Tag der Deutschen Einheit / Tag der Pünktlichkeit

Asunción: Während heute in Deutschland der Tag der Deutschen Einheit gefeiert wird, hat die Abgeordnetenkammer gestern eine Gesetzesvorlage gebilligt, die jeden 3. Oktober zum Tag der Kultur der Pünktlichkeit erklärt.

Die Maßnahme zielt darauf ab, die schlechte Angewohnheit der Paraguayer bei dem Thema zu beseitigen. Die Gesetzesvorlage nennt sich “Tag der Kultur der Pünktlichkeit” und soll jeden 3. Oktober daran erinnern.

Eine Maßnahme, die hauptsächlich darauf abzielt, dass der Bürger die Zeitpläne einhält. Das Dokument geht nun zur weiteren Behandlung an den Senat.

Der liberale Abgeordnete Hugo Capurro stellte den Vorschlag vor, der bedauerte, dass Unpünktlichkeit bereits ein Merkmal der Paraguayer sei.

„Um pünktlich zu sein, müssen wir uns zuerst darüber im Klaren sein, dass jeder Termin, jede Veranstaltung, Besprechung oder andere Aktivität einen bestimmten Grad an Bedeutung hat. Es ist ein Zeichen des Respekts für andere und gleichzeitig ein großes Zeichen der Selbstachtung. Pünktlichkeit ist ein wichtiges Element für die persönliche Entwicklung“, erklärte Capurro.

Allerdings zwingt man mit der Initiative auch die eigenen Kollegen dazu pünktlicher zu sein, denn im Abgeordnetenhaus wurde Pünktlichkeit bisher nicht groß geschrieben.

Wochenblatt / Paraguay.com

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28 Kommentare zu “Tag der Deutschen Einheit / Tag der Pünktlichkeit

  1. Das Paraguayer unpünktlich sind, kann man ja noch irgendwie verzeihen, da sind alle Latinos gleich. Das aber >90 % es lieben zu betrügen und offen für Korruption sein, finde ich schon wesentlich kritischer.
    Insofern ist eine Gesetzes(!!)vorlage zu so einem Humbug geradezu skurill.

  2. Glueckwunsch an alle Deutschen Mitbuerger zu der Einheit!
    Die war vor der Wende nicht selbstverstaendlich und kam ueberraschend.
    Noch mehr “Fuehrung” vom Allerhoechsten im Himmel war wohl dass die Amis keine Atombombe auf Deutschland warfen – auch das war keinesfalls selbstverstaendlich und nur eine Gnade Gottes wohl dank der glaeubigen Vaeter der Deutschen und der Reformatoren.
    Gerade fuer das Ausbleiben des Atombombenabwurfs sollte Deutschland den Amis und Gott fuer ewig dankbar sein – die Japsen verschlossen sich seid eh dem Christentum und haben einen der geringsten Prozentsaetze an Christen weltweit (sie kreuzigten in ihrer Kolonialzeit sogar die katholischen Priester als die Portuguisen in Japan fussfassen wollten).

    1. Den Deutschen war allgemein bekannt, sollten Truppen des Warschauer Pakts in westdeutsches Staatsgebiet eindringen, Deutschland zum Hauptkriegsschauplatz wird. Hier wären nicht nur die Atomwaffen der USA abgeladen worden, sondern auch französische und ggf. später britische Atomraketen hätten hier ihr Ziel gefunden. Kriege werden nicht vom “Allerhöchsten” sondern von Menschen initiiert und durchgeführt. In ihrer Scheinheiligkeit erbitten dann die meisten noch “Gottes” Schutz und Hilfe. Und das bis heute.
      Die Wiedervereinigung ist dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu verdanken, dieser ausgelöst durch deren Bankrott aufgrund des Wettrüstens mit den USA.
      Nicht der fehlende Glaube an Ihren Gott gab den Ausschlag für den Atombombenabwurf über Japan. Die neue Erfindung
      musste getestet werden, um den Nachweis zu erbringen, dass sich die Forschung bezahlt gemacht hat und zu diesem Zeitpunkt die USA faktisch militärisch unantastbar waren.
      Erst 4 Jahre später gelang der Sowjetunion die Zündung einer Atombombe.

      1. Geschichtsklittung pur. Anfang der 60er lag auch ein Plan der NATO vor, den Osten zu überrollen. Kannste sogar überall nachlesen (in guten konservativen westlichen Medien) nur nicht in bundesdeutschen Geschichtsbüchern. Denn Geschichte wird immer von den Herrschenden geschrieben, die festlegen, was “Wahrheit” ist und was nicht.
        Die Atombombenabwürfe sollten keinen Nachweis erbringen, dass Forschung sich bezahlt macht – welch ein Unsinn. Es ging einzig um eine Machtdemonstration, genauso wie die Russen dann den ersten Sputnick und den ersten Menschen in den All geschossen haben – nur als Machtdemonstration. Um mehr oder weniger ging es dabei nicht.

        1. ” und zu diesem Zeitpunkt die USA faktisch militärisch unantastbar waren”
          Sind in diesen Worten nicht die gezeigte Machtdemonstration enthalten? Oder ist das zu hoch?
          Der Plan der 60er Jahre war wohl nicht realisierbar, deshalb hat man später ein anderes Verteidigungs-Szenario entworfen.

  3. Wie wäre es denn, wenn die Damen und Herren Politiker die Bevölkerung zunächst einmal selbst mit gutem Beispiel motivieren?
    Aber ein Gesetz als Ansporn zu verfassen und hinterher im selben Trott weiterleben ist einfacher, denn in Paraguay gibt es zwar Gesetze, ABER…………

    1. Selbst Gesetze sind ja heute digital – die brauchen ja nicht mal gedruckt werden. Sind welche unangenehm geworden, so genuegt ein Knopfdruck auf die Loeschtaste und ddas Gesetz wird zum Digitalschrott.
      Die Existenz der Germanen in der Geschichte ist mittlerweile schon rund 2019 Jahre alt – waehrend die DDR hoechstens 45 Jahre alt wurde. Wer erinnert sich in 50 Jahren den noch an Ossie und Wessie? Niemand. Ostdeutschland war ja sowieso nie Industrieland sondern war von eh und je das Agrargebiet des Deutschen Reiches – also sowieso ein typischer Bauernstaat. Deshalb wird das ehemalige Ostdeutschland noch mindestens 1 Jahrhundert hinter Westdeutschland hinterherhinken betreffs der Entwicklung und Industrialisierung. Ein Bauer ist eben kein Ingenieur und das Gebiet der ehemaligen DDR war halt vorrangig ein Weizen und Agrargebiet wo Nahrung angebaut wurde – eben noch eh der Hinterhof des Deutschen Reiches. Besonders in Anbetracht dass die Deutschen immer weniger und aelter werden und das Dorfsterben zunimmt, so duerften weite Teile der Ostlaender irgendwann entvoelkert sein (wenn man nicht schnell Migranten bringt um die Zahlen zu schoenen).

      1. Was für ein Blödsinn. Hast du in der DDR gelebt, hast du gesehen, was da gebaut worden ist… Das ist das typische Gequatsche, weswegen die Ossis sich aufregen. Von nichts eine Ahnung, aber immer so tun, als wüssten sie alles, die Herren aus dem Goldenen Westen.
        Der Westen hatte durch den Marshallplan eine wirtschaftliche Spritze, alles konnte aufgebaut werden durch die HIlfe der Amis. Der Osten zahlte bis zum Ende die Reparationsleistungen an die Russen. Dort wurden bis weit in die 50er Jahre viele Industriebetriebe, die nicht kaputt waren, abgebaut und per Zug zu den Russen gefahren, ebenso unzählige KM an Gleisanlagen. Die DDR musste anfangs über 20% ihres BIP jährlich an die Russen zahlen und diese Summe hat sich langsam abgeschmolzen. Deswegen ging es denen so dreckig.
        Natürlich war die Führung des Landes unfähig und diktatorisch und viele gute Betriebe konnten kene Leistung bringen, weil die Parteiniks und Gewerkschaftsfunktionäre bestimmten, was wie gemacht werden musste. Mensch – ich habe 40 Jahre da gelebt und im Maschinenbau gearbeitet – erzähle mir nichts von nur Agrarland und keine INgs. Sch…-Besserwessi

        1. Das zeigt doch nur, dass Kommunismus und Diktatur nur Schaden anrichtet und zwar noch Generationen nach ihrem Ende. Der Westen blühte, der Ostern verkümmerte. Man lebte in Angst und schiß sogar Familienmitglieder an. In so einem Staat hat natürlich keiner Lust, produktiv zu sein. Motorblöcke gießen, zählen, Plan erfüllt, danach Qualitätskontrolle und den Ausschuß wieder einschmelzen.
          Vielleicht hat auch deswegen keiner in Paraguay Lust zum Arbeiten, viele Jahrzehnte Diktatur und heute schaufeln sich einige wenige die Taschen voll. Soll man da etwa motiviert das BIP ankurbeln und Steuern bezahlen??

        2. Na ja meine DDR Infos hab ich u.a. ausschliesslich von hier:
          Deutschland – Wie die DDR wirklich war https://www.youtube.com/watch?v=oyNR2acLngI
          Tatsache ist dass bis etwa 1970 die Technologie z.B. des Autos in der DDR aehnlich der westlichen Technologie war. Ab dann wurde Ostdeutschland immer mehr technologisch vom Westen abgehaengt.

        3. Deutschland – Wie die DDR wirklich war2 https://www.youtube.com/watch?v=FDs3CHZmSyI
          Das einzige was in der DDR und im ganzen Komunismus (auch Kiev z.B. wie einer aus da berichtete) besser war als in Westdeutschland war das taeglich frische Brot. Preise blieben stabil, Geld hatten die Leute aber eben: es mangelte allseits an Waren. Weil eben niemand angespornt war viel zu produzieren wenn man dafuer nicht kraeftig Gehalt bekommt. Viele DDR Probleme fangen allerdings an sich heute im westlichen Kapitalismus wieder einzustellen wie Wohnmangel weil zu hohe Mieten (DDR zu wenig Materialien fuer Wohnungsbau), Ersatzteile gibts nicht fuer Geraete wegen eingebauter und programmierter Obsoleszenz (in der DDR wegen Mangel an Ersatzteilen), usw. Wozu denn arbeiten wenn du doch nicht dafuer bezahlt bekommst und dann resultiert halt ein genereller Warenmangel dadurch.
          Heute gibts vor allem betreffs Kleider eine Ueberproduktion von vorrangig Plastikkleidern (Polyesterstoffe) die dann zu teuer kommen in den Muell zu entsorgen und somit halt als in 3. Weltstaaten geschickt werden. Diese wenig dauerhaften Kleider landen dann eben als Plastikmuell, denn Polyesterstoffe sind Plastik, im Ozean und auf Muellhalden denn wiederverwertet koennen sie fast nicht werden.
          Ansonsten deckt sich das ehemalige DDR Territorium praktisch zu 100% mit der damaligen Landwirtschaftszone des Deutschen Reiches.
          Geheiratet wurde in der DDR schnell und geschieden noch schneller – wohingegen in der BRD Scheidungen noch nicht sozial akzeptiert waren. Auch das spricht fuer sich. Zudem mangelte es schon in der DDR an Kindern so dass die Bevoelkerung auch dort altern wuerde haette man nicht das Eigenwohnungsrecht ans Heiraten geknuepft.
          Die DDR aehnelt sehr den Mennonitenkolonien der 1990ger und frueher. es gibt genuegend Paralellen zumal ja das Kooperativswesen im Sozialismus anzusiedeln ist.

          1. DAs Problem ist, das viele Menschen heute “alles über die DDR wissen”, weil sie ein Video im Internet gesehen haben.
            Mensch Kuno – du hängst doch sonst nicht am Mainstream und glaubt alles, was du liest oder siehst – wenn man nach deinen Beiträgen gehen kann.
            Aber in dieser HInsicht, da redest du irgendwelchen Leuten nach, die irgendwo was erhählen. Das ist nun die allmächtige Wahrheit. Das ist ja fast wie mit der Kirche.
            Ich kenne einige Ossis, die nach der Wende die tollsten STorys erzählen konnten – weil sie sich einen Vorteil davon erhofften, weil sie auch mal im Mittelpunkt stehen wollten oder weil sie was zu verbergen hatten, selbst extrem Regimetreu waren vorher. Diese Leute sind nun die “Kenner der Materie aus dem Osten…”
            Bei vielen Dingen hast du zwar Recht – das mit der Reparation ist nun aber Tatsache. Und wie kann sich etwas entwickeln, wenn zum einen die Regierung Müll ist und zum anderen, wenn Russen sagen, was entwickelt werden darf und was nicht, wenn die sagten, was produziert werden soll (weil sie es selbst brauchten) oder nicht. Im Prinzip lief der Handel mit den Russen doch so ab: alles wurde im Verhältnis 1 : 1 getauscht, also eine Tonne Erz aus Russland gegen eine Tonne produzierter Industriegüter aus Metall. OK, ist leicht übertrieben, aber so lief in etwa das Prinzip.
            Der Osten konnte sich niemals entwickeln, hatte nie eine Chance, weil alles, was über dem Lebensnotwendigen produziert worden ist, an die Russen abgegeben werden musste. Da wurde die Schere zum Westen natürlich immer größer, völlig logisch. Wenn dann noch solche Regierungsholzköpfe das Sagen haben, wie das damals war, Leute, die Parteitagsbeschlüsse auswendig konnten, aber von der Produktion, vom Leben Null Ahnung hatten, dann endet das im Chaos.
            Und eine ähnliche Politelite gibt es jetzt wieder in Deutschland, alles Poliltniks, die noch nie gearbeitet haben, keine Ahnung von irgendwas – siehe Habeck, der dachte, 5 Cent mehr Km-Pauschale bedeuten, dass man pro Km 5 Cent vom Finanzamt bekommt. Wie soll ein Staat funktionieren, wenn solche Dumpfbacken das Sagen haben oder zumindest stark beeinflussen können. Das ganze in der heutigen Zeit mal abgesehen von der Allmacht der Industrie und der Banken, die letztendlich allein entscheiden, was passiert (wie sagte Boris Palmer: Turbokapitalismus).

  4. Ich denke oft noch an die Zeit vor etwa vierzig Jahren, da sagte man hier in Paraguay:
    Einladung um 20 Uhr undie Gäste erschienen dann so nach und nach bis gegen 22 Uhr.
    Sagte aber jemand: 20 Uhr – tiempo alemán – dann hieß das: PÜNKTLICH um 20 Uhr!
    Genau so war es mit dem Begriff MADE IN GERMNY. Das stand damals auch noch für absolute Qualität.
    Wer kann sich daran noch erinnern? Heute aber heißt es lediglich: ¡Más barato!
    Tempora mutantur, nos et mutamur in illis „Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“

  5. Die Schweizer sind doch pünktlicher als die Deutschen, warum macht man den so ein Blödsinn?
    Die Politiker müssten alle eine Schweizer-Uhr kaufen, dann kommen die nicht mehr zuspäht.

  6. @Oflodor @Rita
    Der paraguayer hatte vor 40 Jahren ganz spezifische Erwartungen am Deutschen. In Bayern ist man bekanntlich katholisch genauso wie in Paraguay. Agnostische Deutsche waren damals eher selten, Spinner und “Wegbeamer mittels Blitz und Aliens Erwarter“ gabs damals noch nicht und wurden vom paraguayischen Volke auch nicht erwuenscht. Man erwartete vom Deutschen eine eiserne Vorbildfunktion, das gekoppelt mit den hochqualiitativen Mercedes mochte der paraguayer. Vor allem hielt man den aleman fuer einen dessen Werte unveraenderlich ueber Raum und Zeit waeren so dass bei ihm keinerlei qualitativem Abfall seiner Kinder, Werte oder Glauben zu beobachten waere. So sah man den Deutschen und Mennoniten und hielt ihn fuer ein Vorbild – eben die Heiligenverehrung in persona viva des Katholiken. Das alles ist heute nicht mehr da es beim deutschen und menonita einen Qualitaetsabfall gegeben hat. Solche Leute will der paraguayer eigentlich nicht im Land haben duldet diese aber wegen des Geldes dieser Leute. Vor allem die Unglaeuibigkeit der heutigen Einwanderer ist dem paraguayer vollkommen unverstaendlich. Ich hab auch selber erlebt dass dem paraguayer die Korruption und laissez faire Leben des Mennoniten missfallen. Es mangelt also generell an Vorbildern an die sich die Welt halten kann in einer postchristlichen Gesellschaft. Der Mercedes fuer die Ewigkeit von 1970 vs der plastik Schrottkarre von heute spiegelt die Realitaet sehr schoen wieder. Heilkraeutler, Ufoisten und Sonnenstrahlalimentatisten will man in Paraguay nicht sehen denn das sind nicht die Deutschen die man einst gerne aufnahm. Wenn Leute die Bewahrung vor der Atombombe sogar sich selber zum Verdienst zuschreiben und Gott komplett aussen vorlassen, nun dan merkt bald sogar ein paraguayer das es bei den ehemals hochangesehenen Alemams bergab ging. Als Konsequenz legen die Chinesen zu in der Industrie so dass ein Nokia Handy das in China gefertigt wurde jetzt dieselbe Qualitaet hat als das welches im ehemaligen Werk in Deutschland gefertigt wurde.
    Aberglaube entsteht durch die Abwesenheit des Christentums im Menschen.

  7. Ich weiß, dass es hier unendlich viele Leute und Beiträge gibt die die Ostzone oder den real existierenden sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat verklären, verherrlichen und zurück haben möchten.

    Ich habe nichts dagegen, wenn diese vorher ihre Schulden bei uns bezahlen, damit die ihren Freizeitpark mit angeschlossenen Betrieben, wie sie es bezeichneten, wieder haben. Es waren allerdings meist nur Bastelstuben als ABM Maßnahme.

    Die Ostzone war pleite, die Produkte unverkaeuflich und was diese Bewohner dort wollten war die „DM und die Segnungen des Kapitalismus“ allerdings ohne Eigenleistung, -initiative, -verantwortung also Vollversorgung. Schlicht das Beste aus beiden Systemen, harte Währung, Reisen aber eben den Freizeitpark weiter betreiben und weiter rumwurschteln. Dass das nicht aufgehen konnte wurde ihnen zu spät bewusst und nun nölen sie und jammern und sprechen anderen ihr Urteilsvermoegen ab.
    Und hier in Py kenne ich auch nicht einen einzigen, der es auf einen gruenen Zweig gekommen waere, einfach ein handlungsunfaehiger Menschenschlag und jetzt waren die Russen an allem Uebel schuld.

    1. Wolfgang, Du hast Recht, die DDR war pleite, aber Westdeutschland ging es nicht anders, haben viel und gut Produziert, aber keine Absatzmärkte mehr, also wohin sollte man ausweichen, blieb nur noch der Osten und somit Osteuropa. Die DDR war pleite, ja ein unfähiger Sozialist, war eigentlich Dachdecker und ist in die Politik gegangen. Das große Problem war, das Qstdeutschland die Reparationen des Krieges allein bezahlen musste und wir somit nur bauen durften, was der Russe erlaubte. Alles andere musste teuer von den Russen gekauft werden. Das ging bei Autos, größeren LKWs ( mehr als 5 Tonnen) bis über das Öl, was damals doppelt so teuer war als auf dem Weltmarkt. Nach der ” Wende”, brach innerhalb weniger Tage, die komplette Sozialistische Vereinigung und das Sytem komplett zusammen, also alle haben auf Kosten der DDR gelebt. Im Gegensatz zu einem ” Westdeutschen” Mechaniker mussten wir improvisieren, während der Westen nur Artikel Nummern verglich, ne geht nicht, die Nummer stimmt nicht überein mit der geforderten, also zurück schicken neu bestellen. Das dieses Teil aber das gleiche war wie gefordert, die Seriennummer sich nur geändert hat, war egal.

  8. es ist immer wieder schön zu lesen, wie es in der DDR so war. Das Beste ist wenn sie aus den “Alten” Bundesländern kommen und über alles genau Bescheid wissen. Ottoversand, Neckermann, Ikea, Quelle und,und. ließen viele ihrer Katalogprodukte im osten fertigen. Der N-Elektronik Farbfernseher 1002 wurde von 200 Häftlingen in Staßfurt gefertigt, Bettwäsche und Möbel, für den Klassenfeind. Es gab Betriebe die zu !00% für den “Westen” produzierten. Wenn es wirklich jemand wissen wollte, es ist heut fast alles nachzulesen. Und warum? Die Lohnkosten waren 10-15% gegenüber der im Westen. Die DDR war ein Billiglohnland, nicht mehr und nicht weniger.

  9. Reicht es nicht die Paraguayer ständig zu beleidigen? Müssen jetzt auch noch die Deutschen der ehemaligen DDR pauschal verunglimpft werden? Ich kann mich noch gut erinnern als ich im Urlaub in Tirol mit sächsischem Dialekt bedient wurde. Nicht nur dort, sondern auch in München wurde ich immer mehr „angesächselt“. Da war also Arbeitswille und Flexibilität vorhanden. Und seien wir mal ehrlich? Wie hätte denn die marode Industrie des Ostens mit der auf dem neuesten Stand des Westens konkurrieren sollen? Die Textilindustrie der Ostdeutschen war jahrelang gut genug ihre Erzeugnisse für die westdeutschen Billiganbieter zu exportieren. Es ist nur beleidigend und überheblich, die dort erbrachte Arbeitsleistung mit ABM Maßnahmen in einem Freizeitpark zu vergleichen. Die Westdeutschen wurden durch die USA unterstützt, hierbei ist unerheblich, dass dies politische Gründe hatte und nicht aus reiner Wohltätigkeit erfolgte.
    Welche Schulden sollen denn die Ostdeutschen bezahlen? Alles dort hin gepumpte Geld war politischer Wille Westdeutschlands. Die beiden deutschen Staaten hatten keine Zeit zusammenzuwachsen und sich durch freie Wahlen zu vereinigen. Die DDR wurde von Kohl gekauft, der die Gunst der Stunde, das Machtvakuum durch den Zusammenbruch der Sowjetunion ausgenutzt hat.
    Es soll den Paraguayern ein Festschmaus sein zu lesen wie überheblich und verachtend die Deutschen untereinander mit sich umgehen.
    Der „Besserwessi“ ist offensichtlich bei bester Gesundheit und noch nicht gestorben.

  10. @Hans Wurst
    Nun wir juengerer Generation sind natuerlich ganz von YouTube und den Aussagen der DDR “Zeitzeugen” abhaengig. Der gewichtete Durchschnitt der Meinungen betreffs solcher kontroverser Materie wie die DDR gilt fuer mich als “bare Muenze” – um so Scharlatane, Wichtigtuer, Lobliedsinger und Verteufeler auszufiltern. YouTube ist nun mal die beste Info die man haben kann.
    Gepostete 2 Videos spiegeln in etwa das wieder was andere Komunisten aus der Ukraine (Kiev) in den 1980gern bis zum Kollaps erlebten.
    Hier einige Zeitberichte eines Mannes aus der Ukraine (englisch). Ich halte dieses fuer bare Muenze und fast 1:1 uebertragbar auf die DDR.
    https://www.youtube.com/watch?v=Lw0VlZwpH98
    https://www.youtube.com/watch?v=oyn1l2qCDPo
    https://www.youtube.com/watch?v=RGc3XHjJmxI
    https://www.youtube.com/watch?v=PLNZX1wLiaI
    https://www.youtube.com/watch?v=PLNZX1wLiaI
    …und viele andere Videos mehr von Ushanka Show der selber behauptet im Sovietsystem gelebt zu haben.
    Also, waere es so schoen gewesen in der Sovietunion so waeren ja die Wessies en masse in die herrliche UdSSR gestroemt und nicht in die andere Richtung. Beim Mauerfall gabs in Moskau in den Lebensmittellaeden nur Zigarren und Tabak aus Kuba und Vodka im Ueberfluss, was zu beissen war nicht mehr da.

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