Senave Institut unter der Lupe

Asunción: Wenn man ein öffentliches Amt bekleidet wird selbstverständlich jeder Schritt genauestens beäugt. Im heutigen Fall trifft es Miguel Horacio Lovera Rivas, der Vorsitzende der Institution die für Qualität und Hygiene von Saatgut und Pflanzen die ins Land kommen verantwortlich ist.

Mit dem Vorsitzenden Lovera hat die staatliche Institution einen teuren Fang gemacht. Mit ihm verdreifachten sich die 45 Arbeitsplätze, begannen teure und nutzlose Reisen und fanden externe Juristen bei der Institution ein zusätzliches Einkommen.

Dies alles scheint aber keinen der Regierung groß zu kümmern abgesehen von Dionisio Borda, der Finanzminister, der den Haushaltsplan von Lovera erstellt ablehnte und auf zu geringe Einkünfte verwies im Gegensatz zu den Ausgaben.

Hier die Zahlen: Am 9. November 2010 unternahm Miguel Lovera eine Reise nach Nagoya, Japan. Allein für das Ticket reichte er eine Rechnung von 78 Millionen Guaranies (rund 13.000 €) ein. Darin nicht inbegriffen ist seine Übernachtung und Taschengeld. Gebracht hat die Reise gar nichts. Kein Japaner kam deswegen nach Paraguay und kein Vorteil kam zustande.

Er selbst verdient 21,3 Millionen Guaranies pro Monat also rund 4.000 €. Obwohl die Institution über 12 Anwälte verfügt gibt sich Lovera mit dieser Auswahl nicht zufrieden und verpflichtet vertraglich José Casañas Levi für 105 Millionen Guaranies zusätzlich.

Nach seinem Amtseid hatte die Institution gerade einmal 45 besetzte Ämter und funktionierte. Lovera schuf gigantische 85 neue Ämter für Freunde und Familie, die Mehrzahl sind gutbezahlte Koordinatoren und Chefposten.

Obwohl der Vorschlag Loveras den Kostenvoranschlag seiner Institution auf 1.700 Millionen Guaranies zu vergrößern von Borda abgelehnt wurde, gehen die Unregelmäßigkeiten weiter.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Senave Institut unter der Lupe

  1. Dieser Artikel beweist mal wieder mehr, dass es den Herren in den Regierungspositionen „scheißegal“ ist, was wer macht. Mir stellt sich nur die Frage, wie er mehr Geld ausgeben kann als budgetiert ist…..Zitat „ablehnte und auf zu geringe Einkünfte verwies im Gegensatz zu den Ausgaben.“!!!!
    Paraguay eben.

  2. @Peter

    Leider kein „nur“ Paraguay Problem. Ich würde eher sagen, typisches sozialisten Verhalten.

    Geld (von anderen Menschen) mit beiden Händen rauswerfen und für „Freunde“ Jobs im Staatsdienst schaffen.

    Leider ist das bei dieser Spezies auf der ganzen Welt gleich.

  3. Dabei fällt mir ein uralter Spruch ein der den Sozi ganz genau beschreibt : “ Dein Geld ist für uns alle da, aber mein Geld noch lange nicht !“

    Stimmt´s ?

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