Streiks im öffentlichen Sektor

Asunción: Während der angekündigte Streik der Finanzbeamten um weitere fünf Tage aufgeschoben wurde teilten die Gewerkschaften der Lehrer des Landes nach konträrer Aussage der Abc Color mit, weiterhin drei Tage keinen Unterricht zu geben, womit der Druck auf das Bildungsministerium (MEC) wächst, den Haushaltsplan für 2013 um weitere 9 Millionen Euro auszuweiten.

Wie heute Morgen veröffentlicht wurde, sehen die Dozenten-Gewerkschaften nicht ein, dass Gesetzgeber ihre eh schon überhöhten Bezüge selbst anheben während rund 100.000 Lehrer des Landes weiterhin rund um ein Mindestgehalt verdienen.

Sie fordern für das kommende Jahr Mindestlohn für alle Halbtagskräfte sowie Familienzuschläge diverser Natur.

Der Stundenausfall zum Ende der zweiten Etappe des Schuljahres wirkt sich wie als Druckmittel gewollt negativ auf die Bildung der Kinder aus. Neben öffentlichen Schulen beteiligen sich auch private jedoch subventionierte Bildungseinrichtungen.

Die Angestellten des Finanzministeriums ließen sich im Gegensatz dazu verleiten, ihren Streik auszusetzen bis klar ist, ob sie statt der 13 ganze 18 Mindestgehälter pro Jahr verdienen werden.

(Wochenblatt / Abc / Hoy)

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1 Kommentar zu “Streiks im öffentlichen Sektor

  1. Was die Qualität der Schulbildung anbelangt sind wir in Südamerika leider nicht beispielgebend, sondern an letzter Stelle. Aber jedes Land hat einen Pferdefuss. Man kann nicht alles haben. Wie qualifiziert die Lehrer sind sieht man daran, dass die Aufnahmeprüfung, um beim Staat eine Stelle als Lehrer zu bekommen, die Hälfte der Bewerber nicht schafft. Aber es gibt ja jede Menge privater „Colegios“.