeln und sonstig Brennbares, was die Eingeborenen abfackeln. Und dann? Wohin damit? Ne, kommt alles in den Müllsack und fertich.

    1. Aber all der Sondermüll darf nicht zu viel sein und gut im Müll versteckt. Weil mir gesagt wurde, ich solle das so machen, damit sich kein Arbeiter verletze. Leuchtstoffröhren ignorieren sie, muss man zerkleinern, möglichst einatmen und dann in den Sack. Muss man bei viel Glas auf Säcke verteilen. Bescheuerter geht es halt nicht.

      1. Du meinst bei den Eingeborenen, die hier ständig mit dem Megaphone im Quartier herum kurven und Alfombra, Chicle Babero und Tschula Tschula anbieten? Ne, die nehmen nur Autobatterien mit. Ich weiß ja nicht, was du da in einem EiTelefon einklemmst, ich verwende dafür aber so nen kleinen 5V. Und was machtden der Prof. Dr. Dr. Tüpflischiiiisser mit Glas und Blech, Akkus und Batterien, tote Hunde, E- und Sparlampen, Blätter und Windeln und sonstig Brennbares, was die Eingeborenen abfackeln? Aha, mag ich mich an einen deiner Kommentare Simpleminds erinnern, dass mal geschrieben hast, dass dieses Zeugs mit feuchten Blättern bedeckst und abfackelst. Oh Gott, so einfach ist das! In der Tat, du lebst ja schon länger als zur Verjährung hier, über 30 Jahre. Ich denke jedoch nicht daran, noch wird sich mein Simplemind jemals an hiesig primitiven Kultur anpassen, dafür habe ich im Gegensatz zu dir in meiner Lebenszeit von 5000 Wochen einfach schon mehr gesehen von der Zivilisation.

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