Tränengas statt griffige Argumente

Asunción: Nach einer Rundreise in die USA, wo es Santiago Peña hauptsächlich darum ging, die Sanktion gegen Cartes infrage zu stellen, erklärte er dass es richtig war 185 Personen aus Itaipú entlassen zu haben. Die wurden gestern bei friedlichem Protest mit Tränengas attackiert.

Der Präsident der Republik, Santiago Peña, versicherte bei seiner Rückkehr aus den USA, dass Honor Colorado “stärker denn je” sei, trotz der zahlreichen Skandale, die von Mitgliedern Fraktion verursacht wurden, und das weniger als 100 Tage nach seinem Amtsantritt.

Er sagte, dass zum Zeitpunkt des Übergangs, nach dem 30. April, über die Auswahlverfahren in Itaipu gesprochen wurde, die normalerweise 180 Tage dauern, aber in diesem Auswahlverfahren wurde es in 90 Tagen durchgeführt, also in der Hälfte der Zeit.

“Es tut mir sehr leid, denn unter den 180 Bewerbern sind brillante Leute, sehr, sehr engagierte Leute, die ein Zeugnis des Kampfes ablegten, die sich vorbereitet haben, die gearbeitet haben, aber es gibt auch Tausende von Geschichten junger Leute, die sich danach sehnen, berücksichtigt zu werden und die ein faires Verfahren fordern”, sagte Peña ohne genauer auf die Familienmitglieder seiner Wegbegleiter einzugehen, die ohne Auswahlverfahren direkt an die gutgezahlten Posten kommen und da bleiben.

Er fügte hinzu, dass sie sich bemühen, die Situation so schnell wie möglich zu bereinigen, damit eine neue Ausschreibung erfolgen kann, damit sie sich erneut bewerben können, was, wie er sagte, ein Anliegen der Bewerber sei und somit der Gerechtigkeit entspreche.

“So wie 160 verdiente Bewerber aufgenommen wurden, gibt es auch Tausende von anderen, die nicht aufgenommen werden können, die es auch verdienen zu wissen, dass das Verfahren transparent und sauber war und dass jeder die gleiche Chance hatte”, sagte er.

Abschließend sagte er, dass er die Situation bedauere, weil er die Ängste der Familien verstehe, dass aber auch die Ängste der anderen Familien, die nicht sichtbar sind, weil sie nicht zugelassen wurden, gehört werden sollten.

“Es ist keine leichte Entscheidung, aber wir verstehen, dass es die richtige Entscheidung ist”, schloss Peña.

Die seit Tagen andauernden friedlichen Proteste fanden gestern auf der Avenida Mariscal López ein trauriges Ende, als die Demonstrierenden von Polizisten mit Tränengas attackiert wurden.

Der Kommunikationsdirektor von Itaipu Binacional erklärte dazu, dass der Vorfall, bei dem die Polizei gegen Demonstranten vorging, die gestern gegen die Entlassung protestierten, die durch Auswahlprüfungen gekommen waren, auf eine Kampagne zur “Delegitimierung” der Regierung zurückzuführen sei, also mit anderen Worten nicht ernst genommen werden.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

2 Kommentare zu “Tränengas statt griffige Argumente

  1. Was für ein schwacher Präsident! Abhängig von der Gust und der Zuneigung eines übermächtigen “Sektenführers” namens Cartes, der alle Fäden in der Hand hält. Ob sich Pena jemals in seiner Amtszeit emanzipieren wird?

    16
    12
  2. Was gut die paraguayische Mentalität widerspiegelt, ist dass die Demonstranten für IHRE Wiedereinstellung protestieren und nicht etwa, dass die Itaipu-Führung den Tisch räumen soll. Getreu dem Motto: Mir egal, wie kriminell und politisch die Chefs sind, hauptsache ich verdiene gut. Auf Fratzenbuch bin ich auf einen Betroffenen gestoßen, der mitleidserregend lamentiert, wie viele Jahre und Auswahlprozesse er für seinen Traum gekämpft hat, wieviele renommierte Universitäten er besucht hat, dass er seine gute Stelle nach 12 Jahren gekündigt hat – alles für Itaipu, wo er ernsthaft glaubte, das sei eine seriöse Institution. Und ein Bild von dem mit Dutzenden von Titeln, Zertifikaten und sonstigen Urkunden auf dem Tisch (und Boden), um zu zeigen, was für eine Koryphäe er doch ist.
    Bei mir kommt dann das absolute Gegenteil von Mitleid auf, wenn ich so einen pseudo-emotionalen Schei*dreck sehe.

    19
    1

Kommentar hinzufügen