Regierung von Cartes bevorzugt ausländische Unternehmen

Asunción: Unter der Amtszeit von Horacio Cartes genießen ausländische Firmen den Vorzug bei der Vergabe von öffentlichen Bauten. Ausgeschrieben wurden zwischen 2014 und 2016 Projekte in Höhe von 1,316 Milliarden US Dollar, 850 Millionen USD gingen an Firmen in anderen Ländern.

Im August 2013 übernahm Cartes die Präsidentschaft der Republik. Vor allem bei dem Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) führen viele externe Unternehmen Aufträge durch. Arbeiten wie das Superviadukt, der Metrobus und die Verbindung zwischen La Patria nach Infante Rivarola sind drei von acht Ausschreibungen, die nicht von paraguayischen Firmeninhabern gemacht werden.

Auch der Ausbau der Fernstraßen 2 und 7 wird durch ausländische Konsortien erfolgen.

Es gibt aber bezüglich dieser Vorgehensweise auch Probleme. Einige zweifeln, ob die ausländischen Unternehmen die Fristen einhalten könnten. Sie kommen meistens nach Paraguay, ohne Maschinen, nur der Name bürgt für sie. Deshalb werden oft paraguayische Subunternehmer angeheuert. Das zeigt sich auf der Strecke zwischen Caazapá und Yuty. Hier soll das koreanische Unternehmen Ilsung die Verbindung asphaltieren. Mittlerweile beträgt der Zeitverzug aber über ein Jahr.

Ramón Jiménez Gaona, Minister vom MOPC, erklärte, die Beteiligung internationaler Firmen bei den Ausschreibungen hätte eine signifikante Kostenreduzierung von 20% gebracht.

„Es erlaubte uns größere Projekte, wie den Ausbau der Routen 2 und 7 zu beschleunigen. Die Erweiterung der Infrastruktur in Paraguay muss mit geeigneten Unternehmen erfolgen, ob aus dem In- oder Ausland. Es braucht alles seine Zeit, aber es geschieht etwas“, erklärte Gaona.

Quelle: Ultima Hora

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15 Kommentare zu “Regierung von Cartes bevorzugt ausländische Unternehmen

  1. Kann ein ausländisches Unternehmen überhaupt „schlechtere Qualität“ produzieren als ein heimisches Unternehmen? Es klingt doch wie Hohn, wenn paraguayische Unternehmen die Qualität und das Einhalten von Terminen ausländischer Unternehmen bezweifeln! Ich kenne viele Paraguayer, die beim Kauf einer Ware im Zweifelsfall auf ein ausländisches Produkt zurück greifen. Und wenn man den Zustand neuer Straßen nach kurzer Zeit betrachtet, dann wird jedem bewußt, wie paraguayische Qualität und Qualitätskontrolle aussieht.

  2. Ja das ist aber nicht das Problem von den Firmen sondern die Leute hier denn die fangen an zu streichen und und und darum kommt es zu Verspätungen und wenn die Leute hier etwas bewusster und zuverlässiger und ordentlicher arbeiten würde ,würde es auch anders aussehn

  3. Bei den paraguayischen Arbeitern fehlt nur eine dauernde Kontrolle von Vorgesetzten die ihr Handwerk verstehen. Damit ließe sich der Diebstahl von Zement und auch die Qualitätsmängel schon merklich reduzieren.

  4. Itaipu wurde auch mit maßgeblicher ausländischer Beteiligung gebaut. Planung durch deutsche Ingenieure, Turbinen wohl in Brasilien gebaut aber von einem deutschen Unternehmen. Strom während des Baues aus Paraguay (ANDE/Acaray).
    Viele paraguayische Subunternehmen und viele der 35.000 Mann starken Belegschaft kamen aus Paraguay und konnten Berufserfahrung sammeln. Dies war ein bleibender Gewinn für Paraguay, das letztendlich nur seinen Anteil an Wasser des Grenzflusses, zum Projekt und deren Realisierung beitrug. Nur durch eine Militärregierung in Brasilien und Stroessner in Paraguay wie einem außerordentlich fähigen Präsidenten der ANDE Ing. Enzo Debernardi konnte das ganze Projekt gestartet und beendet werden.
    Soviel zur Bevorzugung von ausländischen Unternehmen bei Preisausschreibungen

  5. Der Verzug von Ilsung auf der Ruta 8 von ueber einem Jahr hat drei Gruende:

    1. Bei Baubeginn waren noch laengst nicht alle Grundstuecke fuer die Trasse gekauft. Eine Aufgabe die das MOPC staendig vernachlaessigt.
    2. Die Regenfaelle waren haeufig und immens.
    3. Das MOPC hat die Neigung immer viel zu kurze Fristen zu stellen. Ob das absichtlich ist (um Druck zu machen) oder ob die Leute keine Ahnung haben, wie lange man wirklich braucht und Unvorhersehbarkeiten einzukalkulieren sind, mag ich nicht zu beurteilen.

    Auslaendische Firmen sollten wirklich die Ausschreibungen genau sich ansehen und selber bewerten wie lange diese dauern duerften. Wenn man nach der vorgegebenen Frist kalkuliert kommt auf jeden Fall ein Minus dabei raus.

    Das auslaendische Unternehmen eine Kostenreduzierung verursachten ist natuerlich hoechst erfreulich und beweist mal wieder dass auch im Bausektor „Sobrefacturación“ ueblich war und auch noch ist bei nationalen Ausschreibungen.

    1. Die von Ihnen aufgeführten 3 Punkte sind vollumfänglich zutreffend. Das wiederum bestätigt die Erkenntnis, daß Paraguay das „Land der Ignoranten“ ist, denn 1.) Total unvernünftig und unlogisch ist doch eine Bauvergabe ohne zuvor die benötigten Grundstück gesichert zu haben, es sei denn, man hat von Anfang an die Absicht, die noch fehlenden Grundstücke „mit Gewalt“ zu sichern. 2.) Heftige und häufige Regenfälle sind nichts ungewöhnliches. 3.) Zu kurze, unrealistische Fristvorgaben wiederholen sich seit Jahren bei fast allen Projekten. Wer aber nicht aus Erfahrungen und Fehlern der Vergangenheit zulernt ist ein IGNORANT – und das soll nicht beleidigend gemeint sein.

      1. In jedem Land der Welt können Grundstücke im Interesse der Öffentlichkeit enteignet werden. Zu erst wird man versuchen diese zu kaufen, aber nach Baubeginn wird enteignet wenn man auf friedlichem Weg zu keiner Einigkeit gekommen ist. Vielleicht können Sie erklären wie in Deutschland das Straßennetz und die Autobahnen gebaut wurden? Es ist ziemlich naiv zu glauben, dass nicht alle Eigentümer den höchsten Preis für ihre Grundstücke versuchen zu bekommen.

        1. Das ist ja richtig. Nur …. in einem Land wie Deutschland und in jedem anderen normalen Land, werden die Auftragsarbeiten erst dann vergeben, wenn sämtliche Grundstückskäufe in „trockenen Tüchern“ sind und nicht schon vorher.

          1. Blödsinn, wenn der Bautrupp kommt wird enteignet oder eine Lobby stellt sich dagegen. Der Einzelne wird knallhart abgefunden.

    2. Ja, zuerst müssen die Tios, Hermanos und Primos der Involvierten die zu enteignende Grundstücke günstig erwerben, um sie dann großzügig an den Staat enteignen zu lassen. Sowas kann dauern.

  6. Eine Maschine geht kaputt. Zuerst muss ein mehr oder weniger passendes Ersatzteil passend gemacht werden. Kann dauern. Dann regnet es und niemand hat Lust sein Haus zu verlassen. Kann dauern. Das Ersatzteil muss über die Holperpisten transportiert werden. Kann dauern. Dann geht der Lastwagen des Lieferanten des Ersatzteils inmitten der Holperpiste kaputt. Kann dauern. Ein mehr oder weniger passendes Ersatzteil für den Lastwagen muss passend gemacht werden. Kann dauern…

  7. Aber Aber meine sehr geschaetzten Foristen, Der richtige Paraguayer kann alles. Die Frage die sich mir stellt ist: wo findet man noch richtige Paraguayer. Da der Praesident natuerlich seine Untergebenen kennt bleibt ihm doch gar nichts anderes uebrig als auslaendische Firmen zu beauftragen, oder?
    Der handelsuebliche Paraguayer ist lieb, nett und hilfsbereit aber von einer ungeheuren Arbeitsunlust beseelt und vor Allem beratungsresistent.
    Als der liebe Gott im Zuge der Erschaffung der Erde Arbeit vom Himmel regnen lies,versteckten sich alle unter Mangobaeumen. Also bleibt locker und schaut mal nach………Ihr werden heute noch fuendig, aber weckt sie bitte nicht auf. Euer Franz Josef.

  8. Leute ihr habt ja recht mit allem was ihr hier schreibt. Genau so ist es nun mal in Paraguay. Aber wenn man immer wieder gebetsmühlenartig wieder holt wie ignorant, unfähig und faul der einzelne Paraguayer ist, wird das wirklich ziemlich langweilig. Man muss sich doch wirklich fragen, warum jemand in einem Land leben und bleiben will in dem ihm nichts aber auch gar nichts passt. Seid ihr alle Masoch(r)isten?

    1. Immer die gleiche dumme Frage! Immer die gleiche Antwort: a) Weil wir schon viel zu lange hier leben um nochmals von vorne anzufangen. b) weil viele hier schon sehr viel Geld investiert oder verloren haben und die Investitionen nicht einfach so ohne Verluste flüssig machen können für einen Neubeginn. c) Weil vielleicht der Eine oder die Andere in Deutschland/Österreich/Schweiz von Gläubigern oder Mütter ihrer Kinder erwartet werden. Alles klar?

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