Schnell zurückgerudert

Asunción: Eigentlich sollte Mario Abdo am Tag der paraguayischen Frau, dem 24. Februar, von der Ministerin der Frau, mit einem Orden und einer Auszeichnung bedacht werden. Aus Angst vor Gelächter und Protesten verwarf man den Plan mit einer skurrilen Ausrede.

In dem Einladungsschreiben, was vor Tagen rausging, hieß es man will den Präsidenten auszeichnen, für sein intensives Engagement damit Frauen in Führungspositionen kommen. Nachdem unter anderem wegen der Ankündigung die Stellvertreterin der Frauenministerin Nilda Romero Santacruz; Liliana Zayas kündigte, ist man sich nicht mehr so sicher, dass es eine gute Idee ist. Da die Ansteckungszahlen in der letzten Woche höher waren, als in den Wochen zuvor, nimmt man das als Vorwand und verschiebt nun den Festakt aus hygienischen Gründen.

Zudem kündigten auch Frauengruppen Proteste vor dem Gebäude an, was für den Präsident ein öffentliches Debakel wäre, was es zu vermeiden gilt.

Wochenblatt / Twitter

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5 Kommentare zu “Schnell zurückgerudert

  1. Amtliches Reproduktionsorgan (r)(c)(tm) by Johann Moritz

    Einfach unglaublich, für was alles hierzulande Ministerien, Subministerien, Staatssekretariate und Unterstaatssekretariate mit Beschäftigung von 300.000 Amigos gibt, die etwas über dem Landesdurchschnitt verdienen. Ne, wäre nicht erstaunlich, wenn es das alles gäbe und auch noch etwas Gscheites dabei heraus käme. Da liegt wohl die Diskrepanz im SOLL und IST: Im offiziellen Gongo, Sambi und Paragauy alles fein durchgeplant und durchgeführt (SOLL) – hierzulande soll es tatsächlich Städteplaner geben, wahr wohl 1. April als ich das gelesen habe – im inoffiziellen Gongo, Sambi und Paragauy alles fein durchgenilpt und durchgehängemattet (IST). Ich kann meinen sie haben die Führung vom Gongo, Sambi und Paragauy ins MenschenMitFell-Gehege des Frankfurter Zoos abgegeben.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Ich wusste nicht mal dass es ein Ministerium fuer Frauen gab.
    Wo ist das Pendant zum Mann, also ein Ministerium fuer Maenner?
    Ich schlage in der naechsten Amtsperiode @Monosapiens sapiens vor Minister fuer Frauen zu werden. Da kann er sich im Begattungsinstitut ja weidlich versuchen.
    Was fuer eine Absurditaet dieses Land ist – das gibts wohl nur einmalig: ein eigenes Frauenministerium.
    Deswegen sage ich: Paraguay ist das Land schlechthin das am meisten Erfahrung mit dem Feminismus, Frauenquote und Emanzipation hat. Kein anderes Land kann auf eine nunmehr 30 jaehrige Erfahrung in Gendergleichheit zurueckschauen.
    Mehr als 57% aller Staatsbeamten sind nunmehr schon Frauen und das schon seit 30 Jahren.
    Das Resultat davon ist dass die Korruption exponentiell gestiegen ist da man den weiblichen Beamten, Staatsanwaelten und sonstigen Emanzen nur eine Wurst ins Dekolleté stecken muss damit diese dem Gelde nach der Pfeife tanzen.
    Nach einer Studie der UN sind Frauen korrupter als Maenner im oeffentlichen Dienst. Paraguay als wohl einziges Land weltweit mit einer schon 30 Jahre bestehenden inoffiziellen aber praktizierten Frauenquote, ist eines der korruptesten Laender weltweit.
    Eine statistische Graphic im Link unten (Artikel nicht beachten da er von der EU gesponsert ist wo von den Laien herrscht) zeigt dass Korruption praktisch kulturell bedingt ist und nicht so sehr geschlechtsspezifisch wo aber klar und deutlich in lateinischen Laendern, wo es schon lange eine inoffizielle Frauenquote gibt, wie in ganz Suedamerika, mit mehr Frauen im Parlament (man studiert da nur das Parlament) es eine drastische Steigerung von Korruption gab. In Lateinamerika, Afrika, Nahost und generell der Dritten Welt ist das zu beobachten – wo in Europa wohl die Daten gefaelscht sind weil gerade von dort diese Emanzipationsagenda promoviert wird und die Studie in Auftrag gegeben wurde.
    Also statistisch gesehen bedeutete in Lateinamerika mehr Frauen immer mehr Korruption – obs jetzt kausativ ist ist eine andere Frage aber es ist statistisch signifikant und korrelativ.
    https://de.sainte-anastasie.org/articles/psicologia/la-corrupcin-tiene-gnero.html
    Die Daten oberhalb der Linie duerften gefaelscht sein da das die Laender sind wo Korruption eher vertuscht und unter den Teppich gekehrt wird weil er sueffisanter durchgezogen wird, also Laender in Europa und Nordamerika.
    In Suedamerika ist man offen Korrupt, also sind die Daten zuverlaessiger wo in Deutschland die Korruption eher mit System, verdeckt, verdunkelt und vertuscht wird so dass die Daten in der Graphik fuer die „gutabschneidenden“ Laender gefaelscht sind.

  3. Moyses Comte de Saint-Gilles

    In meinen Anfangsjahren als ich in Asuncion ansiedelte, hatte ich ein Erlebnis das die frappante Korruption der Frauen bestaetigt.
    Als Neuer suchte ich eine sogenannte „Nationales Archiv“ in Asuncion auf. Irgendwo in der Zone vom Zentrum von Asuncion. Man wollte da Recherchen machen. Das war fuer das Publikum zugaenglich.
    Es gab da in etwa 5 weibliche Angestellte, Archivare nehm ich mal an, und Null Besucher.
    Diese Frauenzimmer hockten dann an ihren Tischen und vertrieben sich wohl die Zeit mit wer weiss ich was. Es hatte damals noch nicht das Internetzeitalter angefangen.
    Bedient wurde man nicht und nur nach direktem Nachfragen wurde mir gezeigt wie die Sache mit den Lichtfilmen funktionierte. In der Kartei suchte ich mir ein Dokument aus der Conquistadoren Zeit aus und wollte den Lichtfilm – „man wuerde diesen holen“ liess eine der Archivaren verlauten, nachdem ich es geschafft hatte mit einer zu sprechen. Offenbar war da schluss mit Lustig und die Wartezeit zog sich hin. Schliesslich wurde es nach 20 Minuten wiederholter Nachfrage mir zu bunt und ich naeherte mir einer der Archivarin und velangte lautstark nach dem Lichtfilm. Diese setzte sich in bewegung nur sah ich diese nur mit ner anderen Archivarin quatschen. Wieder vorgestuermt bot ich mir dann an den Lichtfilm selber zu suchen. Da erschraken sie und meinten ich wuerde nichts finden da ich nicht vertraut waere mit dem System und „zudem waere der Strom teuer und die Apparate muessten in Schuss gehalten werden“. Ich dann: na der Staat kaeme ja bei einem oeffentlichen Archiv dafuer auf. Nach weiteren 20 Minuten tauchte dann widerwaertig der Lichtfilm auf. Im Nachhinein daemmert es mir dass bei der ersten Nachfrage die Blicke der Weiber einfach nur bedeuteten „in Ruhe lassen“ oder „Geld springen lassen“. Sie verlangten indirekt ein Bakschisch und Bestechungsgeld.
    Das Archiv hab ich nie mehr betreten so dass sich die Archivarin nicht mehr belaestigt fuehlen in ihrer Ruhepause. Das waren alles Frauenzimmer damals, die mehr als offensichtlich im Nachhinein betrachtet, die Hand offen hielten.
    Als Neuankoemmling kam ich damals nie auf den Gedanken ein Bestechungsgeld springen zu lassen – ich wusste nicht einmal was das war und habe bis heute auch noch nie eines gezahlt. Deshalb erkenne ich bis heute nicht die zwischenmenschlichen „Signale“ (das hat nichts mit Signal zu tun) wenn ein Bestechungsgeld gewuenscht wird sondern es kommt nur zu gewissen Irritationen und dann wird nichts aus der Sache so dass ich mich dann zurueckziehe.

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