Rubin fordert Reparationen wie Deutschland mit Israel

Asunción: Der Abgeordnete Hugo Rubin und Senatskandidat für die Partei “Encuentro Nacional (PEN) schlägt harte Töne an. Argentinien und Brasilien haben einen “Genozid“ an Paraguay begangen und müssen somit eine historische Wiedergutmachung erfüllen.

Rubin bezog sich auf den Dreibundkrieg, der eine “Vernichtung“ gewesen sei und Paraguay praktisch “durcheinandergebracht“ habe, um weitere Fortschritte im Land zu erzielen. „Sie (Brasilien und Argentinien) haben uns um enorm viel Land gebracht, auf dem die zwei Wasserkraftwerke Itaipú und Yacyretá gebaut wurden“, erklärte Rubin.

Er argumentierte weiter, dass die beiden Länder zugeben sollten, dass sie einen Völkermord an Paraguay begangen haben und deshalb eine historische Wiedergutmachung leisten müssten. „Meine Idee ist, dass die beiden Wasserkraftwerke zu 100% an Paraguay übertragen werden“, betonte Rubin.

Er sagte weiter, dass das Vorhaben “nicht weit hergeholt ist. Sobald Brasilien und Argentinien zugeben, den Völkermord begangen zu haben, müssen Reparationen erfolgen, wie das auch bei Deutschland mit Israel der Fall war“.

Abschließend betonte Rubin, dass, wenn dies geschehen sei, Paraguay die Entscheidung in der Hand habe, “die elektrische Energie an beide Nationen zu dem Preis zu verkaufen, den wir für den besten halten“.

Wochenblatt / Hoy

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15 Kommentare zu “Rubin fordert Reparationen wie Deutschland mit Israel

  1. Wer etwas fordert, muß auch in der Lage sein, seiner Forderungen durch zu setzen. Dazu fehlt Paraguay jegliche Substanz. Dieser Abgeordnete leidet offensichtlich an Selbstüberschätzung, genau wie der damalige Präsident Lopez, und sät höchstens „böses Blut“, was sich auf die Beziehungen zwischen Paraguay einerseits und Argentinien, Brasilien und Uruguay andererseits absolut als schädlich erweisen kann.

    1. genau so isset, am ende gibbet nur noch mehr schickanen an der grenze und in argentinien und ueberfaelle auf paraguayische busse in brasilien
      ausserdem sollte sich ma der vogel alte karten von vorm krieg anschaun, die verlorenen gebiete waren woanders, die kraftwerke sind da wo auch damals die grenzen des vom paraguay kontrollierten gebietes lagen

  2. Der ‚Herr‘ Rubin hat leider einiges übersehen.
    1. Mscal. Lopez war größenwahnsinning und hat den Krieg begonnen.
    2. Lopez hat übersehen, dass er Nachschub braucht über Flüsse, die von den Angegriffenen kontrolliert wurden.
    3. Lopez hat in seinem Irrsinn rund 80% der männlichen Bevölkerung umgebracht und als Kanonenfutter verheizt.
    4. Lopez hat seine eigene Mutter nackt vor versammelter Mannschaft auspeitschen lassen.
    5. Lopez hat den Krieg wegen Dummheit, Ignoranz und Unfähigkeit verloren.
    6. Lopez hat das reichste Land SA in bittere Armut gestürzt.
    .
    Diesen ‚Helden‘ feiern die Paraguayer heute noch!
    Naja, es gibt ja auch in D Idioten genug, die den Führer hochhalten. Aber auf die bescheuerte Idee Reparationen von den Siegermächten und Polen haben zu wollen, sind selbst die noch nicht gekommen.
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    Wie blöde muss man sein, ‚Herr‘ Rubin?

      1. PS. dass der ML zum fetten nahezu bewegungsunfähigem Schwein wurde und seinen Leuten die Vorräte wegfraß, war mir auch neu.
        Naja, Du siehst, selbst ich hatte noch ne Bildungslücke, bin allerdings nicht lernresistent und kein Intelligenzsimulant.

  3. nochn link: https://www.flickr.com/photos/dirkborchers/2806091369

    ML hat sogar 10jährigen Knaben Bärte ankleben lassen, damit der Feind nicht merken soll, daß sie gegen Kinder kämpfen. Er hat etwliche Leute, die ihn zur Vernunft bringen wolten, hingerichtet bzw. auspeitschen lassen.
    Der heißgeliebte und von Merkbefreiten verehrte PY-Führer Stroessner hat dann mit der Heldenlegende ML angefangen…
    AS als noch so ein edler guter Held!

  4. Wie wär’s denn mit einem Stammtisch der „Allwissenden“? Gerne in D oder im Vatikan beim Papst? Dort könnt ihr über jeden und jedes Thema der Welt euer unendliches Wissen verbreiten. Wir hier gebliebenen müssen dann halt ohne euch auskommen.

  5. Übrigens die letzte Nummer mit den Bärten legt die Latte noch mal höher!
    Wer schreibt am Ende eines Krieges die Geschichte?
    So, schluß jetzt. Ich mach mal mein Nachttischlämpchen, überzogen aus Menschenhaut, aus. und leg mich in mein weiches Bettchen, gepolstert aus Bärten die ich im Super-Mercado gekauft habe.

  6. Schlichtweg zu lange her. Die Vergangenheit kann man als Erfahrung sehen, aber Politik muss sich mit den aktuellen Themen beschäftigen und nicht die Vergangenheit verwalten, weil die heutige Situation nun mal eine andere ist.

  7. Bravo, der WC-Graf hat es auf den richtigen Nenner gebracht. Denn das Motiv der Reparationen waren nicht irgendwelche angeblichen und auf unbewiesenen Behauptungen beruhenden, und auch keine tatsächlichen begangenen Untaten während des Krieges, das war ledigllich der Kriegsausgang. Nach dem II. WK gab es etwas völlig Neues in der ganzen Kriegsgeschichte, daß Siegermächte einen Tribunal bildeten, wobei die Siegermächte Ankläger und Richter zugleich stellten und für die Beschuldigten ein Verteidigung so gut wie gar nicht möglich war. Die begangenen und auch bewiesenen Untaten der Allierten in Deutschland kamen niemals zur Anklage, und das durften sie auch nicht, aufgrund eines Überleitungsvertrags, in welchem die deutsche Nachkriegsregierung unter alliertem Druck unterschreiben mußte, daß Verbrechen, an Deutschen begangen, weder erwähnt noch angeklagt werden dürfen, und selbstverständlich behauptete, wenn auch nicht bewiesene Verbrechen, von Deutschen begangen, gar nicht oft genug erwähnt werden könnten und deshalb zur Anklage kommen müssen, auch von den nachkriegsdeutschen Gerichten. unter Einhaltung einer Verjährungsfrist von 30 Jahren. Diese Verjährungsfrist wurde aber von unseren Gouverneuren in betont kriecherischer Art und Weise, und ohne ernstzunehmendem Druck aus dem Ausland, vollkommen aufgehoben. In jedem Krieg werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, und die Kriege der Neuzeit sind allesamt Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Es gibt nicht mehr das „Schlachtfeld“ außerhalb der bewohnten Städte, wo es auf Tapferkeit ankam, und die Werkzeuge aus Säbel, Schwert und Spieß bestanden, die Zivilbevölkerung von Untaten verschont blieb, und lediglich nach dem Friedensschluß noch eine längere Hungersnot zu erleiden hatte. Die neuzeitlichen Kriege sind Kriege direkt gegen die Zivilbevölkerung, aber der Sieger schreibt trotzdem die Geschichte, dann hatte man eben die Zivilbevölkerung zu Recht umgebracht, weil diese angeblich Verbrecher waren usw.usw.usw. Wo, und wann, nach welchem Krieg, gab es einen Tribunal, bei welchem der Verlierer des Krieges mit einem Tribunal die Sieger zu Reparationsleistungen verurteilen konnte??? Denn gerade solche willkürlich aufgestellten Militärgerichte können auch gar keine unabhängigen Gerichte sein und die tatsächlichen Verbrechen aufklären und aburteilen.

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