Asunción: Der Kandidat für den Stadtrat von Asunción auf der Liste 1, Enrique Wagener, stellte seine Vorschläge vor und setzte dabei die Abschaffung der kommunalen Bürokratie durch den Einsatz von Technologie als Hauptschwerpunkt.
Wagener, der als Rechtsanwalt und Immobilienentwickler tätig ist, hob die Figur des Bürgermeisterkandidaten Camilo Pérez hervor. Dieser verkörpere ein Macher-Profil aus dem Sport- und Infrastrukturbereich.
In der Sendung “Así son las cosas“ auf 970 AM und dem Sender GEN erklärte der Stadtratskandidat: „Die Stadtverwaltung hat sich zu einer reinen Einnahmebehörde entwickelt und erbringt für die mehr als 250.000 Steuerzahler keine qualitativ hochwertigen Dienstleistungen mehr. Unsere erste Verordnung wird der Vorschlag ’Papierloses Rathaus‘ und die vollständige Digitalisierung sein, damit eine Lizenz oder Gewerbegenehmigung innerhalb von 24 bis 72 Stunden über das Handy ausgestellt werden kann.“
Als Vorgeschmack auf seinen Modernisierungsplan erläuterte Wagener die Funktionsweise von MapeAsu, einer Web-Anwendung, die keinen Download erfordert und es Anwohnern ermöglicht, städtische Probleme in Echtzeit zu geolokalisieren und zu melden.
Er erklärte, dass Bürger mit dieser Option ein Foto machen können, wenn sie auf die Straße gehen, um Schlaglöcher, wilde Müllkippen oder vernachlässigte Plätze zu melden. Die Plattform leitet die Beschwerde automatisch an die zuständigen Abteilungen weiter (Asphaltwerk, Stadtreinigung oder Grünflächen). Die Erfassung georeferenzierter Daten werde es der Stadtverwaltung ermöglichen, die tatsächlichen Prioritäten jedes Stadtviertels zu kartieren.
Bei seinen Rundgängen vor Ort mit Kleingewerbetreibenden, Unternehmern und Nachbarschaftskommissionen identifizierte der Kandidat die übermäßigen Verzögerungen bei der Genehmigung von Bauplänen und der Erteilung von Gewerbelizenzen als die größten Hindernisse für die lokale Wirtschaft.
Um dieser Situation entgegenzuwirken, schlägt Wagener die Umsetzung des Gesetzes für kleine und mittlere Unternehmen (KMMU) vor, die Förderung von Mechanismen zur Vergabe von Mikrokrediten an kleine und mittlere Unternehmen in der Hauptstadt, ein Ende rein fiskalisch motivierter Strafgelder gegen Geschäfte samt Gewährung von Fristen vor Sanktionen sowie die Einbindung einer Flotte von 10 internen Bussen zur Verbesserung der Anbindung zwischen den Stadtvierteln.
Blickend auf das politische Szenario hob der Kandidat der Liste 1 den Zusammenhalt der Colorado-Partei rund um das Projekt von Camilo Pérez hervor und stellte diese Einheit der Zersplitterung der Opposition in der Hauptstadt gegenüber.
„Wir legen Vorschläge für Verwaltung und Infrastruktur vor, während die Opposition lediglich versucht, den Wahlkampf mit persönlichen Angriffen zu polarisieren. Auf dieses Spiel lassen wir uns nicht ein; wir arbeiten weiter in den Bañados, in den Stadtvierteln und mit den jungen Menschen, die auf einen echten Wandel vertrauen“, betonte Wagener abschließend.
Wochenblatt / adn digital














