Stroessner fehlt

Kolonie Independencia: Die Strecke zwischen Mbocayaty und der Kolonie Independencia, Fernstraße 8, Dr. Blas Garay, wurde von Alfredo Stroessner initiiert. Nun ist sie wohl am Ende, dank dem MOPC und der Demokratie.

Gustavo Melgarejo nutzt die Strecke des Öfteren als LKW Fahrer. „Es ist schwierig den Schlaglöchern auszuweichen insbesondere bei Gegenverkehr. Früher hatte die Straße lange eine gute Substanz. Es fehlt wohl wieder ein Alfredo Stroessner“, sagte er.

Viele Zuckerrohrproduzenten nutzen die Strecke. Der schlechte Zustand ist nun eine Qual für sie. Vor allem kommen auch Sojalieferungen über die Route.

Carlos Cassati vom Ministerim für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) sagte: „Wir haben die Beschwerden an die Verantwortlichen nach Itauguá weiter geleitet. Nächste Woche werden die Schäden behoben sein“.

Wochenblatt / ABC Color

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10 Kommentare zu “Stroessner fehlt

  1. Stroessner wie auch früher die Monarchen konnten in einem offenen Wagen durch die Menge fahren, denn sie waren als Autoritäten im Volk beliebt. Heute fahren die demokratisch gewählten Staatsoberhäupter in gepanzerten Wagen durch die Menge oder per Hubschrauber zu ihren Amtssitz und anlässlich Wahlveranstaltungen laufen sie die Gefahr mit Tomaten beworfen zu werden.

    1. Ein grober Denkfehler, lieber Ramon! Es gab zu keinem Zeitpunkt der Geschichte „liebe Volksautoriäten“ die nur das Wohl des Volkes im Auge hatten. ALLE hatten nur ein Ziel: DIE MACHT! Wer da quer kam, wurde immer rücksichtslos aus dem Verkehr gezogen. Ganz ohne öffentlichen Aufschrei, alles geheim „im Interesse des Staates“. Der Unterschied zwischen einer Diktatur und der Demokratie ist u.a. eben der, daß in einer Diktatur nur scheinbar Ruhe und Ordnung und Frieden herrscht. In Wirklichkeit wird jegliche Opposition im Keime erstickt. Querulanten und Kritiker landen im Gefängnis, werden heimlich gefoltert und getötet. In einer Demokratie dagegen herrschen in vielerlei Hinsicht völlige Freiheiten bis hin zum Chaos und dem Ausleben von blankem Egoismus. Das alles wird für die Öffentlichkeit sichtbar, in der Diktatur bleibt es unsichtbar und wird ausgemerzt. Die Frage ist so alt wie Menschheit: WAS IST BESSER? Wer einmal in einer Diktatur gelebt hat will diese nie mehr. Wer in der Demokratie lebt, sehnt sich nach einer Diktatur. Der Mensch weiß nicht was er will und ist die Ursache allen Übels, weil er nicht mit der Freiheit umgehen kann. Das beste wäre eine autoritäre Demokratie – aber wie genau sollte die funktionieren? Das Chaos der Meinungsverschiedenheit würde da schon wieder beginnen.

      1. Demokratie gibt es weder in der Natur noch in der christlichen oder sonstigen Religionen. Können wir uns vorstellen, dass die Engel wählen wer von ihnen die nächsten 4 Jahre Gott sein soll? Dann würde volles Chaos herrschen.

  2. Nun die Vergangenheit verklärt so vieles. Die Sicherheit für den nicht politischen interessierten Bürger war weitgehend gesichert. Die heutige Demokratie ist das Gegenteil. Schade, dass man die heiß ersehnte Demokratie schon so lange mit Füßen tritt.

  3. „Carlos Cassati vom Ministerim für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) sagte: „Wir haben die Beschwerden an die Verantwortlichen nach Itauguá weiter geleitet. Nächste Woche werden die Schäden behoben sein“.“

    Wenn ich das schon lese, dann weiss ich dass „nächste Woche“ eigentlich „frühestens in 3 Monaten“ heisst.

  4. Wolfgang R. Grunwald

    Antworten

    Setze Deinen Rahmen, und bezeichne die Kräfte als „Mitte“, die die Lebensinteressen des (Deutschen) Volkes vertreten. Extremisten sind umgekehrt die Kräfte, die die Lebensinteressen des (Deutschen) Volkes mit Füßen treten.
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1441655912590521&set=a.328568170565973.79372.100002383780147&type=3&theater https://www.befreiungspsychologie.info/2017/09/06/wie-wirkt-die-flucht-aus-einem-tv-studio-psychologisch-befreiungs-impuls-59/

  5. Diese Straße hatte früher eine gute Substanz (Gustavo Melgarejo, LKW Fahrer)? Ich jedoch sehe auf dem Foto, dass diese Straße genau so gemacht ist wie alle noch besseren Straßen Paraguays: Da haben mal ein paar Handwerksmeister ein paar Steinchen verlegt, fast so gut wie es die Römer vor +o- 2000 Jahren hin gekriegt haben. Geschätzte 50 Jahre später hat man die Pflastersteine mit Schokolade überzogen, aber nicht zu dolle, da die meiste schon während den Arbeiten weggeschmolzen ist und wieder zu Geld gemacht wurde.
    Ja, gut, ok, als gebürtiger Paraguayer würde auch ich dazu meinen: Straße mit guter Substanz. Oder auch: Wenigstens Straße mit Schokoladenbezug, sieht man ja auch nicht so oft.
    Auch wenn mein Kommentar aufgrund meiner 1. Welt-Krankheit völlig fehl am Platz ist, aber Schokolade – und sei sie auch 1 bis 2 cm dick – hält einfach mehr als einmal Regen nicht aus.
    Aber Erfahrungen machen schlauer, bei der nächsten ähm Straße werden bestimmt ein paar US-Millionen mehr für Schokolade ausgegeben werden, dafür bekommt sie einen auch 2,1 cm Überzug. In ein paar Millionen Jahren – kurz bevor die Sonne vor dem Implodieren ist – wird man sogar aus seinen Erfahrungen erkannt haben, dass so eine Fundament aus Sand und Kies gar nicht schlecht gewesen wäre, damit man ähm Straße nicht alle 14 Tage ähm reparieren muss bzw. sollte. Vielleicht ist dank neuem paraguayschem Satelliten im Weltall schon mit Bürgersteig und Kanalisation zu rechnen, wer weis.

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