Staatsanwaltschaft fordert 8 Jahre Haft für ehemaligen Polizeikommandanten

Asunción: Die Staatsanwälte Natalia Fúster und Luis Piñánez von der Abteilung für Wirtschaftskriminalität und Korruptionsbekämpfung forderten gestern in ihrem Schlussplädoyer eine Haftstrafe von 8 Jahren für den Ex-Kommandanten der Nationalpolizei, Francisco Pastor Alvarenga Núñez.

Alvarenga Núñez stand zwischen 2013 und 2015 an der Spitze der Behörde. Für seine Ehefrau, Mirta Evelina Rotela de Alvarenga, forderten sie zwei Jahre und sechs Monate Haft, ebenso wegen wegen mutmaßlicher unrechtmäßiger Bereicherung im öffentlichen Dienst.

Fúster führte aus, dass das Ehepaar zwischen Oktober 2005 und März 2015 einen unverhältnismäßigen Vermögenszuwachs verzeichnete, der nicht seinen legitimen wirtschaftlichen Möglichkeiten entsprach, sodass man zu dem Schluss kam, dass dieser Zuwachs illegal und unter Ausnutzung der öffentlichen Funktion erzielt wurde.

Nach Angaben der Staatsanwältin, die von ihrem Kollegen Luis Piñánez unterstützt wurde, bestand der übermäßige Vermögenszuwachs von Alvarenga und seiner Frau aus dem Erwerb mehrerer Kraftfahrzeuge, darunter ein Traktor und ein Neuwagen, sowie aus der Zahlung von Versicherungen, dem Kauf verschiedener Immobilien und Anteilen an einer privaten Sicherheitsfirma.

Fúster wies darauf hin, dass der ehemalige Kommandeur der Nationalpolizei und seine Frau laut dem Buchhaltungsgutachten des Sachverständigen Luis Centurión im Zeitraum von Oktober 2005 bis März 2015 ein nicht zu rechtfertigendes Defizit von 2.048.489.741 Guaranies aufweisen.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft fügte hinzu, dass Alvarenga in diesem Zeitraum einen übermäßigen Vermögenszuwachs hatte, wenn man bedenkt, dass seine legalen Einkünfte 1.124.580.247 Guaranies betrugen, seine Ausgaben aber 2.667.176.480 Guaranies. Zusammengefasst hat der Angeklagte ein Defizit von 1.542.596,23 G., das nicht gerechtfertigt ist.

In Bezug auf Mirta Evelina Rotela de Alvarenga führte die Staatsanwältin der UDEA aus, dass die Angeklagte zwischen Oktober 2005 und März 2015 über ein legales Einkommen von 755.734.863 Guaranies verfügte und in diesen Jahren Immobilien, Fahrzeuge und Anteile an einem privaten Sicherheitsunternehmen für die Summe von 1.261.628.171 Guaranies erwarb. Die Summe, die die Angeklagte nicht rechtfertigen kann, beläuft sich in diesen zehn Jahren auf 505.893.508 Guaranies

Umfassende Beschlagnahmung des Vermögens der Angeklagten

Neben der Freiheitsstrafe beantragte die Staatsanwaltschaft auch die weitgehende Einziehung des Vermögens der Angeklagten bis zur Höhe der angeblichen unrechtmäßigen Bereicherung, d.h. in Höhe von 2.048.489.741 Guaranies.

Der Beschlagnahmeantrag der Staatsanwaltschaft betrifft zwei Wohnungen im Zentrum von Asunción, eine Immobilie im Bezirk Mbokajaty del Yhaguy (Cordillera), ein Grundstück in der Stadt Luque und eine Immobilie im Bezirk Carayaó im Departement Caaguazú.

Der Prozess wird heute ab 09:00 Uhr mit den Schlussplädoyers der Anwältin María Elsa Portillo fortgesetzt, die sowohl Francisco Alvarenga als auch seine Frau Mirta Rotela verteidigt. Danach kann die Staatsanwaltschaft ihre Einsprüche vorlegen, und wenn dies geschieht, hat die Verteidigung die Möglichkeit, eine Erwiderung zu präsentieren.

Die Angeklagten werden dann Gelegenheit haben, vor dem Spezialgericht für Wirtschaftskriminalität, bestehend aus der Vorsitzenden Richterin Yolanda Portillo sowie den Richterinnen Elsa García und Yolanda Morel, ihre letzten Worte zu sprechen.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Staatsanwaltschaft fordert 8 Jahre Haft für ehemaligen Polizeikommandanten

  1. Nicht zu vergessen, dass vor, während und nach seiner Amtszeit als Oberjefe hiesig Vollprofi-Steinzeit-Polizei, diese in der Pfeife rauchen konntest und weiterhin kannst, wäre somit auch sein offizielles Gehalt aufgrund Unfähigkeit oder Faulheit, oder beides, obsolet und zu beschlagnahmen und ihm die Chance zu geben die nächsten Jahre als Hofwischer von Tacumbu seine Karriere von der Pike auf nochmals zu lernen.

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