Stroessner fehlt

Kolonie Independencia: Die Strecke zwischen Mbocayaty und der Kolonie Independencia, Fernstraße 8, Dr. Blas Garay, wurde von Alfredo Stroessner initiiert. Nun ist sie wohl am Ende, dank dem MOPC und der Demokratie.

Gustavo Melgarejo nutzt die Strecke des Öfteren als LKW Fahrer. „Es ist schwierig den Schlaglöchern auszuweichen insbesondere bei Gegenverkehr. Früher hatte die Straße lange eine gute Substanz. Es fehlt wohl wieder ein Alfredo Stroessner“, sagte er.

Viele Zuckerrohrproduzenten nutzen die Strecke. Der schlechte Zustand ist nun eine Qual für sie. Vor allem kommen auch Sojalieferungen über die Route.

Carlos Cassati vom Ministerim für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) sagte: „Wir haben die Beschwerden an die Verantwortlichen nach Itauguá weiter geleitet. Nächste Woche werden die Schäden behoben sein“.

Wochenblatt / ABC Color

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14 Kommentare zu “Stroessner fehlt

  1. Diese Straße hatte früher eine gute Substanz (Gustavo Melgarejo, LKW Fahrer)? Ich jedoch sehe auf dem Foto, dass diese Straße genau so gemacht ist wie alle noch besseren Straßen Paraguays: Da haben mal ein paar Handwerksmeister ein paar Steinchen verlegt, fast so gut wie es die Römer vor +o- 2000 Jahren hin gekriegt haben. Geschätzte 50 Jahre später hat man die Pflastersteine mit Schokolade überzogen, aber nicht zu dolle, da die meiste schon während den Arbeiten weggeschmolzen ist und wieder zu Geld gemacht wurde.
    Ja, gut, ok, als gebürtiger Paraguayer würde auch ich dazu meinen: Straße mit guter Substanz. Oder auch: Wenigstens Straße mit Schokoladenbezug, sieht man ja auch nicht so oft.
    Auch wenn mein Kommentar aufgrund meiner 1. Welt-Krankheit völlig fehl am Platz ist, aber Schokolade – und sei sie auch 1 bis 2 cm dick – hält einfach mehr als einmal Regen nicht aus.
    Aber Erfahrungen machen schlauer, bei der nächsten ähm Straße werden bestimmt ein paar US-Millionen mehr für Schokolade ausgegeben werden, dafür bekommt sie einen auch 2,1 cm Überzug. In ein paar Millionen Jahren – kurz bevor die Sonne vor dem Implodieren ist – wird man sogar aus seinen Erfahrungen erkannt haben, dass so eine Fundament aus Sand und Kies gar nicht schlecht gewesen wäre, damit man ähm Straße nicht alle 14 Tage ähm reparieren muss bzw. sollte. Vielleicht ist dank neuem paraguayschem Satelliten im Weltall schon mit Bürgersteig und Kanalisation zu rechnen, wer weis.

  2. Setze Deinen Rahmen, und bezeichne die Kräfte als „Mitte“, die die Lebensinteressen des (Deutschen) Volkes vertreten. Extremisten sind umgekehrt die Kräfte, die die Lebensinteressen des (Deutschen) Volkes mit Füßen treten.
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1441655912590521&set=a.328568170565973.79372.100002383780147&type=3&theater https://www.befreiungspsychologie.info/2017/09/06/wie-wirkt-die-flucht-aus-einem-tv-studio-psychologisch-befreiungs-impuls-59/

  3. „Carlos Cassati vom Ministerim für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) sagte: „Wir haben die Beschwerden an die Verantwortlichen nach Itauguá weiter geleitet. Nächste Woche werden die Schäden behoben sein“.“

    Wenn ich das schon lese, dann weiss ich dass „nächste Woche“ eigentlich „frühestens in 3 Monaten“ heisst.

  4. Nun die Vergangenheit verklärt so vieles. Die Sicherheit für den nicht politischen interessierten Bürger war weitgehend gesichert. Die heutige Demokratie ist das Gegenteil. Schade, dass man die heiß ersehnte Demokratie schon so lange mit Füßen tritt.

  5. Stroessner wie auch früher die Monarchen konnten in einem offenen Wagen durch die Menge fahren, denn sie waren als Autoritäten im Volk beliebt. Heute fahren die demokratisch gewählten Staatsoberhäupter in gepanzerten Wagen durch die Menge oder per Hubschrauber zu ihren Amtssitz und anlässlich Wahlveranstaltungen laufen sie die Gefahr mit Tomaten beworfen zu werden.

    1. Ein grober Denkfehler, lieber Ramon! Es gab zu keinem Zeitpunkt der Geschichte „liebe Volksautoriäten“ die nur das Wohl des Volkes im Auge hatten. ALLE hatten nur ein Ziel: DIE MACHT! Wer da quer kam, wurde immer rücksichtslos aus dem Verkehr gezogen. Ganz ohne öffentlichen Aufschrei, alles geheim „im Interesse des Staates“. Der Unterschied zwischen einer Diktatur und der Demokratie ist u.a. eben der, daß in einer Diktatur nur scheinbar Ruhe und Ordnung und Frieden herrscht. In Wirklichkeit wird jegliche Opposition im Keime erstickt. Querulanten und Kritiker landen im Gefängnis, werden heimlich gefoltert und getötet. In einer Demokratie dagegen herrschen in vielerlei Hinsicht völlige Freiheiten bis hin zum Chaos und dem Ausleben von blankem Egoismus. Das alles wird für die Öffentlichkeit sichtbar, in der Diktatur bleibt es unsichtbar und wird ausgemerzt. Die Frage ist so alt wie Menschheit: WAS IST BESSER? Wer einmal in einer Diktatur gelebt hat will diese nie mehr. Wer in der Demokratie lebt, sehnt sich nach einer Diktatur. Der Mensch weiß nicht was er will und ist die Ursache allen Übels, weil er nicht mit der Freiheit umgehen kann. Das beste wäre eine autoritäre Demokratie – aber wie genau sollte die funktionieren? Das Chaos der Meinungsverschiedenheit würde da schon wieder beginnen.

      1. Demokratie gibt es weder in der Natur noch in der christlichen oder sonstigen Religionen. Können wir uns vorstellen, dass die Engel wählen wer von ihnen die nächsten 4 Jahre Gott sein soll? Dann würde volles Chaos herrschen.

      2. @ Simplicus

        Ich stimme @ Ramon zu. Desweiteren behaupte ich dass es keinen Unterschied zwischen einer Demokratie und Diktatur gibt. Der ehemalige Premierminister von Großbritannien Churchill hat einmal gesagt….Es gibt nur Diktaturen und die Demokratie ist die „Sanfteste“ unter den Diktaturen….“
        In einer Demokratie gibt es absolut keine Freiheiten. Alles wird geregelt und mit Verordnungen belegt welche unter Beimischung von Scheinheiligkeit dem Volke untergejubelt werden.
        Machterhalt der Parteien hat oberste Priorität. In den meisten Verfassungen steht zwar: „Alle Macht geht vom Volke aus“, nur in der Realität ist das reiner „bull-shit“. Die Abgeordneten belügen 4 Jahre lang ihre Wähler und versprechen den Himmel auf Erden. Dann werden sie gewählt und wenn sie dann die von ihnen abgegebenen Versprechen vorlegen werden sie so klein gemacht dass unter jeden Teppich passen. Ihnen wird erst einmal die einzigste Regel beigebracht die zählt: FRAKTIONSZWANG. Das ist pure Diktatur. In den westlichen Regierungen gibt es Tausende von Beispielen dieser sanften Diktatur. Beste und letztes aktuelles Beispiel: Das britische Parlament. EIN MANN schickt ein ganzes Parlament in den Zwangsurlaub und provoziert eine Staatskrise.
        Ich persönlich ziehe einen sichtbaren Diktator vor den ich ggf. analysieren und für meine Zwecke einspannen kann, als Hunderte von Parlamentariern die nur auf Machterhalt aus sind. Kritiker werden genauso kalt gestellt wie in einer reinen Diktatur, nur mit „feineren“ Methoden. Man muss nur einmal die Geschichte der letzten 50 Jahre analysieren.
        Im Grunde bestätigen Sie meine Meinung denn wenn Sie von einer “ autoritären Demokratie“ sprechen meinen Sie absolute Demokratie.
        Es ist viel zu einfach wenn man sagt dass Demokratie besser sei als Diktatur. Ich persönlich bin der Meinung dass es heute noch Länder gibt wo eine autoritäre Demokratie (= Diktatur) besser funktionieren würde als die liberale Diktatur (Demokratie). Schauen Sie sich die afrikanischen Länder an, und auch Südamerika. Die Leute sind noch nicht reif für diese angebliche totale Freiheit.
        Ich habe Jahrzehnte während der Stroessner-Zeit in PY gelebt und kann persönlich nur sagen, dass es den Leuten besser ging als heute. Als ich nach Paraguay kam konnte ich mein Auto offen auf der straße stehen lassen, sogar noch mit Schlüssel, und heute? Zu meiner Zeit hatten die wenigsten Häuser einen Zaun oder Mauer. Aber jeder hat Privateigentum respektiert und es nicht ohne Erlaubnis betreten.
        Die Leute waren zufrieden und hatten keinen Hunger, selbt nicht die Landbevölkerung. Das was sich heute in Paraguays abspielt existierte noch nicht einmal im Traum der damaligen Bevölkerung (im Negativen).
        Es gibt kein System wo alles 100% funktioniert und Korruption gibt es in europäischen Staaten genauso wie in PY. Nur hier alles einen schönen Namen und kostet viel. Geld. Man spricht nicht Korruption sondern Lobbyismus der Millionen umsetzt. In Asuncion konnte ich ein „Falsch Parken“ direkt mit dem Abschleppwagen regeln. In Deutschland würde so etwas eine Strafanzeige wegen Bestechung mit Gefängnis bedeuten. Hier funktioniert so etwas erst bei siebenstelligen-Summen.
        Wir hatten Jahrzehnte lang eine stabile Wirtschaft in Paraguy, der Guarani wurde nie abgewertet. Und was ist alles nach Stroessner passiert? Und die die ihn verraten haben, haben es besser gemacht?
        Nichts für ungut, aber man muss nur die Fakten analysieren.

        1. @Benno sch….

          Die Zeiten haben sich geändert und auch die Diktatoren. Die Strukturen der Weltpolitik sind international besser vernetzt. Heute kann sich kein Diktator mehr sicher sein in seinem Land alles machen zu können was ihm gefällt (s. Venezuela).
          (…) Dass man Diktatoren für seine Zwecke einspannen kann…“ muss man aus einem anderen Blickwinkel sehen.
          Die Staatengemeinschaft, die im Grunde genommen auch nur eine Diktatur ist, ist seit den 80-ziger Jahren dazu übergegangen nationale Diktatoren für ihre Zwecke einzusetzen und je nach Sachlage werden sie danach ausgeschaltet oder dürfen weiter unterdrücken. Ich nenne mal 3 Namen als Beispiel: “ Der Ortega-Clan in Nicaragua“, “ Hussein, Ex-Präsident vom Irak“ und “ Assad von Syrien“.
          Sie wurden und werden von der Staatengemeinschaft oder einzelner Staaten: im Fall von Nicaragua von den USA ; – im Fall von Syrien von Russland ; – und im Fall des Iraks von der Staatengemeinschaft angeführt von den USA – für eigene Zwecke benutzt und eingespannt. Nehmen wir das Beispiel Irak mit dem gestürzten und getöteten Ex-Diktator Hussein.
          Der erste Golfkrieg 1980 zwischen dem Iran und Irak hatte als Auslöser angebliche Grenzstreitigkeiten zwischen beiden Ländern. Der wahre Hintergrund aber wahren Befürchtungen Saddam Husseins die irakischen Shiiten könnten versuchen auch im Irak eine islamische Revolution zu entfachen.
          Das wiederum verursachte bei den USA und der westlichen Staatengemeinschaft Kopfzerbrechen weil die Gefahr einer „islamischen Revolutionswelle“ die ganz Europa überschwemmen könnte bestand.
          Also beschloss man Hussein für die eigenen Zwecke zu gebrauchen, stützte ihn in seinem Krieg gegen den Iran mit enormen Waffenlieferungen und militärischen Beratern und hoffte so die islamische Revolution stoppen zu können.
          Allerdings waren die Iraner auf lange Sicht stärker und setzten auch die Kurden im Norden Iraks gegen Hussein ein. 1988 ließ Hussein die bekannten Giftgas-Bomben gegen die Kurden einsetzen und konnte so einen Waffenstillstand durchsetzen. Allerdings war die irakische Wirtschaft total zerstört.
          Einzigste Rettung der Wirtschaft Iraks wäre die Erhöhung der Erdölproduktion gewesen. Dagegen sprach sich Kuweit aus Angst vor einem Preisverfall aus.
          Die Antwort des Iraks darauf war die Kriegserklärung und Einmarsch in Kuweit 1990. Die USA, Großbritannien und andere westliche Staaten empfanden dies als eine Bedrohung und stellten sich gegen Hussein. Aus Freunden wurden Feinde. Mit Lügen und getürkten Werbekampagnen gegen Hussein bereiteten die USA den Krieg gegen den Irak vor. Wir kennen ja alle die Geschichte und wie sie endet.
          Hussein wurde jahrelang von der Staatengemeinschaft für ihre Zwecke missbraucht und als er nicht mehr den Vorgaben folgen wollte wurde er abserviert.
          In Syrien geschieht das Gleiche nur mit den Russen als „Anführer“.
          Sie sehen es ist also möglich einen Diktator für seine Zwecke zu gebrauchen.
          Man muss aber gar nicht so weit gehen sondern sich mal mit dem “ Partido Revolucionario Febrerista (PRF) zu Stroessners Zeiten (ab 1964) befassen. Sie haben durch taktische Schachzüge teilweise Stroessner für eigene Zwecke benutzt. Später haben sie Lugo unterstützt.
          „…So ist es heute in der Politik und bevor man Diktatoren aus dem Amt wirft oder sie unschädlich macht, benutzt man sie erst für eigene Zwecke….“

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