Skrupellose Verbrecher holzen den Chaco gnandenlos ab

Mariscal Estigarribia: Internationale Beobachter mit Vertretern der Organisation Guyra Paraguay vollzogen einen Rundflug über dem Chaco. Die kriminelle Abholzung schreitet unaufhörlich weiter voran.

Der Journalist Jim Wickens und seine Assistentin Carolina Macedo von der Organisation “Mighty Earth“ waren mit Guyra Paraguay unterwegs. Durch die internationale Zusammenarbeit soll die Aufmerksamkeit der Medien über die Abholzung im Gran Chaco in den USA und Europa geweckt werden.

Seit sieben Jahren überwacht Guyra Paraguay das Gebiet monatlich. Nach dem letzten Bericht aus dem Monat März 2017 wurden insgesamt 32.222 Hektar Wald in der Region gerodet oder Waldnutzungsänderungen vorgenommen.

In Paraguay wird im Gran Chaco die höchste Rate der Abholzung verzeichnet. Es sind 56%, in Bolivien 27% und in Argentinien 17%.

Im speziellen Fall von Paraguay werden in der erwähnten Region 577 ha pro Tag gerodet, 282 ha sind es in Bolivien und 181 ha in Argentinien, jeweils auch täglich. In den östlichen Regionen und anderen Teilen des Landes kommt es aber ebenfalls zu kontinuierlichen Waldschlägen die hierbei nicht erfasst sind.

In der Gegend von Mariscal Estigarribia, Departement Alto Paraguay, kam es zu den meisten Kahlschlägen. 5.683 Hektar sind es hier gewesen.

Weitere Sorgen bereitet den Umweltaktivisten der Rückgang von vielen Wasserreservoiren. Im März 2017 waren es 3.623.261 Hektar. Einen Monat davor wurden noch 4.689.400 ha.

Über den Link www.globalforestwatch.org können weitere detaillierte Informationen eingeholt werden.

Wochenblatt / ABC Color

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10 Kommentare zu “Skrupellose Verbrecher holzen den Chaco gnandenlos ab

  1. Und es passiert nichts, weil das meiste Land gehört den Politikern, denen krümmt keinen ein Haar. An kleine Privaten würden sie schnell kommen, und sehr hohe Busse verteilen.

  2. Mir wird ganz schlecht, wenn ich das lese. 32.000 Hektar Wald dem Erdboden gleichgemacht. In diesem Jahr, welches ja noch lange nicht zu Ende ist! Und gleichzeitig werden Jux-Aktionen wie der größte Lapachobaum in Paraguay gesucht.

    Es gibt in Paraguay viele „Ingieneros Ambientales“, sogar einen Verband. Und auch „Ingenieros Forestales“. Warum die Ingenieure sind, ist mir nicht ganz klar, aber hier könnten sie sich mal nützlich machen. Oder diese Organisation, die die tolle Lapachobaum-Suche durchfuehrt. Warum machen die nichtmal Druck auf die SEAM oder die Forstbehörde? Und letztere auf die Verantwortlichen dieser Rodungen?
    Ja, die Antwort liegt nahe…trotzdem wird hier ein Umweltverbrechen durchgefuehrt, an deren Konsequenzen Paraguay in Zukunft bluten wird, das ist unbestritten.

    1. Ja Philipp, Sie haben sehr recht! Mit Jux-Aktionen wie der größte Lapachobaum wird der Umweltschutz nur veralbert

  3. Es ist schlimm… und wer wird leiden? Alle die ihre Felder/Häuser in Zonen haben, die von Hochwassern heimgesucht werden, und solche wird es mehr geben, je mehr Wald verschwindet, weniger Puffer, mehr Hochwasser…. und die Soja-Monsanto-Kultur hilft da auch mit.

  4. Eigentlich müssten sich die Europäer etwas zurückhalten, sie sind ja auch nicht gerade dafür bekannt europäische Wälder nicht für Bäder (Römer) und während sowie nach der Industriellen Revolution abgeholzt zu haben. Da auf der größten Insel der (noch) EU nur noch 2 bis 3 Bäume stehen muss man es halt aus Paraguay importieren.

  5. Diese Scheinheiligkeit von uns Europäern ermöglicht erst das Ganze. Hauptsache „wir“ haben unser billiges Rindfleisch, billiges Holz, die Landwirte Ihr billiges Soja Mastfutter usw. Zuerst sollten „wir“ mal unser „Geiz ist Geil“ Hirn wieder umtrainieren. Es ist immer noch so das die Nachfrage dies alles reguliert. Aber sobald es an den eigenen Geldbeutel geht ist der Gedanke an Naturschutz wieder weit weg.

  6. An den Herrn Homo gerichtet.
    Wenn ein Problem erkannt wurde bedarf es einer Lösung. Dieses Rückwärtsdenken hilft überhaupt nicht. Wenn mein Nachbar klaut habe ich nicht automatisch das gleiche “ Recht „dazu.
    Europa vor Jahrzehnten mit Paraguay heute in einen Topf zu werfen ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Wir leben alle jetzt in dieser Welt. Europa hat dazugelernt. Muss man denn alle Fehler nachmachen ? Ich bin sehr gerne mit Menschen zusammen, welche mehr wissen als ich. Nur von ihnen kann ich lernen, da fällt mir kein Stein aus der Krone.

  7. Es ist der Korruptionsfilz der hier einhergeht mit Augen zu und Hand auf! Wie Uwe richtig erkannt hat, geht das ganze nur von innen heraus. Würde wieder aufgeforstet werden, so wie es überall in Europa nun geschied, wäre das Abholzen soweit ok. Jeder braucht heute zum Bauen, feuern usw. Holz. Aber wo will man in diesem Land anfangen neue Wege zu gehen. Die die stören und unangenehm sind, denen wird die Existenz streitig gemacht oder denunziert usw. Bei den Kindern muss man anfangen BEWUSTSEIN zu schaffen dass jeder Baum ein Ökosystem ist, was uns allen zu Gute kommt. Habe in dieser Woche wieder 3o neue Bäume gepflanzt und freue mich dann an den Früchten, den Blüten und dem ökonutzen wenn sie etwas größer sind. Wenn jeder der hier lebt und genug Land hat diesen Weg geht wird es in der Zukunft besser. Lasst uns es Ihnen vormachen; stehter Tropfen hölt den Stein!

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