Ein Bischof in Erklärungsnot

Asunción: Weise Worte wären angetan gewesen, es wurden aber Phrasen verwendet die nun zu einer Pressekonferenz vom Erzbischof Edmundo Valenzuela führten. Grund war die Bagatellisierung von Missbrauchsvorwürfen.

Valenzuela verglich den Vorwurf von sexueller Belästigung eines jungen Priesters aus der Gemeinde Limpio als “Kieselstein, der nicht den ganzen Berg der Kirche in Verruf bringen soll“.

Nun wählte er gestern Morgen vor der Presse bedächtigere Aussagen. „Die ganze Kirche entschuldigt sich für die Missbrauchsvorwürfe. Es macht aber einen Unterschied, ob dieses Vergehen von einem jüngeren oder älteren Erwachsenen kommt“, erklärte Valenzuela. Dann versuchte der Bischof die katholische Gemeinschaft in Schutz zu nehmen. „Wenn der Berg Minderjährige belästigt ist das ein Skandal. Wenn ein junger Mann dies tut, ist es ein Foul und erschüttert nicht den ganzen Berg“, rechtfertigte sich Valenzuela.

Er betonte aber, die Tat sei falsch und müsse sanktioniert werden. Der Priester wurde nun schon von seinen Ämtern entbunden und unterzieht sich dem kanonischen Verfahren.

„Sünde und Versuchungen bestehen nun einmal. Es gibt immer wieder Brüche in der Gemeinschaft, die eine Sünde sind und von der Kirche als schlecht anerkannt werden. Wir haben nichts zu verbergen und haben über den Missbrauch offen berichtet, aber man darf nicht alles und alle über einen Kamm scheren“, erklärte Valenzuela.

Der Nuntius Eliseo Ariotti bedauerte ebenfalls die Entgleisung und erklärte, solche Vorfälle würden auf zivilen und kanonischen Wegen verhandelt. Er stellte klar, dass dem Vatikan alle Fälle von Missbrauch in Paraguay gemeldet worden seien.

Quelle: ABC Color

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20 Kommentare zu “Ein Bischof in Erklärungsnot

    1. Weltweit die gleiche Phrasendräscherei zur Problematik. Verlogenes Lumpenpack!!! Weiteres zum Thema Nachzulesen in: „Eunuchen für das Himmelreich“ von Prof. Theol. Ranke-Heinemann.

      1. Genau, das ist Ihr „Fachgebiet“ Ndugu alias morbus ignorantia. Endlich mal wieder ein Thema zum austoben! Ansonsten hört man ja nicht viel sachliche Beiträge von Ihnen.

        1. Manni, vergessen Sie endlich Ihre Minderwertigkeitskomplexe. Wer hat Ihnen den merkwürdigen, kindischen „Namen“ Manni vergeben? Laienprediger schwafeln gerne, gegen Professoren kommen sie einfach nicht an.

          1. Das ist interessant. Sind Sie neuerdings schon Professor der Agnostik oder stellen Sie sich mit diesen auf eine Ebene? Würde gut nach Paraguay passen.

  1. Anstatt im Erdboden zu versinken suchen sie noch nach Ausflüchten. Wirklich hervorragende Repräsentanten ihres Glaubens. xxxxxxx!!

  2. Es ist eine Schande für die Katholische Kirche. Von keiner anderen christlichen Kirche hört man seit Jahrhunderten so viel über Sexualprobleme- und Mißbrauch. Immer und immer wieder. Man möchte gar nicht wissen, wieviel solcher Vorkommnisse in der Katholischen Kirche geschehen aber unentdeckt bleiben. Und nichts ändert sich wirklich daran. Im Gegenteil! Ständig wird alles geleugnet, entschuldigt oder relativiert. Selbst Bischöfe wie der ehemalige Bischof Lugo, sind davon betroffen und leugnen es bis zuletzt. Die Katholische Kirche hat ein generelles und fundamentales Problem. Hauptursache ist die vom Vatikan verordnete Ehelosigkeit der Priester, auch wenn das immer wieder abgestritten wird. Damit aber zwingt die Katholische Kirche ihr „Personal“ genau in die von ihr verurteilten Sünden. Das ist doch schon schizophren! Natürlich werden solche ungeheuerlichen Vorfälle in der Katholischen Kirche wieder einmal mehr von allen Atheisten und selbst ernannten Agnostikern weidlich zum Spott und zur Hetze gegen Christen im allgemeinen genutzt werden. Auch daran macht sich die Katholische Kirche schuldig, weil sie diesen Gott fernen oder auch suchenden Menschen Argumente gegen die tatsächliche Existenz Gottes in die Hand geben, auch wenn es damit keine Gegenbeweise sondern nur hilflose Versuche dieser sind.

    1. Deine Sicht, lieber Manni, ist diejenige eines Gläubigen, Einem aber, der findet, dass diese Sicht schon arg viele Erkenntnisse ignoriert und schrecklich unlogisch ist, geht die ganze Geschichte doch sehr am Ar…. vorbei.

    2. An und für sich finde ich Ihren Kommentar bezüglich der katholischen Kirche treffend.
      Wenn man bedenkt, dass in den Medien in den 80-er Jahren schon die genau gleichen „Vorwürfe“ im Raume standen.
      Diese Vorwürfe sind nicht nur, dass Kinder misshandelt wurden, sondern dass die Kirche von diesen weiß, vertuscht, schweigt und den Eltern der Opfer droht. Bis ein Reporter dann doch die Wahrheit ans Licht bringt. Dabei gehen die Opfer unter und wer sich an Kinder vergreift sollte nicht zur Strafe ein Kanon singen müssen, sondern ins Gefängnis wandern mitsamt ihren Mitwissern. Diese internen kanonischen Verfahren von Kindsvergewaltigung müssen vor ein ordentliches Gericht.

  3. Manni: ich meinte Prof. Theol. Ranke-Heinemann und viele andere.. Hochschullehrer war ich auch. Aber für Wirtschaft und nicht für Religionen.

    1. Nur seltsam, daß Sie ständig als Zeugen Ihrer persönlichen Einstellung „hoch gebildete Personen“ anführen, die schon längst als ausgewiesene Gottesleugner bekannt sind. Stalin oder Hitler fehlt noch in ihrer Sammlung. Was sollte von diesen auch sonst kommen? Es ist keinem von diesen „Gelehrten“ bisher gelungen den Beweis anzutreten, daß es Gott nicht gibt. Allenfalls sind das Hypothesen aufgrund einer persönlichen Voreingenommenheit. Nochmals zum mitschreiben: NIEMAND kann den Beweis antreten, daß es Gott gibt oder auch nicht gibt. Weder Sie noch ich. Aber – es gibt Millionen von Menschen die aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen Gott bezeugen können in vielfältigster Art und Weise. Auch ich habe diese Erfahrungen mehrmals machen können, sonst würde ich heute nicht mehr hier sein. Diese Erfahrungen wird mir niemand nehmen können, Sie schon gar nicht! Darum behaupte ich mit großer Sicherheit, ES GIBT GOTT und alle die ihn so beharrlich leugnen und ehrliche und aufrechte gläubige Christen (nicht die Kirchen) mit üblem Hohn & Spott überziehen, werden dafür zu 100 % am Ende ihrer Tage zur Rechenschaft gezogen werden. Dabei spielt es keine Rolle, welches Ansehen diese Menschen hier genossen haben, ob sie sich „Wissenschaftler“ nannten oder was auch immer. Nennen Sie mich ruhig „Laienprediger“ ich verstehe das als Auszeichnung, denn ich stehe zu meiner Überzeugung aufgrund unbestreitbarer Erlebnisse mit Gott. Darüber in diesem Forum zu schreiben, würde dessen Rahmen sprengen. Außerdem wäre es so, als ob man einem Rudel hungriger Wölfe die Vorzuge veganer Kost schmackhaft machen wollte. Oder wie es die Bibel ausdrückt: „DEN SÄUEN DIE PERLEN HIN WERFEN“ (Damit wollte ich niemanden zu nahe treten oder gar beleidigen!)

      1. Manni, in der Wissenschaft funktioniert das so: Ein These ist erst einmal – bis zum Beweis – eine Hypothese. Die meisten Wissenschaftler arbeiten also daran zu beweisen, dass es Gott gibt und nicht umgekehrt.

  4. Die katholische Kirche hat e i n Problem und zwar den eigenen Glauben! Schon Martin Luther fiel auf, dass die Einfalt der Menschen dazu genutzt wurde Geld zu verdienen. Er hätte damals keine Gegenkirche gründen sollen, sondern diesen ganzen Betrug zum Einsturz bringen sollen. Halt Du sie dumm, ich halt sie arm.

    1. Martin Luther hatte KEINE GEGENKIRCHE gründen wollen! Das war niemals seine Absicht. Er wollte vielmehr die schon damals an Haupt und Gliedern verfaulte Katholische Kirche reformieren, auf den rechten biblischen Weg zurück führen. Die Katholische Kirche bezichtige Martin Luther und seine Glaubensgefolgeschaft als Ketzer bis zum heutigen Tag! Dieser Vorwurf wurde niemals zurück genommen – also gilt er nach wie vor.

  5. Sehr richtig: Niemand kann den Beweis erbringen ob es Gott gibt oder nicht. Deshalb gibt es auch keine Gottesleugner! In der langen Geschichte der Menschheit gab es immer Götter, zu denen die Menschen gebetet haben. Im Nachhinein war es aber immer Aberglaube. Kaum kam ein neuer Gott, hatten die Alten ausgedient. Trotzdem gab es immer Priester die Stein und Bein geschworen haben sie hätten direkten Kontakt zu diesen Göttern; und die Gläubigen haben ihnen das auch abgenommen. Warum sollte ausgerechnet dieser Gott der Christen tatsächlich existieren? Weil es einen unfehlbaren Papst gibt, dessen Aussagen unzählige Male über die Jahrhunderte durch die Wissenschaft widerlegt wurde? Mag sein, dass manche Menschen etwas brauchen, um sich daran aufzurichten und wenn das eben „Gott“ ist, dann sollen sie daran glauben! Aber genau so gibt es eben Menschen, die sich von dem ganzen „Unsinn“ frei gemacht haben. Deshalb sind sie nicht schlechter und niemand wird sie nach dem Tod zur Rechenschaft ziehen; versprochen!!

  6. Es hat sich eine Oberschicht gebildet, der es gar nicht mehr um den Glauben geht, sondern um Macht und Geld und Karrieren. Die führenden Kreise sollen sich wieder mehr um die Leute kümmern und weniger um ihr eigenes Wohl.

    Jan Hus zur katholischen Kirche
    dafür wurde er zum Konzil zu Konstanz gelockt und – mitsamt seiner Schriften – auf einem Scheiterhaufen verbrannt.

  7. Das ist eine Schweinerei der Kerl gehört eingesperrt und der Bischof gleich.Wer das beschönt ist nicht besser als der Täter. Die Vögel sind Schande für die Kirche, ab ins Gefängnis.

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