Städtisches Müllsystem vor Kollaps

Asuncion : Vor 15 Jahren wurde die städtische Abfallentsorgung in Asuncion beschlossen. Seit diesem Beginn im Jahre 1999 wurden wenige oder fast keine neuen Investitionen getätigt. Jetzt ist man kurz vor dem Kollaps. Die Direktorin der städtischen Müllabfuhr, Estela Azuaga sagte gegenüber der Presse „die Stadt sei in den letzten Jahren überproportional gewachsen und man bräuchte grundlegende Veränderungen am System.“

Zurzeit wird versucht dreimal die Woche den Abfall zu leeren, dies ist aber ein Wunschdenken. Der Fuhrpark umfasst 22 Lastkraftwägen, von ihnen sind aber nur 14 einsatzbereit.

Die defekten LKWS sind in Werkstätten zur Reparatur oder sie lagern in anderen Hallen, dort werden sie als „Ersatzteillager“verwendet. Das ist vonnöten, damit die intakten Müllwägen einsatzbereit bleiben. Motoren, Räder und andere Baugruppen mussten ersetzt werden, nun bleibt nicht mehr viel Reserve.

Eine traurige Angelegenheit, noch dazu wenn man bedenkt, dass täglich Tonnen von Abfall anfallen, 30 % davon sind wieder verwertbar, deshalb wurde schon versucht ein Recycling-System zu installieren, jedoch in der Regel von privaten Betreibern wie Shopping-Zentren oder Restaurants. Von staatlicher Seite kommt noch zu wenig.

In den ländlichen Gebieten ist man davon noch meilenweit entfernt, geschweige denn eine Entsorgungskette aufzubauen. Die allseits bekannten Müllberge an den Straßenrändern und deren Verbrennung werden weiterhin zum Alltag gehören, wenn der Paraguayer sein umweltschädliches Verhalten nicht selber einsieht.

Am kommenden Freitag sollen nun 11 neue Müllwägen mit einer Gesamtinvestitionssumme von 13.000 Millionen Gs die geregelte Entsorgung wieder sicherstellen. Während das städtische Müllsystem vor dem Zusammenbruch steht ist das ländliche regelmäßig gar nicht vorhanden.

(Wochenblatt / Última Hora)

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