Stromkabelfreies Zentrum der Hauptstadt in 45 Tagen

Asunción: In Rekordzeit soll das überirdische Stromkabelchaos beseitigt werden, um zu den kommenden Feierlichkeiten ein positiven Eindruck zu hinterlassen. Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation sowie das Finanzministerium haben den ambitionierten Plan gefasst, innerhalb von 45 Tagen die Strom- und Telefonkabel unterirdisch zu verlegen, bis zum Beginn der Feierlichkeiten der 200-jährigen Unabhängigkeitsfeier. Mit einer Investition von 4,5 Millionen US-Dollar soll das Mikrozentrum von dem “Kabelsalat” befreit werden, so wie es in anderen Hauptstädten des Mercosur Gang und gebe ist. Allerdings kommen Zweifel auf, an der termingerechten Umsetzung.

Obwohl die Anwohner und Geschäftsleute sich über den Plan freuen, fürchten sie sich auch davor das nichts wirklich beendet wird weil unterirdische Schächte der Stadt Asunción gehören und dies eine gute Zusammenarbeit der Ämter als Grundvoraussetzung her nimmt. Bekanntlich weiß aber eine Hand nicht was die andere tut, zumindest bei ESSAP, der ANDE und der COPACO.

Begründete Zweifel

Die befragten Quellen gaben zu Protokoll, dass zwei Kilometer Kabelverlegung unterirdisch in dieser Zeit machbar wären. Jedoch fügten sie hinzu, dass alles von der Anzahl des Personales sowie der Maschinen beim “Umbau” abhängig wäre. Das wahrscheinlichste Szenario ist das sich die Baustelle verzögert und somit die Festlichkeiten im Mai behindert statt verschönert.

Investition

Die Baustelle benötigt eine Investition von 4,5 Millionen US-Dollar (rund 21,3 Milliarden Guaranies). Dir Kabel der Ande unter der Erde verlegen kostet 9,1 Milliarden Guaranies, die der Copaco (Telefon) 1,4 Milliarden, Fußwegerneuerung 2,6 Millionen und Anstrich in Farben der Fahne des Landes für 990 Millionen Guaranies. Zusammen summieren sich 14,2 Milliarden Guaranies (2,9 Millionen US-Dollar). Dazu addieren sich noch 7 Milliarden Guaranies (1,5 Millionen US-Dollar) für die Beleuchtung historischer Gebäude.

Direktbeauftragung

Nach dem Plan des Ministeriums für öffentliche Bauten sollen die Unternehmen für die Arbeiten direkt beauftragt werden ohne Ausschreibung, da keine Zeit mehr für diese besteht. Dazu sollen trotzdem drei oder vier Unternehmen für einen Arbeitsschritt eingeladen und die günstigste ausgewählt werden.
Dauer der Baustelle

Obwohl es eine Unternehmung zu sein scheint, die schwer zu realisieren ist, wird sie von allen unterstützt. Anfangs waren fünf Monate für diese Arbeiten vorgesehen. Fraglich scheint nur, ob die fünf Monate zu viel waren oder die 1,5 Monate zu wenig sind. Mit 1550 arbeitenden Personen soll es doch machbar sein. Trotzdem bleibt es eine Herausforderung, warnt das Ministerium für öffentliche Bauten.

(Wochenblatt / Abc)

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1 Kommentar zu “Stromkabelfreies Zentrum der Hauptstadt in 45 Tagen

  1. Dieses Vorhaben wird nie und nimmer funktionieren. Denn wir wissen doch alle, dass die Behörden und Ämter ineffektiv arbeiten. Was wird sein: Ein dunkles Zentrum von Asuncion zu den Feierlichkeiten. Somit eine im Vorfeld zum scheitern verurteilte Aktion. Denn den Begriff „Vorausplanung“, geschweige denn „Projektmanagement“, kennen unsere geliebten Paraguayer nicht. Dann noch ohne Ausschreibung. Hier wird doch wieder „Vetternwirtschaft“ (Korruption) betrieben. Und was ist mit dem Zement….Schau ma mal!

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