Regierung gesteht Korruption bei Essap ein

Asunción: Wer hätte das gedacht. Trotz wiederholter Erklärungen transparent gegen die Korruption vorzugehen musste wegen Unterschlagung der verantwortliche Vorsitzende des Trinkwasserdienstleisters sein Hut nehmen.

Bei seiner freiwilligen Kündigung zu Beginn diese Woche führte Osmar Ludovico Sarubbi noch persönliche Beweggründe an. Nun besteht aber kein Zweifel daran, dass ein riesiger Betrug ihn dazu bewegte.

Die Weltbank gab dem Trinkwasserdienstleister 7,5 Millionen US-Dollar, um an der Costanera Norte freie Flächen hydraulisch mit Sand zu füllen. Dabei wurden allein 3,5 Millionen US-Dollar zweckentfremdet. Auch in Villarrica sollte eine Kläranlage für 23 Millionen US-Dollar errichtet werden. Schlussendlich wurde der Bau für 4 Millionen US-Dollar vergeben. Der Bericht der Weltbank, bei der die Korruption offensichtlich war, zwang die Regierung einen ihrer größten politischen Unterstützer ans Messer zu liefern.

Was mit dem veruntreuten Geld passierte ist noch nicht klar. Die Gewerkschaften des staatlichen Trinkwasserdienstleisters fordern zumindest eine genaue Untersuchung und juristische Folgen.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Regierung gesteht Korruption bei Essap ein

  1. Liebe Redaktion, man würde sich freuen wenn ihr mal über die institutionen berichtrn würdet, so wie ich es verstanden habe 8 an der zahl, die im moment von schüler besetzt worden. Auch Meza, gründungsmitglied der sehr regierungskritische gruppe ya estamos cansados de sus leyes, sitzt im u haft seit gestern. Die Post geht im moment so richtig ab.

  2. Eduardo Edgardo Ramírez

    Antworten

    Es macht mich sprachlos. Von einer Ex-Essap-Mitarbeiterin, die an der Sandauffuellung in der Bauueberwachung beteiligt war, hab ich schon erfahren, dass da einiges nicht korrekt ablief. Ich hatte gehofft, dass sie uebertreibt, aber wenn ich jetzt die Zahlen so sehe, uebertrifft das meine schlimmsten Erwartungen.
    Die Ex-Mitarbeiterin hasst ESSAP bis ans Ende ihrer Tage, hatte sogar Depressionen, ich glaube man hat ihr sogar gedroht kein Gehalt zu zahlen, wenn sie was „unueberlegtes“ macht.
    Von Sarubbi hoeren wir wohl nichts mehr, diese Ausmasse sind schon gewaltig, der ist fuer eine fuehrende Stelle im oeffentlichen Dienst nicht mehr akzeptabel.
    Aber ins Gefaengnis geht der auf keinen Fall, ist ein enger Verbuendeter von Cartes, gluehender Colorado und kommt aus einer einflussreichen Familie aus Caazapa. Dieses Ar***loch hat einmal vor mehreren Leuten in einem Workshop eine Kollegin vom MOPC zusammengeschissen, weil ihm eine Vorgehensweise vom Ministerio nicht passte.
    Sarubbi macht sich von seinen ergaunerten Millionen jetzt ein schoenes Leben. Es macht mich einfach sprachlos.

    Aber auch der Projektkoordinator, ein Licenciado namens Derlis C. muesste sofort seines Amtes enthoben worden. Mindestens ein genauso grosses A****loch, der ueberhaupt nicht zuverlaessig ist. Scherzt gern rum, macht Witze ueber deutsche Ingenieure und hat die Problematik mit der Weltbank immer schoen unter dem Teppich gekehrt.

    PS: Schreibe hier unter einem Anonym aus s i c h e r h e i t s g r u e n d e n.

    1. Im Westen nichts neues…. danke für den Kommentar. Also, im Resumen, dieser Sarubbi hat abgezockt. Er wird nicht belangt werden…..warum, obwohl alles so klar ist….? Sarubbi geht in Rente, das ist Fakt, ohne zu wissen, wie man einen Nagel ins Brett haut. Diese Leute haben keine Ahnung von produktiver Beschäftigung, die labern nur und machen andere zur Sau. Der Name hat mich schon stutzig gemacht. „Sa rubbi“ Sa=(König), eines altägyptischen König der 3. Dynastie…… Rubbi. der zweite Buchstabe wurde anagrammiert , ganz nach alter Sitte….den Typen würde ich gern mal befragen….. ok, Anagrammierung bedeutet in einem Buchstabensystem zwecks Verschlüsselung vor oder zurück zu springen. In diesem Fall sind es die Konsonanten AEIOU. Einen zurück gesprungen, also die Konsonanten im Kreis gedacht, ist es „Rabbi“.
      Ein Königs-Rabbi….Wucher, Betrug, Lügen, Schacher…

  3. Man muß nur Colorado sein, dann ist alles erlaubt. Und wenn einer auffliegt, dann wird er weich aufgefangen. Ob das aber in den anderen Parteien des Landes besser ist, mag ich doch stark bezweifeln. Die Ursachen liegen tief und sind eher kulturell bedingt. Stichwort „Amigo“.

  4. Irgendwie kommt mir das Grinsen auf dem Bild bekannt vor, passiert mir täglich mehrmals.
    Das schöne in Paraguay ist ja, dass selbst bei einem Verdienst von 300 Euro monatlich niemand fragt, wie du dir deine Estancia, fünf Neuwagen und und und hast leisten können (Ja, ich weiß, der Herr Sarubbi hat einen Zahltag von ca. 30 tausend US-Dollar pro Monat gehabt).
    Nun muss er wie sein Vorgänger wegen Korruptionsverdacht gehen. Die armen müssen nun bestimmt Latitas sammel. Sonstige Konsequenzen: keine.

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