Sterbliche Überreste von Ex Diktator Alfredo Stroessner kommen zurück nach Paraguay

Asunción: Wie der Senator und Enkel des deutschstämmigen Diktators, Alfredo „Goli“ Stroessner gegenüber der Presse mitteilte, begann er mit den Formalitäten zur Überführung, damit pünktlich zum 3. November, der Geburtstag des Generals seine Überreste aus dem Exilland Brasilien nach Paraguay kommen.

Wie der Colorado Politiker „Goli“ Stroessner erklärte ist das brasilianische System zum Exhumieren sehr strikt und benötigt viel Geduld. Eventuell klappt die Überführung seines Leichnams bis zu seinem Geburtstag, sagte sein Enkel.

Den Antrag auf Überführung kann man erst 5 Jahre nach dem Ableben des Betroffenen stellen, dies geschah am 15. August 2006 im Alter von 93 Jahren an einer Lungenentzündung als Folge einer Leistenbruch-Operation in der Hauptstadt Brasiliens, seinem Exil nach dem Ende der 35-jährigen Diktatur.

Der Ex Diktator wurde in Paraguay formell wegen Verbrechen an der Menschheit angeklagt die Tötungen und Folter einschließen.

Alfredo Stroessner wurde am 3. November 1912 als Sohn des fränkischen Braumeisters Hugo Stroessner und der Paraguayerin Heriberta Matiauda in Encarnación geboren.

(Wochenblatt / Abc / Última Hora)

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14 Kommentare zu “Sterbliche Überreste von Ex Diktator Alfredo Stroessner kommen zurück nach Paraguay

    1. Sie sollten sich für diese Äußerung bis in den Erdboden schämen. So pietätlos spricht man nicht von einem Toten. Schon gar nicht von einem Toten den viele Menschen dieses Landes noch immer verehren. Eine derartige Äußerung über einen jüdischen Menschen in Deutschland, würde nach § 130 des Strafgesetzbuches zu einer Haftstrafe von zwei Jahren führen. Ich hoffe unsere paraguayischen Nachbarn sehen über Ihre respektlose Äußerung hinweg.

      1. Erst einmal vielen Dank für Ihre Ratschläge, denen ich allerdings käumlich nachkommen werde (vgl. folgendes): Sprechen Sie etwa von den Hinterbliebenen der nachweislich über 2.000 gefolterten und verschwundenen Menschen die unter der Regentschaft des Sacks, sagen wir mal „umgekommen und verschwunden“ sind? Woher wissen Sie dass Fritz Stroessner Jude war? Ich allerdings wusste dies nicht und es ist mir auch ziemlich egal, weil ich per se nichts gegen Juden habe: allerdings ist mir auch diese grossmaulige von Gott auserwählte Volk gleichsam allen anderen Sonnenanbetern und sonstigen lethgargischen Menschen nicht besonders sympathisch. Nochmal: ich habe nichts gegen Juden und dies nicht nur weil ich mit Elektrizität koche und auch meine Armeewaffe abgegeben habe. Was gehen mich eure Gesetzte in Deutschland an? Ich bin weder Deutscher und halte mich in Paraguay auch nicht an deutsche Gesetze, was verlangen Sie eigentlich von mir für einen Schwachsinn? Schöne Nachbarn haben Sie! Welche sicherlich zu der Ihrigen Einstellung passen. Auch wenn SIE finden, dass Fritz Stroessner viel dem Land Paraguay gebracht hat, so hoffe ich nicht, dass Sie in diesem Forum auch noch kommunizieren, dass Sie die Praktiken anderer Diktatoren für gut befinden und sie dem jeweiligen Land viel gebracht hätten. Schauen Sie sich Paraguay heute an: 4. Welt Land! OK, zwei Punkte mehr als Afghanistan gebe ich. Nein, ich wandere deshalb und auch nicht wegen Ihren Ratschlägen wieder aus. Das mache ich, wann es mir passt. Was hat Fritz Stroessner ausser Leid und Elend den Opfern und Hinterbliebenen von nachweislich über 2.000 Menschen gebracht? Na, schreiben Sie mal darauf los!
        Schreiben Sie aber bloss nicht: gute Infrastruktur der Strassen-, Strom- und Wassernetze, wenn Sie nicht möchten, dass ich einen Lachanfall bekomme.

  1. Eine Beleidigung sonder gleichen. Obwohl von mir aus jeder schreiben kann was er will. Der Leser selbst entscheidet, wie er jeden Kommentar aufnimmt.

    Bei Strössner war nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht. Er hat das Land aus dem Dreck geholt und es politisch sowie wirtschaftlich stabilisiert. Gestohlen wurde unter dem Diktator auch wesentlich weniger und von der Sicherheit erst gar nicht zu reden. Es gab praktisch keine Kriminalität. Und die paar Kriminellen die es gab wurden von der Gesellschaft fern gehalten. Dafür gab es „lagerenza“ im Chaco. Dort waren sie gut aufgehoben.

    1. Naja, nachweislich ein paar tausend Menschen gefoltert und verschwinden lassen, aber „sonst war nicht alles schlecht“. Jaja, Asuncioner, ein super Typ dieser Dictador Stroessner, offenbar gehören Sie nicht zu den Hinterbliebenen und haben die Folterkammern auch nicht persönlich und aktiv miterleben müssen, wie wahr!

  2. Stroessner wurde in Paraguay gebohren. Also kann er keine Jude sein. Und das dieser Mann ein Diktator war, ist ja wohl nicht umstritten, Auch wenn er nicht selbst gemordet hat, so gab er doch die Befehle. Er hat dem Land geschadet. Und das die Paraguayer, ihn immer noch verehren ist ein Maerchen. Das gerne in die Welt gesetzt wird. Aber die entscheidung liegt bei der Familie Stroessner. Ich hoffe das die Ueberreste, Anonym beerdigt werden, das hier kein Personenkult aufgebaut werden kann. Denn auch hier in Paraguay, gibt es ignoranten. die auch den Teufel hinter her laufen wuerden. Nur weil sie meinen, es war in dieser Epoche besser. In einer Diktatur, ist nichts besser, im gegenteil. Und das in einer Diktaur, weniger , bzw keine
    Verbrechen vor kamen, ist auch ein Maerchen.

    Nur wer in einer Diktatur, aufgewachsen ist, bzw sie miterlebt hat, kann sich ein Urteil erlauben.

  3. …darf man fragen ob ano nym und froehlich schon zu sroesseners zeiten ueberhaupt hiehr ansaessig waren…denn waere es so , faellt es mir sehr schwer , diesen kommentaren glauben zu schenken…denn fakt ist nun mal , das der mann aus diesem land etwas geschaffen hat und seine manipulanten mit recht aus dem verkehr gezogen hat . dessweiteren sollte es auch nicht unerwaehnt bleiben , unter welchem druck der geliebte alfredo von seinen nachbarstaaten stand . sind es nicht nur die pyer sondern auch die nachbarlaender die jahrzehnte spaeter immer noch ihren nutzen daraus ziehen . hat der ehrenwerte mann nicht fuer unser aller wohlbehagen gesorgt , so das damals niemand hunger leiden musste . war es nicht er , der die immigration der meist deutschvertriebenden foerderte und er sie als seine kinder aufnahm da sie sich durch fleiss , diziplin und ordnungssinn auszeichneten . es scheint mir , das manche kommentatoren wohl vergessen haben , dass das wirtschafliche rueckrad paraguays auf die arbeitsamkeit der deutschen , canadischen und selbst der russischen mennoniten zurueck zu fuehren sind . denn ohne unserer fleissigen vorfahren , die die gruene hoelle erst urban gemacht haben , wuerde der pyer noch heute auf seinem baum sitzen , und der neudeutsche nicht in seiner villa . ps.ich hoffe sehr das herr paessler auch nicht diesen kommentar wieder zensiert . ansonsten hat das mit einem freiem forum nichts mehr ansatzweise zu tuen . mfg 240d

    1. Ich denke wie Sie, dass es richtig ist, dass Stroessner unter einem enormen Druck stand. Es ist und war sicherlich nie leicht sich an der Macht zu halten.
      Ich lebte zu Stroessners Zeiten noch nicht in Paraguay. Auch bin ich weder Zeuge noch Opfer von Folterungen oder Morden, welche unter Stroessners Regentschaft geschehen sein sollen.
      Dennoch ist es mir zuwider, wenn sich Regierungschefs mit folgenden mutmasslichen Mitteln an der Macht halten: Im Senatorenhaus sitzen ihm wohlgesinnte Vasallen-Senatoren, welche für „Gefälligkeiten“ Land „geschenkt“ bekommen. Dies verursacht noch zur heutigen Zeit Probleme: Es kamen damalige Senatoren für einen Pappenstiel zu sehr viel Land, welches ihnen und dem Familienclan heute noch gehöre. Des Weiteren wurden „Folter-Gefängnisse“ aus Stroessners Zeiten gefunden, dies sind also schon Indikatoren, dass dazumal gefoltert wurde. Dann kommen noch Tausende von Mütter und Schwestern hinzu, welche das Verschwinden ihrer Söhne bzw. Brüder bezeugen.
      Wie User Georg Froehlich aussagt, finde ich es auch richtig, dass die Knochen nicht nach Paraguay kommen. Um einen Personenkult zu verhindern. Schliesslich gibt es hier in Paraguay sicherlich viele Menschen welche unter Stroessner sehr reich wurden – wie auch immer – und sein Werkeln für gut befinden.
      Persönlich halte ich wenig von Regierungschefs, welche zuvor in den Homovereinen Militär oder Kirche tätig waren, denn sie können einfach von Soziologie, Politologie und Wirtschaft uvm. keine Ahnung haben. Selbst solche können nicht alles falsch machen, doch können fähige Menschen viel mehr und auf eine gerechtere Art und Weise etwas für das Volk tun.
      Mag sein, dass unter Stroessner gewisse Infrastrukturen geschaffen wurden, jedoch möchte ich zu bedenken geben, dass alle die Gelder, welche unter Stroessner mutmasslich in die Taschen seiner Familie und seiner Vasallen flossen, veruntreute Gelder sind.
      In gewisser Weise gebe ich allen Befürworter von Strossners Machenschaften Recht, dass ich wenig Ahnung vom tatsächlich Geschehenem habe, da ich zu Stroessners Zeiten noch in die Windeln gemacht habe. Dennoch, sollte etwas Wahres an meinen Vorwürfen dran sein, so kann ich es nicht tolerieren, einen solchen Mann zu ehren. Es liegt mir fern mich über tote Menschen lustig zu machen, nicht aber über tote Scheusale, welche mit allen Mitteln genau dies zu erreichen versuchten, nämlich dass man Jahre nach ihrem Tode noch von ihnen spricht und sie in die Geschichte eingehen. Genau das finde ich so bedenklich, dass die Menschheit genau solche Scheusale, welche mit ihrer Gier in die Geschichte einzugehen, Tausende wenn nicht Millionen von unschuldigen Menschen auf dem Gewissen haben, so auch Stahlin, unter dessen Regentschaft Millionen verhungert sind oder eines George W. Bush: bis heute wurden noch keine C-Waffen gefunden.

    2. wie mir scheint, sind sie ein Ignorant. meine Familie
      sind Paraguayer. Die, wie viele andere haben unter der Diktatur leiden muessen.So was, kann nur ein Dummer Junge, von sich geben.

  4. @240d mein letzter Beitrag bezog sich auf sie.

    Wer eine Diktatur verteidigt, ist ein Schwachkopf.
    Ich gehoere zu den Millionen Vertriebenen, aus den
    Ostgebieten. Also, erzaehlen sie mir nichts ueber eine
    Diktatur. Man sollte, die Paraguayer fragen, was so schoen war an dieser Epoche. Haben sie je eine Folterkammer, aus der Naehe gesehen? Sie sollten sich mehr fuer die Geschichte interessieren . Paraguay tut sich sehr schwer, mit der Aufklaerung der Geschichte.
    Warum gibt es keine Strassen, keine Kasernen, oder anderes, was an Stroessner erinnert ?

    Weil die Paraguayer, nicht mehr erinnert werden wollen, an diesen Menschen

  5. Wer soviel (ano nymes) Zeug schreibt ist eben ein Vollblutdemokrat, der es nicht fassen kann, daß seine Massendemokratur nicht von jedem als die Krone menschlicher Schöpfung angesehen wird.

    Die Tyrannen in einer Demokratie heißen eben „jedermann“, „man sagt“ und „politisch korrekt“. Das Fehlen von Konzentrationslagern und Massendeportationen ist kein Zeichen von Demokratie oder Rechtsstaat, sondern lediglich der Beweis einer fortgeschrittenen Egalität und das Fehlen einer echten Opposition. Die Massendiktatur ist jedoch nicht alleine durch die Herrschaft der Mehrheit so gefährlich für die Freiheit aller, sondern durch ihre besonders leichte Manipulierbarkeit.

    Die gewählten Volksverräter vertreten im besten Fall aus Unkenntnis, Dummheit und größter Einfältigkeit die Masse, meistens jedoch nur sich selbst, aber wirklich immer den Staat. Alle wichtigen Volksverräter sind jedoch nicht etwa von Lobbyisten beeinflußt, sondern sie sind die Lobbyisten. Sie vertreten die Interessen der Strippenzieher, des Money-Trusts, der anglo-amerikanischen Eliten, der Bilderberger, der Trilateralen Kommission u.s.w. (in Paraguay sind es eben 150 Oligarchen die im selben Dorf leben) Allen anderen ahnungslosen Mehrheitsbeschaffern kann man nur bedingte Fahrlässigkeit vorwerfen.

    Im übrigen bedeutet Demokratie nicht die Herrschaft des Volkes, sondern es waren die „Vollmitglieder“ einer Gemeinde (demos). Nicht wahlberechtigt waren in Griechenland Sklaven, Frauen, Ausländer (nicht aus der direkten Gemeinde), teilweise auch nicht Steuerzahlende u.s.w. Die Parteiendiktatur der Massendemokratur war damit auf jeden Fall nicht gemeint.

    Ach ja, demokratische „Führer“ wie Obama bekommen für 2.000 Menschenopfer den Friedensnobelpreis und das sind nur die Zahlen an Menschen die die westlichen Demokratien wohl eher jährlich foltern und töten.

    @fröhlich: Wir stammen aus Allenstein (Ostpreußen) und sind auch von einer Diktatur vertrieben worden – genannt Bolschewismus…

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