Staatsanwalt schließt Expressentführung des Deutschen kategorisch aus

Asunción: Der zuständige Staatsanwalt, des Falles der mutmaßlichen Entführung eines deutschen Gastronomen aus San Bernardino, Nelson Ruiz, schloss aus, dass der Tathergang so ablief wie vom Opfer es dargelegt wurde.

G.B.G. (50) gab bei der Polizei an, Opfer einer Expressentführung gewesen zu sein. Der Staatsanwalt jedoch bis jetzt noch keine Indizien die diese Aussage unterstreichen. Der Kredithai und Ex Fußballspieler Raúl Nelinho Rojas Peralta sowie drei Angestellte von ihm wurden kurzzeitig festgenommen, jedoch wegen fehlender Beweise wieder freigelassen.

Nach den Ermittlungen sollte der Deutsche dem Kreditanbieter die Summe von 50 Millionen Guaranies von seinen Schulden zurückzahlen, um seinen Kreditrahmen zu erweitern. Der Gastronom kam zum vereinbarten Treffpunkt, der Escribania Celeste Zárate in San Lorenzo um ein Dokument zu unterzeichnen.

Der Denunziant gab zu Protokoll, dass er ab da mit der Waffe bedroht und erpresst wurde. Das Überwachungsvideo von Celeste Zárate jedoch widerlegt diese Aussage. Weder Waffen noch Diskussionen waren Bestandteil der Zusammenkunft.

Der Gastronom denunzierte ebenfalls, dass er auf dem Weg von der Escribania zum Büro seines Anwaltes er von den Angestellten des Kreditgebers erpresst wurde. Er sollte die ganzen 232 Millionen Guaranies herausrücken.

Der Staatsanwalt nahm dem Deutschen aber auch den Wind aus dem Segel und erklärte, dass bei einer Entführung keiner sein eigenes Auto benutzen dürfte, was bei ihm der Fall war.

(Wochenblatt / Última Hora)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Staatsanwalt schließt Expressentführung des Deutschen kategorisch aus

  1. Also irgendwie ist diese ganze Berichterstattung hier ja nun sehr verworren. Außerdem mal eine Frage zu der letzten Feststellung des Staatsanwaltes: Wenn ich auf dem Fahrersitz meines Autos sitze und mir z.B. jemand einen geladenen entsicherten Revolver auf die Schläfe dürckt und sagt fahr!sonst stirbt z.B. deine Mutter, dein Sohn, deine Schwester…Und ich fahre los (vermutlich in ein Versteck wo ich dann als Geisel gehalten werden soll) werde ich dann NICHT entführt?????

  2. Uns solange es nur um Deutsche oder andere Ausländer geht, ist es doch ohnehin egal. Die Ausländer sind zum Bezahlen da, das ist das einzige Recht, dass sie in PY haben.

    1. Na so kannst Du das aber nun auch nicht sagen.
      Warum muss denn überhaupt ein Deutscher, die ja alle bekanntlich sooo viel Geld haben, überhaupt zu einem paraguayischen „Kredithai“ gehen ???

  3. @ Kopfschüttler: Genau so ist es… Ich kann dir sagen warum… Die Alemana hat ihre besten Jahre einfach hinter sich. Das was es dort noch so gibt, hat seid ich hier bin (5 Jahre) nichts, aber auch rein gar nichts mit deutschem Brot oder Gebäck zu tun. Aber was will man machen, da fehlt es an nichts wie allem: Geld, Enthusiasmus, fähigem Personal (angefangen mit einem deutschen Bäcker), vernünftiges Marketing, etwas Renovierung,… um die Kunden aufzufangen, die dann auch das Geld dafür wieder rein bringen. Schade eigentlich. Ich kenne den Herren nicht persönlich, ich kenne nur die Läden und schlimmstenfalls nehme ich ab und an mal ein paar schwammige Empanadas mit Knorpelstückchen für Arbeiter mit, aber der Hunger treibt´s rein. Selbst die schauen mich dann ganz bedröppelt an, dass ich keine Sandwiches gemacht habe. Sind nämlich billiger und um ein vielfaches besser. Ich hoffe das wird nicht als persönlicher Angriff gewert, denn das ist einfach nur die Meinung einer Kundin, die für gute Ware auch gutes Geld zahlen würde und wieder öfter käme, wenn sich die Qualität verbessern würde.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.