Stufenweiser Tod

Ñemby: Fast totgeschlagen wurde vor zwei Wochen eine 21-Jährige gerettet, nachdem sie ihrer Freundin bescheid geben konnte. Ihr Freund sperrte sie ein. Hier die komplette Historie.

Der Anwalt des Opfers der brutalen Aggression durch Pedro Heriberto Galeano erklärte nun, wie dieser die Beziehung kontrollierte. Aus dem familiären Umfeld und vom Arbeitsplatz verschwand sie am 27. Oktober gerettet wurde sie erst am 9. November.

“Pedro war es der das Facebook Konto seiner Freundin kontrollierte. Für jedes Like (Gefällt mir) gab es einen Schlag. Wegen der angestauten Eifersucht vermutete er hinter jedem und allem ein Fremdgehen von mir“, ließ das Opfer ihren Anwalt, Arnaldo Martínez, wissen.

“Beide arbeiteten beim gleichen Unternehmen (ein Mobilfunkanbieter). Er überwachte sie selbst da, damit auch wirklich keiner sie anschaut oder um zu sehen, wen sie anschaut. Er fragte sie ob sie ihn verlassen würde. Als sie eines Tages mit ja antwortete, begann er sie zu schlagen. Er drohte des Weiteren sie ins Koma zuschlagen, wenn sie jemand davon erzählt“, sagte der Anwalt weiter.

“Er schlug und trat sie. Nach drei Tagen verlor meine Mandantin das Zeitgefühl da sie mehrere Male ohnmächtig wurde durch die Schläge. Mittlerweile wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen und in ein Sanatorium verlegt. Sie wurde bevorzugt an den Beinen geschlagen, da man die Flecken gut mit einer Hose verdecken konnte. An anderen Körperteilen nutze sie Make-up um blaue Flecken verschwinden zu lassen. Die Schläge im Gesicht konnte sie jedoch nicht verstecken“, fuhr der Anwalt fort.

Das Opfer hätte schon längst wieder zu Hause sein können. Die Eltern haben jedoch der Verlegung zugestimmt, weil die Familie des Aggressors ihnen mehrere Nachrichten sendete mit der Forderung die Anzeige umzuformulieren. Damit könnte aus einer langen Haftstrafe nur noch ein Kurzaufenthalt hinter Gittern werden.

Auch nach der Entlassung braucht die junge Frau psychologische Behandlung. Die Staatsanwaltschaft baut auf die Aussage des Opfers, da sie mit Tötungsabsicht geschlagen wurde.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Stufenweiser Tod

  1. Häusliche Gewalt – die x-te Version.
    Und nur die besonders krassen Fälle schaffen es in die Presse.

    Und in den Textnachrichten die üblichen Floskeln: „Estoy bien, no te preocupes“

    Ich frage mal ganz provokant: Wollen die Frauen die totale Unterwerfung durch Gewalt?

  2. Da frage ich mich ja schon, ob Männer, die sowas tun, über all die Zeit nicht das flaue Gefühl haben, dass eines Tages alles an Tageslicht kommt. Da habe ich jetzt aber wenig Mitleid mit ihm, wenn er für all das büßen muss, was er dieser jungen Frau angetan hat.
    Wie kann man nur! Weil sie Likes bekommen hat Schläge? Den sollte man zu lebenslänglicher, täglich zehnstündiger Anhörung paraguayscher Hitparade verdonnern.

    1. Mein Lieber, kommen Sie bitte hier an! Es ist eine andere Kultur, die wir Westler nicht begreifen. Missetäter Südamerikas kennen kein Schuldgefühl, aber ein Schamgefühl. Sie begehen ein Verbrechen, werden nicht entdeckt, beichten, und gut ist. Schlimm wird es erst, wenn sie entdeckt werden. Dann wird wieder gelogen, bedroht und geschlagen, auch getötet.

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