Schiffe reißen Hochspan-nungsmast um

Am vergangenen Wochenende fiel ein neuer Hochspannungsmast der ANDE um, er gehört zur neuen 220 kV Leitung, die die Umspannstation in Villa Hayes mit Sajonia verbinden soll und gleichzeitig auch in der Hauptstadt eine bessere Energieversorgung garantieren könnte. Zuerst hielten sich die Verantwortlichen des staatlichen Stromversorgers ANDE relativ bedeckt mit offiziellen Verlautbarungen, Spekulationen kamen auf, dass ein Materialfehler den Einsturz verursacht haben könnte, nun gab aber Ingenieur Walter Causarano, technischer Manager der Institution, eine Erklärung ab.

Er sagte, das Hochwasser und der Unfall bei dem Masten am Paraguay Fluss würden die Inbetriebnahme der neuen 220 kV Leitung bis mindestens Mitte des Jahres verzögern. Laut den Experten hätte ein Verband von Lastkähnen den Hochspannungsmasten getroffen und zum Einsturz gebracht, dabei sei es auch noch zu weiteren Schäden am Fundament gekommen. Die verantwortlichen Schiffseigentümer seien identifiziert worden, nun suche man nach den Verantwortlichen.

Der Mast befindet sich gegenüber dem Hafen von Sajonia und war noch ohne Spannung. Causarano erklärte, der Unfall würde die Inbetriebnahme der Linie, die von großer Wichtigkeit für Asunción sei, verzögern. Die Kosten für den zerstörten Masten und ein neues Fundament könnten sich auf 3,5 Milliarden Guaranies belaufen und die Arbeiten würden in etwa vier Monate in Anspruch nehmen.

Quelle: ABC Color