Samaniego und Filizzola polemisieren den Notstand sowie den Kampf gegen die EPP

Asunción: Am gestrigen Tag verteidigte der Innenminister Carlos Filizzola den Kostenvoranschlag für den ausgerufenen Notstand in San Pedro und Concepción. Trotz der Tatsache, dass die Unterredung mit dem Ausschuss für konstitutionelle Fragen hinter verschlossenen Türen stattfand, wurde bekannt dass die kritischste aller Widersacher die Senatorin und Parteichefin der ANR, Lilian Samaniego war.

Die Gesetzgeberin sagte selber nach dem Treffen, dass sie den Minister sowie sein Kostenvoranschlag anzweifelt. Die geforderte Summe von 7,8 Milliarden Guaranies sei viel zu hoch im Vergleich zum Vorjahr als in fünf Provinzen der Notstand nur 2,2 Milliarden Guaranies gekostet hat.

Darauf antwortete Filizzola, dass jetzt 1.500 Polizisten entsendet wurden die sich zu den 282 Soldaten summieren, die schon in die Gegend einschritten. Er verteidigt das 1.800 Mann hohe Kosten verursacht welche durch Ernährung, Fahrzeuge und Kraftstoffe nicht sinken.

Die Senatorin Samaniego fragte Filizzola ob es wahr sei, dass das Militär schon vor dem Anschlag in Capitán Giménez davon etwas wusste, bei dem zwei Polizisten erschossen wurden. Samaniego sagte das Filizzola davon wusste und sogar speziell an diesem tag eine Warung an die umliegenden Polizeireviere ausgegeben wurde. Damit hätte die Polizei den Gerüchten Glauben geschenkt also warum soll es dann keine Attacke auf eine Kaserne und dann auf sie geben?

Filizzola signalisierte, dass in dem Gebiet immer die Möglichkeit besteht allerdings gab es keine genaue Vorhersage wie die Senatorin es formulierte. Tage zuvor wäre mit einer selbstgebauten Bombe ein Gebäude der Staatsanwaltschaft angegriffen worden was allerdings nicht auf Folgeattacken in Kommissariaten oder militärischen Einheiten schließen lässt. Die Polizeireviere waren ständig alarmiert, exakt konnte keiner sagen ob wann und wer angegriffen wird.

Weil der Polizist Carlos Villa, dem das Kommissariat von Capitán Giménez unterstellt war, einem internen Untersuchungsverfahren ausgesetzt wurde nach dem Anschlag, weil er sich unerlaubt entfernt hat, schließt Samaniego daraus, dass die Regierung mehr daran interessiert sei zu erfahren wer die Informationen einer Attacke hat durchsickern lassen als die Täter zu finden.

Filizzola verteidigte sein Vorgehen und sagte es sei nicht richtig dass die Polizei nicht dran interessiert ist. Was Carlos Villa angeht, ist dass das übliche Verfahren. Ebenso negierte er dass die Regierung wenig Einsatzwille im Kampf gegen die paraguayische Volksarmee zeigt.

Sicht des Präsidenten

Der Präsident des Landes, Fernando Lugo, reist heute um 14.00 Uhr nach Concepción, wo Polizisten und Militärs zusammen Operationen durchführen um die Mitglieder der terroristischen Organisation aufzustöbern und festzunehmen.

Der Staatschef sieht vor sich mit den hohen Dienstgraden zu treffen, die für die Aktionen zuständig sind. Laut einem Regierungssprecher reist Lugo mit Carlos Filizzola.

(Wochenblatt / Abc)

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