Staatspräsident vor der Amtsenthebung

Asunción: Der Skandal um das Geheimabkommen von dem binationalen Wasserkraftwerk Itaipú spitzt sich zu. Ein Verfahren zur Amtsenthebung von Präsident Mario Abdo Benitez und seinem Vertreter ist beschlossene Sache.

Die Opposition erkannte seit Monaten eine Art Debilität der Regierung. In den letzte Woche wurde zudem klar, dass die Souveränität des Landes einen monetären Gegenwert hat. Dies wollte man nicht hinnehmen. Erklärungsversuche überzeugten nicht.

Als erste Reaktion auf den Geheimvertrag offerierten vier hochrangige Regierungsvertreter ihre Posten. Da dies nicht half um die Bevölkerung bzw. die politischen Gegenspieler zu beruhigen, hörte man gestern den Vizepräsidenten an, der ebenso alles abstritt und sich dumm stellte. Die jetzige Reaktion ist durchaus nachvollziehbar und nicht als bloße politische Rache abzutun.

Nach Tagen des Schweigens kündigte Präsident Mario Abdo Benítez an, dass er den Kampf der Abgeordneten “akzeptieren“ werde, die ihn strafrechtlich verfolgen wollen.

Der Präsident schrieb über seinen Twitter-Account, er akzeptiere den Kampf, der in den nächsten Tagen auf politischer Ebene stattfinden werde. „Für ein Paraguay ohne Mafia“, erklärte Benitez.

Wer wird nun die Amtsenthebung von Beiden vorantreiben? Die ersten, die diese Aktion ankündigten, war der offizielle Sektor der liberalen Partei. Ihnen folgten Politiker von Oppositionsparteien.

Später erklärte sich auch die Partei Frente Guasu bereit, das Amtsenthebungsverfahren zu unterstützen. Am Ende der Sitzung, letzte Nacht, kam noch der Cartes-Flügel der Colorado Partei hinzu und sorgten für die nötigen Stimmung zur Einleitung des Verfahrens.

Die Entscheidung von der Partei Progressive Democratic (PDP) und Patria Querida muss noch definiert werden.

Für die Entlassung von Mario Abdo Benitez im Rahmen eines politischen Prozesses werden in beiden Kammern des Kongresses zwei Drittel der Stimmen in einer Plenarsitzung benötigt. 53 im Abgeordnetenhaus und 30 im Senat.

Im Falle einer Abwahl von Mario Abdo Benítez und Hugo Velazquez würde laut Rangfolge Kongresspräsident Senator Blas Llano (PLRA-Cartes) Übergangspräsident werden.

Wochenblatt / Paraguay.com / ABC Color / Ultima Hora

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13 Kommentare zu “Staatspräsident vor der Amtsenthebung

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Was fuer eine gequirrlte Scheisse geht eigentlich in dieser Affenrepublik vor?! Ein zweiter Trunkenbold von Gonzalez Macchi? Zudem nimmt die Zensur im WB zu.
    So ein Geheimabkommen kann natuerlich nie ohne wissen des Praesidenten der Republik zustandekommen.
    Scheint als ob Kraefte den Abdo an den Kragen wollen. Einen zweiten Stroessner hatte man sich erhofft der die Mafia ausrottet. Politiker behaupteten mir gegenueber dass sie glaubten dieses Land befaende sich fest in Haenden der Mafia, Phaenomen welches um die Jahrtausendwende anfing. Tja MOPC-Wiens: es wird schnell gehen muessen mit unserem Eisenbahnprojekt entlang der Bioceanica und Transchaco mit Kuno Gansz von Otzberg als Resort Direktor.
    Mit Itaipu-Bergen wird wohl langsam klar dass den lateinern die Leute ausgehen. Wann werden auch die Mennoniten in die Faenge der Mafia geraten?
    Rein rechtlich gesehen waere es “feasable“, wie der Englaender es sagen wuerde, dass Cartes wieder sich in den Sattel schwingt – wie sehr man die Institution des Senateur a vie mit Fuessen dazu treten muss ist ne ganz andere Sache. Schlichtweg gehen der Ethnie der Lateiner die ehrlichen Leute aus so dass man zusehends auf (weisse) “Auslaender“ zurueckgreifen muss. Kuno Gansz von Otzberg Bahn Direktor der Bioceanica und Transchaco Railway.
    Das sah schon Gustave Le Bon voraus dass es bergab ging mit dem Lateiner. Aufgrund desselben Phaenomens werden allerdings innerhalb der Mennonitenkolonien immer mehr Aussenstehende in Positionen gehievt, so dass ende der Fahnenstange wohl bald ist…
    Wenn Bergen Record Electric ist, ist Record Electric ein Zulieferer von Itaipu oder Ande? Der Zufaelle haeufen sich wohl.

  2. Schöne Aussichten für das Land Paraguay! Politiker die aus Eigennutz den Staat verraten und verkaufen, den Bürgern ohne moralische Bedenken Schaden zufügen und die Staatskassen plündern. Ich gebe zu, ich habe mich in Benitez ebenfalls sehr getäuscht. Doch was soll danach kommen? Womöglich wieder die „bewährten“ Amigos um Cartes? Oder gar die nicht minder unfähigen und korrupten Politiker der liberalen und linken Opposition? Keine Besserung in Sicht, nur schwere Unwetter. Kein Wunder bei diesem Personal!

  3. Ich denke auch, dass Abdo von dem Vertrag nur oberflächlich wusste, dafür hat er zuviele andere Sachen repräsentativer Natur auf der Agenda, aber der Vizepräsident Velazquez, der schon eine Gangster-Visage wie aus dem Bilderbuch hat, muss dringend aus dem Amt entfernt werden. Der wusste sehr wohl darüber und kommt mit billigen Ausreden.

  4. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Elmer
    Elmer, gehoerst du der Sekte der „Kingdom now“ Bewegung an? Diese glauben dass sich der Himmel auf Erden erschaffen liesse bzw schon da existiere.
    Vor allem ist diese Bewegung verbreitet unter den Mennoniten aus Asuncion wie ihre prominentesten Vertreter bweisen da sie versuchen durch und in Regierungsposten so ne Art von „spirituelle Gausssche Glocke“ ueber Paraguay zu haengen indem man durch Machtpositionen Veraenderungen spiritueller Art glaubt bewirken zu koennen. In dem Licht muss man den MOPC-Wiens und den Itaipu-Bergen sehen.
    Sie glauben dass man „schon im Himmel auf Erden sei“ – nur haette man das noch nicht bemerkt, bzw die Uneingeweihten waeren nicht erleuchtet genug um zu bemerken dass sie schon im Himmel seien.
    Die oeffentliche Beterei faengt beim Mennoniten immer dann an wenn er „seine Faelle davonschwimmen sieht“ – fuer Cartes kam, so viel ich weis, nie ein Gebetsaufruf seitens der Pfaffen, denn in die HC Bewegung hatte man ja sein Geld nicht gesteckt. Fuer Nicadron war die Beterei gross und fuer Abdo anscheinend auch – beides offizielle Rennpferde aus dem mennonitischen Stall. Lugo goennte der Mennonit nicht mal ein Stossgebet denn dieser war als Kommunist verhasst unter diesen.

  5. @ Kuno. Nein ich gehöre zu keiner Sekte. In der Bibel sagt betet für die Obrigkeit. 1. Tim. 2. Und Gottes Segen weiter @ Kuno. Wenn Du Fragen hast an was ich glaube, ich habe mich bekehrt und ich habe auch die Wiedergeburt erlebt. Jetz folge ich Christus nach und will ihm ähnlicher werden. Ich bin nicht perfect und ohne Fehler .

    1. Kuno Gansz von Otzberg

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      Die Wiedergeburt „erleben“ – das klingt sehr nach modernem Mennonitentum mit Rockband, 20 minuetige Motivationsansprache & Co.
      Bei Mennoniten ist es nicht unueblich wenn diese zur Erkenntnis kommen Jahre nach der Taufe und Kirchenwankerei (Plattdeutsch fuer „Kirchgang“ wo das Wort „wanken“ eine Anspielung auf „torkeln“ ist – in Hochdeutsch, in Platt bedeutet wanken „gewohnungsmaessig wo hingehen“). Ist zwar positiv wenns dann auch eine „neue Kreatur“ gegeben hat aber rein biblisch darf nur ein bekehrter Mensch getauft werden und in der Kirche sein. Das zeigt das vollkommene Scheitern der Mennopfaffen. Man tauft halt um die Statistiken aufzupolieren.
      Es gibt da einen Fall in Loma Plata wo ein echter Russe soll in eine Mennonitengemeinde aufgenommen sein der aber auf dem Arbeitsplatz die Mitarbeiter sogar physisch angreift – einen Riecher fuer die Russenmafia scheinen die Mennopfaffen nicht gerade zu haben denn die beste Tarnung ist ja wenn diese sich in die Kirchen schleichen als Schaf getarnter Wolf. Die meisten Mennonitenprediger haben auch keineswegs Bildung und sind meist Laien und Bauern aus den Doerfern die vom Volke gewaehlt wurden indem sie der geringste Schussel der Zone waren und dem Volk nach Strich und Faden nach dem Maul geredet haben. Pfaffe bei den Mennos zu werden hat nichts mit geistlichen Faehigkeiten noch Berufung zu tun, es sei denn nach dem Motto: „Wer nix wird, wird Wirt (oder Pfaffe)“; sondern mit volkstuemlicher Popularitaet und „von der Gruppe sein“ bzw von der Sippe da in den mennonitischen Doerfern regelrecht ganze Sippen vorherrschen. Da beschwert man sich als Biedermeier dann ueber die Lateiner dass sie solch eine Mafia bilden als Grundelement die Grosssippe (Clan McLeod, Clan Cartes, Clan Gonzalez Daher, Clan Bajac-Loewen, Clan usw. und so fort) wo doch die Mennoniten sehr aehnliche Strukturen aufweisen – man passt perfekt in Paraguay rein.
      Perfekt und ohne Fehler ist niemand nur dass man bei den Mennoniten leider das Phaenomen beobachtet dass man dieses gerade als Vorwand braucht um BEWUSST Schindluder durchzuziehen und nachher wie im Fall Bergthal halt schnell zu den dortigen Ohm’s (Pfaffen) zu laufen und vor der Kirche ein paar Krokodilstraenen abzuquetschen – gerade beim Mennoniten will ich die Phrase „wir sind nicht perfekt noch ohne Fehler“ nicht hoeren weil das dem neutestamentlichen Gebot (seid vollkommen wie auch euer Vater vollkommen ist“ direkt wiederspricht. Man ist nicht vollkommen wenn man sich nie drum geschert hat und sich in der Welt waelzt wie eine Sau – deswegen ist der Christ nicht perfekt. Perfekt und Vollkommen wird man wenn Christus gross in einem geworden ist und dieser den Menschen beherrscht anstatt fremde Geister und verweltlichung. Ich kenn keinen Mennoniten der das Beispiel des Zachaeus jemals befolgt ist – und dieses ist ein bindender Praezedenzfall fuer alle Christen (das steht da weil der Christ es so tun soll – hast was gestohlen! … kein Problem dir wird gerne verziehen wenn du es EINFACH zurueckgegeben hast anstatt VIERFACH wie Zachaeus; anstatt wie der Mennonit damit zu spekulieren dass man mit dem Gestohlenen davonkommt indem man mit WORTEN um vergebung bittet. Taten MUESSEN dem vermeintlichen Glauben folgen ansonsten ist der Glaube null und nichtig und damit kann er nicht retten).
      Ansonsten ist ja jede Bekehrung ein echtes Wunder dafuer du dankbar sein solltest denn heutigentages zieht der Vater anscheinend immer weniger Mennoniten zu sich. Bin ich und du echt bekehrt, so sollten wir einer Meinung sein weil eines Geistes – die Differenz ist immer entweder Unglaube, Unbekehrtheit, fremde Geister, die Welt, etc.
      Fe errata: oben sollte es heissen: „wenn er seine Felle davonschwimmen sieht“.
      Welcher von den vielen Elmers unter den Mennoniten bist du denn?

        1. Kuno Gansz von Otzberg

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          Dann bist du aus Volendam, Friesland oder aus der Mennonitenkolonie „Asuncion“ – wo das Bier dann auch im Umkreis von 5 Km der Stadt Asuncion verboten ist! nach dem Gesetz 514 nach. Also in Asuncion gilt dann auch die Prohibition -, denn fuer die Altkolonier ist deine Orthographie zu fehlerfrei und zu modern. Ausser das Wort „Gruesze“ welches man im modernen Deutsch als „Gruesse“ schreibt, gibt mir zu denken.

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