Standards für Eselstöter

Die Abgeordnetenkammer beschloss gestern ein Gesetz zur standardisierten Ausführung von Installationen im Straßenverkehr zur Reduzierung der Geschwindigkeit, im Volksmund auch „Eselsrücken“ oder „Eselstöter“ genannt.

Ziel ist das Design der Verkehrshindernisse landesweit einheitlich festzulegen. Auch wenn die Vorschrift den Einsatz von Reflektoren verbietet, müssen die Einrichtungen zukünftig für den Verkehrsteilnehmer erkennbar sein.

Bislang sind die Kommunen allein für die Errichtung von Hügeln zuständig, die oft nachts nicht erkennbar sind und in Einzelfällen die Straßendecke um 15 cm überragen und von dieser im 90-Grad-Winkel abstehen. Der Schreiber dieser Zeilen hat so schon einmal zwei Felgen eingebüßt, obwohl die Fahrgeschwindigkeit bei ca. 30 Stundenkilometern lag.

Falls der Senat zustimmt, müssen die Gemeinden eine Umrüstung oder den Rückbau nicht standardkonformer Hindernisse übernehmen und für die Kosten aufkommen. Für die Definition der exakten Bauvorgaben und deren Einhaltung wird bei Inkrafttreten des Gesetzes die kürzlich neu gegründete Verkehrsbehörde „Agencia Nacional de Tránsito“ zuständig sein.

Zweihundert und hundert Meter vor jedem Eselstöter sollen nach der Regel Warnschilder stehen und die Schwellen selber sollen mit Leuchtfarbe angestrichen sein. Stadtverwaltungen, die den Auflagen nicht nach kommen sollen mit 100 bis 500 Tagessätzen bestraft werden.

Ein Passus, der die Fabrikation von Reflektoren verbieten sollte, wurde aus dem Gesetz gestrichen, damit dürfen diese weiterhin für den Export gefertigt werden.

Quelle: ABC Color, Foto: Última Hora

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20 Kommentare zu “Standards für Eselstöter

  1. Eselstoeter….hoert sich ja gemein an. Gibts da kein anderes Wort fuer, z. B. Bodenschwellen oder Bremsschwellen?!?!? Ansonsten werden die hier LOMADAS genannt…. Eselstoeter……wer ist das eigentlich mit demWort „Esel“ gemeint??? Hab ich noch nie gehoert, dieses Wort…

      1. ich bin viel durch Asuncion gefahren….aber ESELSTOETER hab ich noch nie gehoert, auch nicht auf Spanisch. Wie heissen die denn in Asuncion dann? Allenfalls LOMO DE BURRO….., also „lomo de burro [col.] (Lat.Am.: Arg.) [autom.] die Bremsschwelle“ . Nichts von TOETEN…. Ausserdem wuerde es keinen Esel geben der da getoetet wurde, allenfalls wuerde der Eselskarren in Stuecke zerfallen (Quelle der Uebersetzung: www.leo.org)

          1. no….tampoco…… Nadie ni nada mata un burro….;-) Ich kenne Asuncion besser als jeder Taxifahrer und die Dinger heissen eben LOMADA…..oder LOMO DE BURRO…..Aber, ist ja auch egal, also…KEINEN STREIT!!

    1. @unica, ich habs. Lomadas sind auch Hügel also ebend auch diese Startrampen wie ich sie nenne. Die Bodenwellen werden von dem Gesetz wohl nicht erfasst und ich kann meine Flugübungen weiter praktizieren.

      Die Mataburros, wie auf dem Foto, heißen sicher so weil sich so ein Esel dort leicht die Beine brechen kann und ab da ist es WURST was aus ihm wird.

      LG

      1. @Tom…..ein Mataburro ist das hier sind „mataburros“…. Das was die da als Lomadas/Bremsschwellen aufbringen wollen sind MATA-PERSONAS…. „Wundervolle“ Unfall-Quelle und Auto-Zerstoerer…

  2. Ich finde die Dinger gar nicht schlecht, ist wie im richtigen Leben, immer für eine Überraschung gut. Wenn man auf so eine Startrampe trifft, ist das doch ein erhebenes Gefühl und im Fahrgastraum auch immer gleich Stimmung… „Mißt, aua, hast Du die nicht gesehen?“…Dann kämpfe ich mit mir nicht „klar doch“ zu sagen. 🙂

    Den letzten Satz im Artikel verstehe ich aber überhaupt nicht. Sind paraguayische Reflektore so gefährlich daß sie der eigenen Bevölkerung nicht zugemutet werden können aber andere Völker dieser Gefahr bedenkenlos ausgesetzt werden?

    Hier der Satz, welcher hoffenlich im Artikel korrigiert wird damit ich nicht ratlos das ganze WE drauf rumkaue.:

    „Ein Passus, der die Fabrikation von Reflektoren verbieten sollte, wurde aus dem Gesetz gestrichen, damit dürfen diese weiterhin für den Export gefertigt werden.“

    LG und schönes WE

      1. Das ist aus dem Spanischen wörtlich übersetzt, wenn Sie nach „mataburro“ suchen (besser mit DuckDuckgo) dann finden sie reichlich Lesestoff. In der Verwandschaft ist man sich uneins, es gibt Stimmen für „loma de burro“ und für „mataburro“. Die Kollegen von ABC Kollegen sagen mataburro sei ein Frontschutzbügel.

        1. Hallo Stefan, ich bin lang genug hier und habe schon so ein paar Kenntnisse…auch der Sprache und in Sachen Autozubehoer. Aber „mataburro“ mag vielleicht beim Google-Uebersetzer rauskommen….aber nicht hier in Paraguay. In Spanien vielleicht, nur ist das hier in Paraguay Gesprochene KEIN SPANISCHES SPANISCH….sondern Castellano….und eine ganze Ecke anders als das Spanisch von Spanien. Das was du „mataburro“ nennst ist allenfalls was zum Schlachten…oder eben die Frontschutzbuegel wie auf nachfolgender Seite ersichtlich, in Deutschland bekannt als BULLENFAENGER und hier als PARAGOLPE. Hier in Paraguay laufen einem sehr oft Rinder auf den Rutas ueber den Weg und vors Auto, da ist ein Bullenfaenger/Paragolpe schon sehr von Nutzen…auch wenn man sie gerade verbieten wolte. Und auch in Google hab ich nichts ueber ESELSTOETER oder ESELTOETER gefunden. Ist mir voellig unbekannt..dieses Wort, die Bodenschwellen oder Bremsschwellen dagegen nicht. Schau mal hier bei Google rein, hab da mal MATABURROS eingegeben und dann kam das (Du kannst meinen Kommentar gerne wieder loeschen, kein Problem, ehrlich nicht!!) https://www.google.com/search?q=mataburro&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0CCAQsARqFQoTCNHiw42KzccCFYRCkAodykAANA&biw=1366&bih=609

          1. so, hab nun eben mit einem Freund telefoniert der in Asuncion ein Autozubehoert-Geschaeft hat, FULL EQUIPO. Also MATABURRO ist ein Wort welches man ungefaehr in Bolivien oder Peru benutzt….hier nicht!! Hier ist eine Bodenschwelle eine LOMADA oder LOMO DE BURRO/LOMA DE BURRO und ein Bullenfaenger, die Dinger vorne am Auto sind PARAGOLPES. Hat mich schon beschaeftigt…ha ha. Stefan…loesch das hier wieder. Lieben Gruss

          2. Gott ! Seid ihr blöd ! Schaut nicht in Google nach, fragt euren paraguayischen nachbarn. Die Dinger heissen Mataburro, genauso wie die Balkeneinfahrten an den Eingangstoren die die Kühe am Eintritt hindern.
            Was sucht ihr in der Ferne ?
            Stefan Undorf
            schrieb am 28. August 2015 um 16:52 :
            mataburro

            – See more at: http://wochenblatt.cc/nachrichten/standard-fuer-eselstoeter/37890#sthash.7vLM3kH9.dpuf

  3. ja ja, ist schon gut, Mataburro oder Lomada sind und bleiben 2 verschiedenen Schuhe. Nun mal zu den abgebildeten Stolperfallen: Die sind ja erste Sahne um sich die Felgen und Reifen kaputt zu fahren…und ein Moped wuerde da…wenn man das nicht vorher erkennt, wahrscheinlich kopfueber fliegen. Und fuer Autos?? Wenn man da weil nicht markiert, volle Kanne rueberknallt ist das eine extrem hohe Unfallgefahr…. Dagegen sind ja die Lomadas, diese Bremsbuckel oder wie man sie nun nennen mag….nichts dagegen. Finde ich einfach viel zu gefaehrlich bei den unbeleuchteten Rutas. Unfall, Reifen und Felgen kaputt….das waere dann das Resultat. Den Eseln tun die Dinger nicht weh.

  4. Man könnte jetzt sagen: man habt ihr Probleme – ist doch alles Pillepalle….
    Doch ist es nicht. Oftmals kommen hier – oder auch in „Büchern über Paraguay“ Ausdrücke vor, die hier niemand kennt, die aus Spanien oder anderen spanisch sprechenden Ländern stammen. Daran erkennt man dann, ob der Autor des Beitrages hier lebt oder in Europa oder vielleicht hier auf Besuch ist.
    Tolle Idee vom Stefan mit dem Artikel. Ich werde auch mal meine paraguayischen Nachbarn fragen, wie sie dazu sagen.
    Vielleicht haben ja auch alle recht und in jeder Stadt nennt man die Dinger anders????

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