San Bernardino plant Alternativen, um nicht alle Besucher zu verlieren

San Bernardino: Natürlich wird die Kontamination des Ypacaraí Sees nicht alle Besucher davon abhalten die umliegenden Städte zu besuchen jedoch kann ab dem nächsten Monat mit einer starken Reduzierung gerechnet werden.

Um dieser entgegenzuwirken, versucht die Kommune von San Bernardino sowie Geschäftsführer von touristischen Unternehmen Alternativen zu finden, da der Ort nicht nur der See ist.

Ausweichend zum Baden oder Befahren des Sees kann man auch Radfahren, Wandern oder das baldige Oktoberfest besuchen, welches am 27. Oktober stattfinden wird.

„Das Oktoberfest wird ein fast deutsches Fest auf paraguayischem Boden, da hier in San Bernardino unzählig viele Nachkommen sowie neu dazu gezogene Deutsche leben“, sagte Mayra Salsamendi vom Hotel Costa del Oro.

Für den Bürgermeister der Stadt, Ramón Zubizarreta „fehlt noch viel um San Bernardino in eine attraktive, touristische Stadt zu verwandeln. Der Ort hängt nach wie vor zu sehr vom Image des Sees ab. San Bernardino sollte das ganze Jahr über die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wir haben neue öffentliche Plätze eingeweiht, damit die Besucher ihre Zeit auch da verbringen können und nicht nur am oder im Wasser“.

Weitere Orte, die im Sommer gut besucht werden, sind die Yachtclubs, wie der Puerta del Lago mit mehr als 2.500 Mitgliedern.

Lorenzo Páez, Vorsitzender des Klubs, findet es schade, dass die Zahl der Mitglieder durch die Verschmutzung des Sees rückläufig ist, wenn auch nicht stark. „Wir haben Warnschilder aufgestellt, dass niemand ins Wasser geht, da wir unsere Mitglieder keinem Gesundheitsrisiko aussetzen wollen“, betonte er.

Der See wird derweil von Experten überwacht um weiter hinter den Grund der Ausbreitung der giftigen Algen zu kommen.

Für den morgigen Montag wird der erste Bericht über die Unternehmen erscheinen, die womöglich zu der Verschmutzung beigetragen haben, erklärte der Staatsanwalt für Umweltdelikte, Ricardo Merlo.

„Es gibt ungefähr 300 Unternehmen die sich im Umfeld des Sees installiert haben und die überprüft werden müssen. Wer gegen Umweltauflagen verstößt kann bis zu 5 Jahren Haft erwarten. Die Städte die einen Küstenstreifen vom Ypacaraí See besitzen sind Areguá, Itauguá, San Bernardino und Ypacaraí, alle mit einem unzureichenden Abwassersystem“, laut dem Staatsanwalt.

Um alle Unternehmen genau zu kontrollieren bedarf es einen größeren Zeitraum. Es muss auch geprüft werden, ob alle eine Umweltlizenz brauchen und wenn ja ob sie eine haben.

(Wochenblatt / Última Hora)

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2 Kommentare zu “San Bernardino plant Alternativen, um nicht alle Besucher zu verlieren

  1. Dass die Abwasser von San Bernardino direkt in den See eingeleitet werden, halte ich für ein Gerücht. Für die Kanalisation gibt es am Ende des Sees eine Kläranlage.
    Über Google Earth sehr gut zu erkennen. Ich habe mir das auch vor Ort selbst angesehen. Im dritten und letzten Becken gibt es sogar Fische. Das Restwasser wird Richtung Rio Paraguay abgeleitet und belasted somit nicht den See.

  2. „Radfahren, Wandern“ als neue Alternative. Eine wirklich Superidee die gewürdigt werden muss. Was gibt es schöneres als sich in freier Natur zu bewegen und noch dazu bei Sonnenschein und 40 Grad.

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