Steuerschlupfloch bei den Taxiunternehmern aufgedeckt

Asunción: Nachdem Uber in Paraguay Fuß fassen will, forschte man bei den Taxiunternehmern genauer nach und entdeckte ein großes Steuerschlupfloch. Insgesamt werden in dem Sektor pro Jahr nur 204 Millionen Guaranies an Steuereinnahmen generiert.

Die meisten Taxifahrer stellen keine legalen Rechnungen aus. Insgesamt beträgt ihr Anteil 30,8% der Steuerhinterziehung, die im Land existiert.

Noelina Fariña, Leiterin für Steuerbelange vom Sekretariat für Steuern (SET), bestätigte, dass zwar mehr als 5.000 selbstständige Taxifahrer existieren würden, jedoch nur 2.466 eine Steuernummer (RUC) haben. Von denjenigen, die registriert sind, stellen nur wenige legale Rechnungen aus. Im Zuge dessen kam es zu den geringen Steuereinnahmen in dem Sektor im Jahr 2017 in Höhe von 204 Millionen Guaranies.

„Egal ob Fahrer Taxis mieten oder mit anderen Personen teilen, sie müssen eine RUC-Nummer besitzen“, sagte Fariña. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn Fahrer ein festes Gehalt haben, dann ist der Prozedere nicht notwendig. Jedoch müssen diese dann in dem Institut für soziale Sicherheit (IPS) angemeldet sein.

„Kunden müssen ab einem Betrag von 20.000 Guaranies eine Rechnung bekommen“, sagte Fariña. Die Strafe für eine Nichtausstellung beträgt 1,3 Millionen Gs.

Fariña erklärte, dass bereits Gespräche begonnen hätten, den Taxiservice im ganzen Land zu regulieren. „Wichtig ist es jetzt, einen Standard zu implementieren und zu prüfen, wer bereits registriert ist und Rechnungen ausstellt. Eine Formalisierung wird den Taxiunternehmern ein gutes Image geben“, erklärte sie.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Steuerschlupfloch bei den Taxiunternehmern aufgedeckt

  1. So eine beschi***e Factura haendisch auszufuellen bei jedem Fahrgast dauert halt- und summiert wuerden man weniger Fahrgaeste transportieren – abgesehen von der hoeheren Steuerlast. Da kann ich die Taxifahrer schon verstehen. Allerdings koennte auch die Taximafia die Steuerbehoerde beeinflussen, doch bitte nicht so streng zu sein. Viele Fahrer werden durch die reichen Eigentuemer ausgebeutet, 24 h-Schichten sind nicht selten.

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