Schwiegersohn von Maria Eugenia Bajac seines Postens enthoben

Asunción: Die Ungewissheit hat ein Ende, so könnte man zumindest denken, denn Adolfo Agüero Rodriguez, Schwiegersohn von Maria Eugenia Bajac, ist nicht mehr Leiter der PLRA Fraktion im Senat.

Kongresspräsident Senator Blas Llano (PLRA), bestätigte gestern gegenüber Abc Color, dass Agüero Rodríguez, Ehemann der Tochter der beschuldigten Ex Senatorin Bajac (PLRA), kein Leiter mehr der liberalen Fraktion im Senat zu sein. Agüero Rodríguez, damals noch Lebensgefährte von Bajacs Tochter Rebeca Penner, wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 im Senat angestellt. Später, im Dezember, heiratete er die Tochter der Ex Gesetzgeberin, bei einer luxuriösen Hochzeit.

Agüero Rodríguez war zuerst Büroleiter seiner Schwiegermutter und wurde später zum Koordinator der PLRA-Fraktion befördert, dessen Vorsitzende María Eugenia Bajac war. Das Gesamtgehalt des Schwiegersohnes mit den zusätzlichen Leistungen betrug bisher 14.732.550 Guaranies. Ohne den Posten erhält er vorübergehend nur noch sein Grundgehalt von 11.000.000 Guaranies, jedoch ohne Funktion.

Angesichts der Tatsache, dass es sich um einen persönlichen Posten eines Vertrauten handelt und die angesprochenen Staatsreform, verifiziert Llano, ob er dessen Gehalt senkt oder gleich auf die Dienste von Agüero Rodríguez verzichtet.

Tatsächlich verstößt Bajac’s Einstellung ihres Schwiegersohns gegen das Gesetz 5295, “das Vetternwirtschaft im öffentlichen Dienst verbietet“, zumindest ab dem Tag der Hochzeit mit ihrer Tochter. Dieses Gesetz verbietet die Ernennung oder Beauftragung eines Ehepartners, einer Lebensgefährten oder von Verwandten in öffentlichen Ämtern bis zum vierten Grad der Blutsverwandtschaft oder zum zweiten Grad der Verwandtschaft. Diese Bestimmungen gelten auch für Senatoren und Abgeordnete. Der Gesetzgeber stützt sich jedoch häufig auf Artikel 8 des Gesetzes über den öffentlichen Dienst, der von „Vertrauensstellungen“ spricht, um dem Gesetz zu entgehen, das Vetternwirtschaft verbietet.

Bajac wurde letzte Woche in einer virtuellen Sitzung wegen Missbrauchs von Einfluss und öffentlichen Geldern ihrer gesetzgeberischen Rolle beraubt, nachdem sie an einem Treffen in Peru teilgenommen hatte und über ihr Reiseziel gelogen hatte, an einem religiösen Treffen teilzunehmen. Darüber hinaus nahm er an einer Senatssitzung teil und wusste, dass er Symptome von Covid-19 hatte.

Wochenblatt / Abc Color

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7 Kommentare zu “Schwiegersohn von Maria Eugenia Bajac seines Postens enthoben

  1. Zitat: Ohne den Posten erhält er vorübergehend nur noch sein Grundgehalt von 11.000.000 Guaranies, jedoch ohne Funktion.
    Ach, na dann hat er nicht viel verloren und ohne Funktion braucht er ja auch nichts Arbeiten. Dafür sind 11 Millionen doch nicht schlecht!

  2. Das ist ja noch gar nichts gegen den Expräsidenten Nicacdor Duarte Frutos, der etwas 20 Familienmitglieder in bestens bezahlten Positionen hält. Ohne Ausschreibung der Stelle natürlich. Und – wenn man etwas genauer hinsehen gewillt wäre – noch eine ganze Reihe weiterer Politiker.
    So gesehen, einen schönen Dank an das Wochenblatt für die Informationen über hiesig Amigowirtschaft subsidiärer Gesetzeslage.

  3. Traurig, dass jetzt auch das Wochenblatt gegen die grossartige Senadorin Penner-Bajac aetzt. Was war ihr wahres „Vergehen“? Sie hat im Senat unerschrocken Jesús Christus um Hilfe fuer Paraguay gebeten! Haette sie Satan angerufen waere sie heute bestimmt noch Senadorin.

    1. Servus Peter, ist der Kommentar sarkastisch oder ernst gemeint? Wenn sarkastisch, dann bravo, hätte ich fast geglaubt, aber wenn ernst gemeint, dann verstehe ich den Kommentar überhaupt nicht. Was soll das Jesús Geschwafel, wenn sie nur den Senat und somit die Paraguayer prellen will? Die Dame hat ihre Schäfchen schon im Trockenen, da brauchen wir uns keine Sorgen machen. Wie sie wirklich zum Glauben steht, das weiß der Himmel, aber eines können wir gewiss sein, sie weiß wie man Reiseabrechnungen macht !!!

    2. Pfaffo Ritter von Rantzsau

      Unbewusst bestaetigen Sie alles was ich und andere je ueber die Mennonten gesagt habe. Ihr ganzer Text und jeder Satz und Gedankengang identifizieren Sie als typischen Mennoniten. Ein Mennonit wird partout nicht einsehen was denn die Frau je schlechtes getan hat. Die Erkaufung des Senatspostens wird schlicht als „notwendiges Uebel“ und „Betriebskosten“ abgescharrt womit man gut leben kann. Ein Senatsposten kostet in Paraguay rund 2 Milliarden PYG wo der Senator rund 4 Milliarden PYG als Lohn einnimmt – so dass die „Aquirierung“ des Poestchens genauestens berechnet wurde nach dem nachfolgenden Geldstrom. Laut Mennoniten kann ein Christ sich ueber das Gesetz heben und darf es nur nach gutduenken einhalten oder nicht – Gesetze sind fuer viele nur eine „Empfehlung“. Zugegeben wird das vorige nie. Natuerlich wird jegliche Opposition und andere Meinungen sofort als „Christenverfolgung“ ausgelegt.
      Das Wochenblatt hat nur Fakten dargelegt nach bestem Wissen und Gewissen.

      Siehe die Meinungsverschiedenheit zwischen mir und dem WB als es darum ging ob diese Senatorin ueberhaupt geflogen war oder nicht und trotzdem Spesen abgerechnet hatte (ich hielt es nicht fuer moeglich dass diese Frau so frech betruegen wuerde Spesen abzurechnen wenn sie ueberhaupt nicht mal geflogen war – ich nahm diese Frau bei der Gelegenheit in Schutz. In der Sache ist m.E. noch nicht Licht ins Dunkel gebracht worden).
      Menno Simons war deutlich naeher an der Bibel als diese Mennoniten heute – die Differenzen sind u.a. schon aeusserst sehr markant.

  4. Mit Verlaub: Reiseabrechnungen ?! Glaubst Du im ernst, dass es den „Massen an so hochanstaendigen Senadoren“, welche Frau Bajac-Penner aus dem Senat entfernt haben um getuerkte Reiseabrechnungen gegangen ist ? Und das es Zufall ist, dass die gleichen Senadoren an allen anderen Regierungs- bzw. Parlamentsmitgliedern sowas von garnichts an Anruechigem finden ? 🙂

    1. Pfaffo Ritter von Rantzsau

      Nein, die anderen haben keine Heilgenscheine auf. Nur von so einer senatorischen Christin werden hoehere Standards erwartet – weit hoehere.
      Die Messlatte fuer die Christen ist natuerlich weit hoeher als die fuer Unglaeubige.
      Matthäus 5,11 „Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen!“.
      Wird der „Christ“ verfolgt weil er Gesetze brach, so ist er erstens nicht mehr Christ und zweitens wird zu recht verfolgt. Deswegen implizieren die Apostel immer dass bei den Christen „kein Fehl gefunden wird“. Beim Christen sollte man nichts finden koennen dass Anstoss verursacht.
      Im Prinzip reagiert der Christ genau gegenteilig zum Weltmenschen – setzen andere Senaratas ihre Verwandten ins Regierungsgetriebe, der Christ tut das nicht. Erlaubt das Gesetz Marihuana zu rauchen, der Christ tut das nicht. Macht der Weltmensch Rockmusik, der Christ tut das nicht. Erlaubt das Gesetz Frauen als Fuehrungskraefte, der Christ erlaubt das nicht. Der Maassstab muss fuer den Christen die Bibel sein dann sekundaer das weltliche Gesetz insofern kompatibel mit der Bibel, und nicht die weltliche mode d’etre der Weltmenschen. Was ist positiv bei den Weltlichen? Das ist negativ bei den Christen. Belegen die Viehzuechter einen hohen sozialen Stellenwert in der Welt, bei den Christen nicht. Sind sie alle bei Facebook? Der Christ nicht. Et Cetera. Der Christ folgt nicht der Herde sondern dem Hirten.

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