Steter Tropfen höhlt den Stein

Asunción: Die Frente Guasu (FG) will die Steuer bei dem Export von Soja, Weizen und Mais in Höhe von 15% durchsetzen. Der Verband Capeco ist besorgt über die neue Initiative. Das Thema wurde schon des Öfteren diskutiert.

Bei einer regulären Sitzung des Senats forderte der Senator Carlos Filizzola, dass die vorgeschlagene Steuer auf Soja und weitere landwirtschaftliche Produkte in der nächsten regulären Sitzung behandelt werde, die kommende Woche stattfindet.

José Berea, Präsident von der paraguayischen Kammer der Exporteure und Händler von Getreide und Ölsaaten (Capeco) ist besorgt über die Initiative. Er drückte seine Ablehnung für das Vorhaben aus und bezeichnet das Thema als unfair.

„Das Thema nimmt kein Ende. In der Landwirtschaft wird schon eine Mehrwertsteuer von 5% abgeführt, zudem sind die Grundsteuern erhöht worden“, sagte Berea.

Er fügte an, dass die geplante Besteuerung zu Lasten der Produktion führen werde. 60.000 Landwirte dürften davon betroffen sein.

Noch aber bleibt ein Fünkchen Hoffnung, dass das Ansuchen abgeschmettert wird. „Auch der Staatspräsident Horacio Cartes hat sich mehrmals gegen diese Besteuerung ausgesprochen, weil er verstand, dass dies die ganze Produktion bedroht. Er legte für so ein vorangegangenes Projekt sein Veto ein“, erklärte Berea. Er will sich mit anderen Verbänden treffen und das weitere Vorgehen abstimmen.

Durch die Regenfälle im April und Mai kam es zu Ernteausfällen in Höhe von 170 Millionen US Dollar im landwirtschaftlichen Sektor. Zudem sollen die Erträge niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr.

„Die Mais- und Weizenernte wird geringer ausfallen als die erste Sojabohnenernte, aber die Winterkulturen wurden schwer beschädigt“, erklärte Berea.

Quelle: Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Steter Tropfen höhlt den Stein

  1. Das Geschrei, man müsse die Exporte bestimmter Produkte erhöhen, verstummt scheinbar nicht. Wenn man etwas will, dann muss man dies aber auch begründen können. Was soll nun diese zusätzliche zu erhebende Steuer sein? Soll es eine zusätzliche Einkommensteuer sein? Dafür ist ja bereits die „Impuesto a la Renta“ da, die von jeder ordnungsgemäß angemeldeten und auch vorschriftsmäßig buchführenden Firma, in diesem Fall Exportfirma, erhoben wird, und ohne Ausnahme darauf, welche Produkte von dieser Firma immer auch exportiert werden. Soll es die Mehrwertsteuer sein? Davon sind zum Export bestimmte Produkte befreit. Das ist eine internationale Angelegenheit. Denn das Land, das seine Exporte mit Mehrwertsteuer belegt, ist dann durch eine Doppelbesteuerung weltweit nicht mehr konkurrenzfähig. Auch Deutschland erhebt keine Mehrwertsteuer von seinen Exporten. Denn diese werden dann im Ankunftsland dafür mit der Einfuhr-Umsatzsteuer belegt, in der selben Höhe wie die Mehrwertsteuer im Empfängerland, und diese Einfuhr-Umsatzsteuer ist dann im Inland beim Verkauf der Ware wiederum als Vorsteuerabzug abzugsfähig. Hätte man die Ware im Ursprungsland mit einer Mehrwertsteuer auf Exporte belegt, wäre dies eine Doppelbesteuerung und der Preis der wäre dann unnötigerweise aufgebläht, was die Exporte eines jeden Exportlandes bremsen würde. Man will also, weil angeblich die Exporteure von Soja, Weizen und Maiz zu viel verdienen, ihnen eine weitere Steuer auferlegen. Nur weiss man nicht, wie man das begründen will. Denn eine Steuer auf das Einkommen wäre eine Einkommensteuer, zu Spanisch Impuesto a la Renta. Es gibt aber keinen „Impuesto a la Renta“ nur auf Gewinne, die aus dem Export ganz bestimmter Produkte erzielt werden, denn dafür gibt es die bereits existierende „Impuesto a la Renta“ Welche Begründung soll dann diese besondere Steuer haben?? Das ist es, was mir bisher noch niemand zutreffend erklären konnte. Nur „weil er viel verdient“, das ist als Begründung nicht genug.

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