Giftmüllentsorgung wird neu geregelt

Asuncion: Batterien, Leuchtstoff- und Energiesparlampen sowie andere Sondermüllprodukte, die im Moment von der Stiftung „Itá Enramada“ entsorgt wurden sollen in Zukunft an Tankstellen und Supermärkten abgegeben werden können. Parallel dazu wird man diesen Entsorgungsbereich gewerblich organisieren.

Der Direktor des Umweltmanagement der Stadtverwaltung, Hugo Piccinini, sagte, man müsse in diesem hochsensiblen Bereich professionelle Wege einschlagen. Viele Personen haben aktiv gehandelt und ihren Sondermüll an den eingerichteten Entsorgungsstationen abgegeben. Diesen privaten Sektor, werden nun professionellen Firmen übernehmen. Gleichzeitig gab man zu, das Projekt sei gescheitert.

Es werde nun eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt. Dabei werden genau die Qualitätsnormen der angebotenen Firmen geprüft und die am besten geeignete erhält den Zuschlag. Man werde ein großes Augenmerk auf die sachgemäße Entsorgung werfen, dieser sensible Bereich stellt sonst eine hohe öffentliche Gefahr für die Gesundheit und Umwelt dar. Auch werde es für jeden Einzelnen einfacher, wenn er beim Einkaufen oder Tanken seine Batterien oder Glühbirnen gleich abgeben kann ohne lange Wege in Kauf nehmen zu müssen. Dadurch wird sich die Rücklaufquote enorm erhöhen.

Vorangegangen waren zahlreiche Beschwerden und Anzeigen von Einwohnern, sie hätten eine illegale Abfallbeseitigung und überquellende Container beobachtet. Daraufhin griff die Staatsanwaltschaft mit gerichtlicher Unterstützung ein. Sie nahmen Kontakt auf mit dem Direktor der privaten Institution, Ruben Figueredo, und durchsuchten das Depot. Dabei stellte man erhebliche Verstöße fest, unter anderem eine unregelmäßige Entsorgung und nicht fachgerechte Lagerung. Die Anlage liegt in der Nähe des Paraguay Flusses. Gefunden hat man 300 Fässer mit Batterien und Glühbirnen. Einige von ihnen waren leck und im Sickerwasser fanden sich Säurereste, in einem anderen Bereich lagerten abgelaufene Medikamente, Cremes, gebrauchte Einwegspritzen und verschiedene Arzneimittel.

Die Beamten des Gesundheit-und Umweltministeriums (DIGESA) ordneten eine sofortige Entsorgung des Sondermülles unter strenger Aufsicht an, da eine weitere Lagerung an diesem Ort das Erdreich noch schlimmer kontaminieren würde. Zumindest versucht man eine geregelte Versorgungskette aufzubauen, mitmachen müssen nur noch alle Verbraucher.

Quelle: ABC Color

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7 Kommentare zu “Giftmüllentsorgung wird neu geregelt

  1. „und die am besten geeignete erhält den Zuschlag“

    Und dann kommen 3 Bieter:
    1) Aus Südkorea – Ein Fax mit einer kurzen Auflistung was alles gemacht wird, was es kostet:
    1 000 000 000 pro Jahr mit Garantie und grünem Zertifikat

    2) Aus Argentinien – Ein Geschäftsmann kommt vorbei und liest von seinem Handy eine SMS vor:
    Wir machen das für 2 000 000 000 pro Jahr, falls es zu viel Müll sein sollte, dann verlangen wir noch was extra.
    Es kostet immerhin etwas mit dem LKW bis zum Fluß zu fahren, und das ganze dann unterhalb der Stadt dort reinzukippen.

    3) Hola amigo! Ein abgehalfterter ehemaliger Abgeordneter konnte nach 3 Parteiwechseln letztlich doch keinen guten Listenplatz bekommen und vertreibt sich die Zeit bis zu nächsten Wahl als Geschäftsmann.
    „Hab gehört ihr habt eine Ausschreibung laufen, um was geht es denn?“
    -> Müllentsorgung für…

    „No, no mich interessiert nur die ZAHL!“
    -> Ach so, klar. Wir haben 2 Angebote bis jetzt; aus Südkorea für 1Mrd und aus Argentinien für 2Mrd.

    „Hm den aroganten Argentiniern geben wir den Auftrag sicher nicht! Das müssen wir patriotisch verhindern.
    Also ich biete dir das ganze auf gute alte Paraguay Art an. Wir machen 6 Mrd draus.“
    -> Wieso 6 Mrd?

    „1 ist für den Minister, sonst gibt der nie sein ok. 2 sind für dich. 2 sind für mich und für 1 lassen wir es denn Südkoreaner bauen, als mein Subunternehmer.“
    -> Wow du bist echt schlau! Wenn der Minister dank dir 1 Mrd verdient, bekommst du bei der nächsten Wahl sicher einen Top-platz. Alle Achtung! Ich bin so froh und stolz dich zum Amigo zu haben. Nächsten Samstag, asado bei mir – das muß gefeiert werden!

    Hola amigo – mein Angebot für die Müllentsorgung

  2. Ja es müsste nicht sein wenn kontrolliert wird .aber es fangt ja schon von oben an wenn die mal beobachten was die Leute so verbrennen das man in der freien Natur keine Luft bekommt denn jeder Plastik und andere Sachen verbrennt und keiner macht was ,das ist das ganze und wie es in den Häusern bzw. Gärten aussieht der Müll und auf der Straße und Kanälen und bei den Bussen rausgeworfen werden .Und genau da gehört angefangen zu Strafen das ist die einzige Lösung das sich die Menschen ändern .

    1. nein, lieber Reiter, genau das ist der falsche weg. Menschen dürfen nicht zu Befehlsempfängern degradiert werden und wenn sie den befehlen nicht gehorchen werden sie bestraft. Es geht nur so, wie man es in Altos vormacht. Das Bewusstsein der Leute muss verändert werden. Sie müssen verstehen warum sie keinen Plastik oder Autoreifen verbrennen sollen. Sie müssen wissen was passiert, wenn man Batterien, Energiesparbirnen oder Neonröhren zerschlägt und in den Mülleimer wirft oder sogar im Garten vergraben. So lange diese Erkenntnisse nicht vermittelt sind, werden auch Strafen nichts nützen. Die Leute werden es dann heimlich tun. Der Mensch ist von Natur aus faul und es ist eben bequemer seinen Müll im Garten oder auf der Strasse zu entsorgen als ihn zu sortieren und an den Sammelstellen (z.B. in San Bernardino) abzuliefern. Übrigens die kleinen Batterien kann man schon sehr lange z.B. im Supermercado Los Jardines abgeben. Von umweltbewussten Menschen müssten sie also nicht im Hausmüll landen.

      1. Grosse Plastikflaschen werden hier gerne gesammelt, die stelle ich einfach neben meinen Abfallkorb, die stehen keine Stunde da. Bei den Supermaerkten gibt es immer einen grossen Abfallkorb, da werfe ich Glas und Dosen rein, Batterien im Los Jardines. Gartenabfaelle kompostiere ich.
        Aber alles andere verbrenne ich selbst, auch Plastik, versuche aber immer zu vermeiden dass meine Sachen im Supermarkt in 1000 Plastiksaecke eingepackt werden.

  3. Da bei mir die Muellabfuhr nicht mehr kommt,
    ( obwohl der zustaendige Beamte das vor anderthalb Jahren regeln wollte und fuer die Nachforschung weshalb Geld eingestrichen hat,)
    muss ich logischerweise auch meinen Abfall verbrennen, was den sonst ??

    Allerdings hatte ich schon darueber nachgedacht das Zeug bei der Municipalidad in Aregua ueber den Schalter zu kippen oder eine Weile zu sammeln und dem zustaendigen Beamten in den Garten zu werfen.
    Ich wohne 3 km ueber die Asphaltstrasse und dann noch 20 m ueber eine Pflasterstrasse in einem Weiler. Entlang der Strasse sind noch x andere Haeuser aber war vermutlich zuviel Stress fuer die armen Mitarbeiter.

  4. Was nützt es, wenn alle Verbraucher mit machen, und der gesammelte Müll dann doch letzt endlich in einer Grube oder unbewohnten Stück land landet. Solange es keine Widerverwertung, Aufbereitung und Verbrennungsanlagen gibt, wird sich nichts ändern. Bei mir wird der Müll zwar abgeholt, außer Blechdosen, Glasartikel und Leuchtmittel, aber ich weiß, das dieser Müll ein wenig ausserhalb der Stadt in einem Waldstück abgekippt wird. Dieses Stück befindet sich keine 500 m vom Rio Paraguay.

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