Staatsanwalt erhebt Anklage wegen Umweltverbrechen im Chaco

Filadelfia: Staatsanwalt Andres Eduardo Arriola von der Sondereinheit für Menschenhandel und Umweltverbrechen erhebt Anklage wegen dem Vergehen eines Umweltverbrechen, speziell der Abholzung, gegen zwei Täter in dem Sektor.

Es handelt sich um Ángel María Escurra Ponti (54) und Alexandre Dos Santos Filho (58). Der Staatsanwalt sammelte genügend Beweismaterial und beantragte nun die Eröffnung eines Gerichtsverfahrens.

Demnach haben die Angeklagten im November 2016 mehrere Personen angestellt und auf einer Estancia im Bereich von Agropil Departement Boquerón beschäftigt. In der zweiten Hälfte desselben Monats hätte dann das selektive Fällen und Sägen von Bäumen der einheimischen Arten “Quebracho Colorado“ und „Palo Santo“ dort stattgefunden.

Am 21. März 2017 intervenierte eine Delegation auf der Estancia, die aus Zoraida Morales, Forstingenieur der Sonderdirektion für Umweltkriminalität und Polizisten von Boquerón bestand. Sobald sie sich auf der Liegenschaft befanden, wurden sie von Escurra Ponti empfangen, der sagte, dass er der Verwalter der Estancia sei. Ponti gab weiter an, Santos Filho sei der Besitzer des Grundstücks. Die Ermittler fanden Baumstämme und Bretter der Art Palo Santo sowie weitere geschnittene Holzsorten vor.

Am 7. Juli 2017 bestätigte die Staatsanwaltschaft erneut den selektiven Holzeinschlag der Arten “Palo Santo“, “Coronillo“ und “Quebracho Colorado“. Des Weiteren das Vorhandensein von geschnittenen Waldprodukten wie etwa Stangen oder Pfosten mit Kettensägen. Außerdem wurden 100 Baumstämme “Palo Santo“ Holz entdeckt.

An verschiedenen anderen Stellen des Grundstücks entdeckte man weitere Holzpfosten der Sorten “Palo Santo“, “Coronillo“ und “Quebracho Colorado“, die durch den selektiven Holzeinschlag auf der Estancia angefertigt worden waren, ohne dass dazu die erforderlichen Unterlagen vorlagen , wie es vom Nationalen Forstinstitut INFONA vorgeschrieben ist.

In einem anderen Bericht durch Beamte der Abteilung für Umweltverbrechen von der Staatsanwaltschaft wurde im Dezember 2018 festgestellt, dass das Anwesen als eine Produktionsstätte für Abholzung fungiert, in der es eine große Anzahl gefällten Bäumen gibt. Das sei ein Hinweis darauf, dass das Waldgebiet einer unaufhörlichen Aktivität der Waldgewinnung unterzogen wurde, hauptsächlich Bäume der Arten “Palo Santo“ und “Coronillo“. Selbst in einem anderen Teil des Grundstücks wurden 23 Öfen für die Holzkohleherstellung gefunden.

Dem Vorwurf zufolge sind die Angeklagten in einer ununterbrochenen Tätigkeit des Holzeinschlags gewesen, ohne einen genehmigten Waldbewirtschaftungsplan durchgeführt zu haben, durch den die negativen Auswirkungen aufgrund von Empfehlungen aus Studien hätten gemindert werden können. Eine Genehmigung von Seiten der Infona hätte Verbesserung und positive Auswirkungen gehabt, um eine nachhaltige Produktion zu erreichen und im Einklang mit der Umwelt solche Arbeiten durchführen zu können.

Wochenblatt / Chaco Sin Fronteras

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6 Kommentare zu “Staatsanwalt erhebt Anklage wegen Umweltverbrechen im Chaco

    1. Sig Kan, Wikinger

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      Man muss jeden, den man bei Raubrodungen erwischt, damit bestrafen, die dreifache Menge an Bäumen nachzupflanzen. (Er bleibt so lange in Haft, bis er die Tat abgearbeitet hat.) Vorher wird das gesamte Privatvermögen eingezogen. (Land wird enteignet.) Sollte der Besitzer dafür Arbeiter anstellen, so wird der Besitzer enteignet und alle forsten das Dreifache wieder auf. Für Rodungen sind stets Genehmigungen einzuholen. Und die 25% (ist ohnehin schon sehr wenig für dieses große Land mit so kleiner Bevölkerung), die gesetzlich vorgeschrieben sind, bleiben stehen, dürfen aber nachhaltig bewirtschaftet werden. (Entnahme von max 2% alte Bäume pro Jahr, natürlich mit Genehmigung.) Bildet Förster aus, sonst ist Paraguay bald eine Wüste. Was wollt ihr dann essen?

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Warum den werden meine Kommentare hier zensiert? Wird das WB bedroht von den pressefeindlichen Mennoniten? Bezeichnenderweise gibt es im ganzen Chaco keine freie Presse und in Ostparaguay unter den Mennoniten auch nicht.
    Ergo? Wo der Mennonit ist da wird die Pressefreiheit direkt unter der Hand verboten.
    Dies wird so langsam schon ein Fall fuer den Internationalen Gerichtshof fuer Menschenrechte; da die hiesige Justiz ganz offensichtlich „gesponsort“ wird von den Mennoniten.

    1. Die Redaktion bittet Sie all die beschriebenen Sachverhalte der paraguayischen Justiz zu übermitteln und nicht die Online Zeitung für ihre Kreuzzüge gegen Jedermann (gerechtfertigt oder nicht) zu missbrauchen. Die Redaktion kennt weder Sie noch die von ihnen beschriebenen Personen. Alle Artikel, die keine persönlichen Daten und beweisfreien Anzeigen enthalten, wurden stets veröffentlicht.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Nachrichten
    Genauso gut koennte man Herrmann Goering „nach dem Wisch Papier“ (Beweise) fragen.
    „Beweise? Sind sie verrueckt?“ wuerde die Antwort lauten. „Da koennen wir ja nichts mehr verleugnen“.
    https://www.youtube.com/watch?v=2a_cmbi3iIg
    Genauso laeuft es auch unter den Mennoniten.
    https://www.youtube.com/watch?v=5ng_XiTpzMk

    Kreuzzug? Na, ja es ist ja allgemein bekannt dass die Lateiner die Baeume abholzen, diese zu Kohle verarbeiten (einige Mennoniten tun das auch in kommerzieller Form) und diese den Mennoniten bringen die diese dann Eintueten und nach Europa exportieren. Die Hintermaenner sitzen dann in der Zweigstelle Asuncion der Kooperative. Die Lateiner uebernehmen direkt der illegalen Teil, wo dann beim „legalisierten“ Teil der Mennonit uebernimmt.
    Dieses Schema scheint nur fuer den Deutschen und europaeischen Naivling unbekannt zu sein – mit umso groesserem Erfolg tanzt der kriminelle Krawattentraeger dann den „Ersteweldlern“ auf der Nase rum.
    In solchen Laendern wie Paraguay ist der ehrliche Buerger angehalten wie ein italienischer Anti-Mafia Staatsanwalt Stueck fuer Stueck das Puzzle zusammenzusetzen – Beweise gibts in den sehr seltensten Faellen (wo dann die mafioesen Strukturen schlampig gearbeitet haben).

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    Betreffs der Abholzung zwecks Kohlebrennerei erinnere ich mich dass in Fernheim eine Person mal eine Organisation fuer die Indianer gruendete zwecks Kohlenexport nach Europa und im Innland. Das Projekt kam fuer einige Zeit am Laufen wurde dann aber als „Konkurrenzinstitution“ zur fernheimer Kooperative eingestuft so dass es dichtmachen musste. Die Idee war dass die Indianer das Holz und die Kohle heranschafften (irgendwie) und es zur Zentrale des Projektes brachten, wo es verpackt und exportiert wurde. Ein typisches Indianerhilfsprojekt der Mennonitenkirchen halt. Aber irgendwie schaffte es die Konkurrenz das Projekt totzukriegen (Rivalitaeten unter Mennoniten) und so hab ich verstanden sind die Kooperativen als „Halbstaatlicher stiller Teilhaber“ bei den bestehenden Kohlemanufakturen des Chaco als Monopolist verblieben.
    Dieses war in den 1990gern 2000ndern. Die Kohlebrennerei war damals getarnt als missionarisches Hilfswerk fuer die Indianer (um die Abholzung verlor damals niemand auch nur einen Gedanken).
    Es gibt durchaus heute noch einige mennonitische Organisationen die in diesem Geschaeft taetig sind – im „legalen“ Teil der Unternehmenskette, versteht sich.
    In Paraguay ist ja bekanntlich „was geht“ legal.

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