Tochter von Oscar und Menchi antwortet Cartes

Asunción: Auf den Wunsch des Staatsoberhauptes Oscar Acosta und Mercedes Barriocanal hinter Gitter zu bringen, fand Guadalupe Acosta ihre eigenen Worte, die in sozialen Netzwerken besonders oft geteilt werden.

“Präsident Cartes: Ich habe keine Angst vor Ihnen

Vor vier Jahren, an dem Tag als sie gewählt wurden, wurde ich ins Krankenhaus eingewiesen wegen einem gesundheitlichen Problem welches mir bis heute zu schaffen macht. Meine Eltern machten ihre Arbeit schon seit unzähligen Stunden, sie moderierten den Wahlprozess und hielten die Leute auf dem Laufenden. Ich war damals noch ein Mädchen, kurz davor 18 Jahre alt zu werden. Ich war zu Hause, hielt einen Schmerz aus weil ich dachte, dass mich meine Eltern zum Ende ihrer Arbeit zu einem Arzt bringen könnten. Der Schmerz war so stark, dass ich schlussendlich meinen älteren Bruder um die Hilfe bat, die notwendig war.

Ich habe ihnen nichts gesagt. Stunden später waren es Familienangehörige die ihnen sagten, dass ich in einen OP Saal eingewiesen wurde. Meine Eltern gaben Ratschläge ohne das Mikrofon loszulassen. In der Pause diskutierten sie voller Angst, denn für sie ist die Gesundheit genauso wichtig wie ihre Arbeit gut zu machen.

Schlussendlich verließ meine Mutter das Studio, mein Vater sagte er komme nach um nach mir zu sehen, jedoch nicht ohne zuvor auf Twitter zu erklären, dass es wegen familiären Gründen ist.

Sehen sie, ich wuchs mein ganzen Leben auf mit diesem Beispiel. Das Exempel von Personen, die jeden Morgen aufstehen um Essen auf den Tisch zu bringen. Personen die mir nichts vorenthielten, wenn es um Bildung und Ausbildung ging, weil sie es selbst waren, die wir uns vorbereiten müssen um die Ungerechtigkeiten im unserem schönen Land abzuschaffen.

Meine Eltern sind Journalisten. Der der Wahrheit. Um das zu erreichen, was aus ihnen wurde, durchlebten sie Hunger, Unsicherheit und harte Schläge. Hart wie die der Stroessner Polizei auf die Arme meines Vaters, der mehrere Male ins Gefängnis musste weile er die “öffentliche Ordnung gestört hat“. Hart, wie das Leben meiner Mutter, die auch verfolgt wurde, unter Warnungen von der Mafia oder Kriminellen deren Geschäfte sie durch ihre Arbeit offen legte. Sie schworen ihr das zu zerstören, was sie am meisten liebte: ihre Familie.

Ich wuchs auf, Herr Präsident, unter konstanten Morddrohungen und Verfolgung. Unzählige Male holte mich mein Vater von der Schule ab und hinter uns die Polizei, die uns beschützte. Ich weiß nicht mehr wie oft sie mich darum baten Distanz zwischen den Autos auf der Straße zu wahren, dass wenn sie mich kidnappen wollen, ich noch wegrennen kann. Und trotzdem bin ich dankbar für das was ich hatte, diese Kindheit und glückliche Jugend. Meine Eltern mussten hart und sauber arbeiten.

Ich bin glücklich. Obwohl mir niemals ein Teller mit Essen fehlte, regte auch ich mich auf. Mein Eltern waren da, um mich an die riesige Ungleichheit zu erinnern, in der wir leben und dass ich doch das zu schätzen lerne, was ich habe.

Ich fühle mich wohl, weil ich heute arbeite und studiere, immer dem Beispiel der zwei besten Menschen zu folgen, sich selbst etwas aufzubauen, auch wenn sie nicht immer einverstanden sind. Ich bin mit mir zufrieden weil ich trotz der Ängste meiner Familie, dass mir etwas passieren könnte, auf jeder Demonstration war die meine Zeit zuließ. Ich nahm die an die Hand, die weniger haben, weil ich glaube dass alle Menschen die gleichen Gelegenheiten haben sollten und nicht wie in einer biologischen Lotterie. Ich bin mir sicher, dass ich Teil des sozialen Kampfes sein will, so wie es meine Eltern in ihrer Jugend waren und wie sie es heute tun, eine Gesellschaft aufzubauen über ihre Arbeit.

Journalist sein ist mehr als nur Information wiederzugeben, sondern die Wahrheit sagen. Als Journalist hat man die Pflicht zu informieren und auch Meinungen abzugeben oder sie über ihre Rechte in Kenntnis setzen. Journalist sein bedeutet auch zu wissen, dass die Meinung jemand verärgern kann der die Macht nicht loslassen kann oder die Rechte einschränkt.

Ich glaube an die Justiz, ich denke es ist notwendig, dass einige fallen müssen damit andere frei sein werden, ich glaube an die Exzellenz derer die tagtäglich arbeiten um ihr bestes zu geben und deswegen glaube ich auch an die letzte Phrase: Die Wahrheit kommt immer ans Licht. Aus diesem Grund, Herr Präsident, habe ich keine Angst vor Ihnen.

Guadalupe Acosta Barriocanal“

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3 Kommentare zu “Tochter von Oscar und Menchi antwortet Cartes

  1. Mein größte Hochachtung für Oscar und Menchi, die trotz Gewalt und Drohungen ihrerer Berufung als Journalisten nachgehen und sich nicht einschüchtern lassen. Solche Menschen sind wirklich Vorbilder und verdienen größten Respekt und Hochachtung. Gott schütze sie!

    1. da wäre ich mir nicht so sicher, retto. Wenn er es gelesen hat, geht es ihm bestimmt nicht „ganz“ so am A…. vorbei. Seine Gedanken wird er sich schon machen, ist ja auch kein Fehler, im Gegenteil.

      und dann: Was der Eine gut findet, findet der Andere schlecht. Der Grund von allen Unstimmigkeiten bis hin zu Kriegen in der Welt. Ein tägliches Schauspiel

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