“So etwas gab es noch nie in der Geschichte Paraguays“

Asunción: Die ländliche Organisation von Paraguay (ARP) verfolgt den Fall von Rinderdiebstahl vor einigen Tagen mit Argusaugen und ist besorgt. Pedro Galli, Sekretär der Organisation, äußerte einige Bedenken über die Vorgehensweise in dieser Dimension.

„Das ist wirklich ein sehr ernster Fall, in der Vergangenheit gab es noch nie so einen Viehdiebstahl in der Größenordnung. Es beweist wohl, dass eine große kriminelle Vereinigung in der Branche völlig ungestraft ihr Unwesen treibt“, erklärte Galli.

Der Schaden bei dem Eigentümer Plate von der Estancia Palomita in San Pedro beträgt fast fünf Milliarden Guaranies durch den Diebstahl von 1.800 Rindern.

Galli betonte, der Besitzer von der Farm sei gewarnt worden, dass es in der “Liegenschaft zu verdächtigen Bewegungen kommt“. Aufgrund dessen fuhr Plate auch schon früher auf die Estancia als eigentlich vorgesehen war.

„Die Justiz und die Nationalpolizei ermittelt, aber Zeitraum vom August letzten Jahres bis zu diesem Monat ist groß“, erklärte Galli.

Die Rinder wurden anscheinend ohne Dokumentation an irgendwelche Orte gebracht. Vor vier Jahren wurden an anderer Stelle 300 Tiere gestohlen, dabei wurden die Unterlagen aber von Beamten der Senacsa gefälscht. Galli betonte, eine Schlachtung von Rindern könne ohne genaue Nachweise erfolgen, ein offenes System, bei dem jeder Bösewicht ungestraft operieren könne.

„In städtischen Schlachthöfen, wie zum Beispiel in Santaní, muss nur eine Fotokopie der Brandmarke vorgelegt werden. Dann werden pro Tier 50.000 Guaranies bezahlt und die Angelegenheit ist erledigt“, erklärte Galli.

Bisher erfolgten keine Verhaftungen in dem Fall. Der Aufpasser der Estancia, der sogenannte Capataz, Mello Ricardo López, ist einer der Hauptverdächtigen in dem Fall. Er ist mit mehreren Familienangehörigen auf der Flucht.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu ““So etwas gab es noch nie in der Geschichte Paraguays“

    1. Glaub ich nicht, denn 1800 Rinder transportiert man nicht einfach so ab, mal angenommen es passen 50( lässt sich besser rechnen, werden sicher nur 30 oder 40 sein) Rinder auf einen Long LKW, macht das 36 LKW Ladungen aus. Da hat die Polizei schon etwas mit- oder abbekommen. Von den 5 Milliarden kann der Capataz gut leben bis an sein Ende.

      1. Mit diesen 5 Milliarden kann sich der Capataz eine fantastische 3 Zimmer Wohnung mit vielen Angestellten leisten, aber nur innerhalb von Tacumbu!

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