Sie lachen, die Mennoniten weinen

Es war eine gemeinsame Pressekonferenz vom Finanzminister Santiago Peña und dem Minister für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC), Ramón Jiménez Gaona, notwendig, um das Desaster an der Transchaco Route auszubügeln.

Das Finanzministerium lehnte die Ausschreibung der wichtigen Fernstraße, die die mennonitischen Kolonien mit dem Rest des Landes verbindet, ab. Das Unternehmen Mota Egil verlangte mehr als eine Milliarde US Dollar für die Sanierung.

Beide Minister sagten einvernehmlich, das Angebot wäre zu hoch und sei nicht finanzierbar, aber die “Transchaco Route werde nicht vergessen“. Jetzt würden andere Angebote geprüft, wie die Straße saniert werden könne. Gaona sagte, die erste Ausschreibung für die Strecke sei eine gute Erfahrung gewesen, aber es müssten Anpassungen bei den Modalitäten vorgenommen werden.

Peña erklärte hingegen, der Staat hätte eine finanzpolitische Verantwortung für die Haushaltsausgaben und habe keine Probleme mit dem MOPC. Das Finanzministerium hat aber die Ausschreibung für nichtig erklärt. Die Mennoniten müssen wohl ihre Produkte weiterhin über katastrophale Wege, insbesondere über die Transchaco Route, vermarkten.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Sie lachen, die Mennoniten weinen

  1. Auch hier koennte ich einen Roman schreiben aufgrund der Ursache des Scheiterns, aber ich wills nur kurz machen:
    Man hat diese Ausschreibung anhand eines neuen Gesetzes ausgefuehrt: Das sogenannte schluesselfertige Bauen mit Fremdfinanzierung.
    Fremdfinanzierung heisst, dass das Bauunternehmen die Finanzierung (ein Kreditinsitut) suchen sollte und ein bestmoegliches Angebot aushandeln sollte, daneben natuerlich auch die Kosten fuer so ein Megaprojekt entsprechend zu kalkulieren. Die Risiken fuer den Unternehmer waren sehr hoch…und zu allem Ueberfluss wurde kurz vor der Submission eine gravierende technische Aenderung vorgenommen.
    Es gab viele Interessenten, aber weil dieses Gesetz so unausgereift war, mussten sehr viele Aenderungen nachtraeglich vorgenommen werden, sodass viele absprangen.
    Mota-Engil hat sich als einzige getraut und hat natuerlich ein Riesenangebot abgegeben, wobei hier natuerlich die 1 Milliarde Dollar nicht reine Baukosten sind, sondern auch Kapitalkosten (und das nicht zu knapp).
    Normalerweise kriegt der Staat von der Weltbank und weiteren Instituten weichere Zinsen , aber diese Prozesse dauern alle ewig und der Staat muss gewisse Pflichten erfuellen.

    Die Ausschreibung hat fast ein Jahr gedauert, staendig wurde verschoben. Uebrigens hat hier das Ministerium extra ein Consulting-Unternehmen aus Argentinien unter Vertrag genommen, um diese komplexe Ausschreibung zu bewerkstelligen. Diese hat aber ihr Bestmoeglichstes getan, die Schuld ist hier beim Ministerium zu suchen, die auf Teufel komm raus, die Sache auf diesem Wege ausschreiben wollte.

  2. „Die Mennoniten müssen wohl ihre Produkte weiterhin über katastrophale Wege, insbesondere über die Transchaco Route, vermarkten.“
    Das ist nun wirklich eine wahre Aussage und widerspiegelt die Rahmenbedingungen für Investoren und Unternehmer in Paraguay:
    Einfach nur mühsam in diesem Land zu versuchen etwas aufzubauen:
    Angestellte, die außer Lohnkassieren gar nichts wollen, denn es ist für sie schon mühsam genug Ende Monats in der Schlange von 50 Personen vor dem Bankschalter anzustehen, aber sie müssen, weil es sonst keine Knochen mit ein wenig Fleisch dran zu Frühstücken gibt (Puchero).
    Und von Infrastruktur wie Straßen und Strom reden wir jetzt gar nicht, denn wo nix ist, darüber kann man auch nicht viel aussagen.

    1. Warum sind Sie eigentlich noch hier? Von Ihnen liest man immer nur negative und teils unschön formulierte Äußerungen über die Paraguayer. Sie scheinen nichts Gutes an diesem Land zu lassen. Daher noch einmal die Frage an Sie: Warum sind Sie immer noch in Paraguay?

  3. Aber dem monotonen Grinsen auf dem Foto nach zu urteilen haben sie schon eine sich für Tio, Primo, Cuñado und Hermano lohnende Lösung gefunden, es wird jedoch noch eine Zeit dauern bis man den Modus Operandi der sich „lohnenden Lösung“ gefunden hat und umsetzen kann.

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