Straßenblockaden geplant

Asunción: Am heutigen Tag wollten eigentlich rund 1.000 Autoaufpasser und Scheibenputzer zur Stadtverwaltung marschieren und da über das Arbeitsverbot ihren Unmut Ausdruck zu verleihen. Der Regen unterband dies. Für Morgen sind Straßensperren geplant.

Eine Bevölkerungsgruppe im mittleren Alter, die sich einer Tätigkeit hingibt, die weder gewollt, noch formalisiert ist und die eigentlich keine Arbeit ist, reklamiert das Recht darauf. Sie sind weder erfasst noch zahlen sie Steuern, sie bedrohen Kunden und zerkratzen Autos und dennoch muss man sie ertragen. Selbst das Verbot traut sich keiner umzusetzen.

Für den morgigen Mittwoch sind Blockaden im Innenstadtbereich geplant, um auf das Problem der 1.300 Autoaufpasser aufmerksam zu machen. Dazu konnte es nur kommen, weil die breite Autofahrende Bevölkerung nicht zuvor auf das Problem der Aufpasser aufmerksam machte und sich gegen sie zur Wehr setzte. Sie erklärten in kurzen Statements gegenüber der Presse, dass sie dem Bürgermeister die Stimme gegeben hätten und er sie nun betrügt. Doch diese Aussage ist vollkommen abwegig, da die Stadtratsversammlung Oscar Rodriguez wählte und nicht die Autoaufpasser. Das Argument griff zu Zeiten von Mario Ferreiro, ist jetzt jedoch völlig unsinnig. Abgesehen davon, dass die neue städtische Anordnung schon fast ein Woche in Kraft ist, änderte sich an den Kreuzungen und auf den Straßen der Stadt nichts.

Wochenblatt / Hoy

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7 Kommentare zu “Straßenblockaden geplant

  1. Alles nur Wirbel für nichts! Alle Jahre wieder Verbote für Scheibenputzer und Autoaufpasser. Was hat es bisher gebracht? NICHTS! Solange in diesem Land eine Amigomentalität vorherrscht, wird NIEMAND einen ANDEREN ernsthaft anschwärzen oder gar bestrafen. Erlasse und Gesetze gibt es viele, sogar sehr gute. Doch das Problem dabei ist, daß diese Gesetze/Erlasse nicht konsequent überwacht und sanktioniert werden. Hin und wieder mal eine Spontankontrolle um den Schein zu wahren – das war´s dann auch schon. Diese Kultur ist geprägt von Chaos und Disziplinlosigkeit, von Egoismus und Verantwortungslosigkeit. Wer und was sollte also irgend etwas bewegen? So sind sie halt, die Paraguayer – besser man regt sich nicht darüber auf und richtet es sich ein. Es wird sich niemals was ändern. Da fallen eher die Sterne vom Himmel.

    1. Oh bitte, es hat sich in den letzten 10 Jahren schon viel zu viel verändert, ich wünschte es wäre wieder so wie damals, da war alles noch leichter, lässiger und gemütlicher, wenn du alles so korrekt willst frage ich mich was du hier machst? Dann bist du im falschen Land gestrandet, und ich habe gar nichts gegen diese amigowirtschaft, im Gegenteil es hat seine Vorteile wenn man weiss sie zu nutzen.

  2. Lasst diese Leute arbeiten so haben sie wenigstens ein kleines Einkommen legal erworben und werden nicht kriminell den kriminelle Typen gibt es in Paraguay mehr als genug!

    1. Kleines Einkommen? Scheibenputzer vielleicht, aber die Autoaufpasser verdienen z. T. 7 Millionen Gs. wie im WB stand, Geld praktisch für Nichtstun, reine Abzocke der Autofahrer.

    2. Sind alles kriminalle.sind unsere autos wie pferde das jemand sie musz futter und wasser geben?So unverschaemtest giebt es nicht mal in Africa.

  3. Diese Verbrecher, die sich Aufpasser nennen, sollte man alle für ein paar Wochen einsperren und ihn jeden Tag auf die Finger klopfen.
    An mir verdienen die schon lange nichts mehr. Ich fahre nur noch mit dem Taxi ins Zentrum.
    Denn auch Parkhäuser sind reine Abzocken und von der PMT wollen wir garnicht erst sprechen.
    Asuncion ist so unberechenbar geworden, dass es überhaupt keinen Spaß macht, selbst zu fahren.
    Daher Bus und Taxi. Ist unterm Strich billiger und streßfreier.

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