Scharfe Kritik der katholischen Kirche an der Sexualerziehung

Asunción: Die Sexualerziehung (EIS) in Bildungseinrichtungen hat das Ziel, “die Sexualität des Menschen auf den reinen Genuss sexueller Lust zu reduzieren, ohne die anderen Dimensionen jeder einzelnen Person zu berücksichtigen“, erklärte das technische Team der paraguayischen Bischofskonferenz (CEP) und der Seelsorge der Erzdiözese.

So reagiert die katholische Kirche auf den Ansatz, dass die EIS den Fokus auf die Person und den Umgang mit Sexualität aus erzieherischer Sicht reduziert. „Das ist völlig unangemessen”, sagten sie.

Aus dem religiösen Verband sprachen sie über die Notwendigkeit, eine affektiv-sexuelle Aufklärung zu geben. „Als katholische Kirche sind wir davon überzeugt, dass der beste Vorschlag und die beste Herangehensweise durch affektive Sexualerziehung mit einem persönlichen Ansatz erreicht werden kann“, gaben sie an.

Die Verantwortlichen für den Bereich Affektiv-Sexualpädagogik der CEP betonten, dass man “sich leider eine unzulängliche Sprache angeeignet hat, weil es sich bei dem Thema um einen reduktionistischen Ansatz handelt, der nur auf die Sexualität hindeutet, als Erfahrung sexueller Lust. Man weist nicht auf andere Dimensionen hin und leugnet die Transzendenz sowie die biologische Dimension“, erklärten sie.

In Bezug auf die Forderung von dem Verband Unepy (Studentenvereinigung von Paraguay), die EIS in den nationalen Lehrplan aufzunehmen, gaben sie vom CEP an, dass keine Schlussfolgerungen gezogen werden können, wenn nur ein Sektor der Bildungsgemeinschaft gehört werde.

„Es wäre ein Fehler, weil wir zuerst die größtmögliche Repräsentativität derselben Schicht anstreben müssen, zum Beispiel die Studentenvereinigung FRENEC (Nationale Vereinigung der Katholischen Universitäten), die eine ganz andere Position als die Unepy hat und die Grundsätze der EIS kritisiert“, betonten sie. „Für die katholische Kirche ist es wichtig, unter anderem Lehrer, Eltern, Verwaltungsdirektoren, ehemalige Schüler einzubeziehen“, heißt es weiter in der Verlautbarung.

Von der CEP gehen sie davon aus, dass es ideologische Manipulationen in der EIS-Frage gebe, die von Katholiken und Bürgern im Allgemeinen mutig angeprangert werden sollten, um die klare Position zur Sexualität zu kennen.

In Bezug auf sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch in Schulen und Hochschulen weisen sie darauf hin, dass es andere Faktoren in der Gesellschaft gebe, darunter Gewalt, Pornographie, irrationale Nutzung sozialer Netzwerke, die Passivität von Eltern, Freizügigkeit und allgemeinere Faktoren wie unzureichende staatliche Eingriffe, die zu diesen Straftaten führen.

Wochenblatt / ABC Color

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