Trotz mangelnder Tourismusförderung sorgen die Flüsse Tagatiyá für Furore

Concepción:  Eine Vielzahl von Naturschauplätzen gibt es in Paraguay. Vor allem das kristallklare Wasser der Flüsse Tagatiyá ist ein unverzichtbares Ziel für Touristen oder Einheimische.

Das Departement Concepción hat paradiesische Orte wie die Tagatiyá- Bäche. Sie befinden sich im Distrikt San Alfredo. Trotz des Mangels an touristischer Werbung durch die relevanten Institutionen besuchen und genießen die Menschen das transparente und kristallklare Wasser der Flüsse.

In San Alfredo gibt es 6 Badestellen, die an den Bächen Tagatiyá, Tagatiyami und Tagatiyá Guazú liegen. Durch das Kalkgestein ist das Wasser kristallklar.

Eine dieser Badestellen ist das Ña Blanca Resort, 80 km von Concepción entfernt, an der asphaltierten Straße nach Vallemí gelegen. Es gibt ausreichend Platz zum Campen, Grillplätze und Bademöglichkeiten zum Genießen des Gewässers Tagatiyá Guazú, deren Wasser transparent ist und von dem Fluss Bonito, Brasilien, beeinflusst wird.

Die Annehmlichkeiten sind eher rustikal und für Familien zu empfehlen, die dem Lärm und Trubel der Städte entfliehen möchten. „Es ist sehr schön hier, ich komme aus Loma Plata mit meiner Familie, um diesen Ort zu besuchen und es ist wirklich entspannend“, sagte ein junger Besucher.

„Es ist nicht nötig, das Land zu verlassen, um den natürlichen Reichtum zu genießen, es fehlt einfach an mehr Förderung und Pflege“, sagte ein anderer Gast, der aus Concepción anreiste.

Leider unterstützen die einschlägigen Institutionen solche privaten Orte kaum und fördern sie so, dass sie in die touristische Landkarte des Landes aufgenommen werden können.

Im September vergangenen Jahres wurde ein Budget zur Verfügung gestellt, um ein Fremdenverkehrsamt in Concepción zu bauen, jedoch ist angeblich wegen mangelnder Ressourcen die Ausführung fehlgeschlagen.

Besucher, die in Concepcion ankommen, müssen sich an Bekannte wenden, um die touristischen Ziele zu erreichen. Gerade wegen der fehlenden Infrastruktur und Beschilderung ist es ideal, wenn man von einem Ortskundigen begleitet werden, der die Schauplätze kennt.

Alle Orte sind privat, aber der Zugang ist für die breite Öffentlichkeit möglich, um die wunderschönen Wasserfälle und das transparente Wasser der Flüsse zu genießen, das in Paraguay wohl einzigartig ist.

Die für den Ökotourismus offenen Einrichtungen sind Santa Irene (0331) 242-291 und (0971) 815-490, die Estancia San Juan (0971) 822-503 und Ña Blanca (0975) 634-016.

Der Tagatiyá-Fluss entspringt im San Luis-Gebirge nördlich des Departements Concepción, durchquert den Distrikt San Alfredo und mündet in den Fluss Paraguay. Auf der Strecke dorthin wird der Fluss von Wasserläufen, die in den Wäldern der Umgebung Quellen haben, gespeist. Etwa 80 km von Concepción entfernt, an der asphaltierten Straße von Vallemí, verläuft der Fluss.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Trotz mangelnder Tourismusförderung sorgen die Flüsse Tagatiyá für Furore

  1. Wenn alle Stellen privat sind, wieso muss dann der Staat Werbung machen und pflegen? Ein Eintritt wird ja auch verlangt werden und das nicht zu knapp oder der Ortskundige verlangt sein Honorar und an dem wird der Staat ja nicht beteiligt, nehme ich an.
    Solche Stellen gibt es nebenbei in Dach und die sind zumeist frei zugänglich. Ich kenne einige, die nie als Touristenattraktion bezeichnet werden würden. An denen wandert man vorbei und erfrischt sich mal und das für mich wesentliche ist, dass das ohne Eintritt zahlen geht. Es ist für mich lächerlich, das Verweilen an einem Flüßchen und ein bißchen darin plantschen Tourismus zu nennen. Ich nehme an die Grundstücksbesitzer wollen dort einen Camping Assadoplatz machen. Tourismus heisst hier, dass der Gast keinen Schritt gratis machen kann/ darf.

  2. Ich bin strikt dagegen, dass solche Naturidylle publik gemacht werden. Fällt da erstmal der Paraguayer ein, wird man vor Müll nicht mehr treten können.
    Respekt vor der Natur ist meiner Erfahrung nach 99 % der Paraguayer ein Fremdwort.
    Neulich war einer meiner Nachbarn fleißig beim Bäumefällen um das Holz zu verkaufen. Ich fragte ihn wieviele neue Bäume er pflanzen werde.
    Die Antwort war, natürlich keinen, weil ich nicht so lange lebe, um noch etwas davon zu haben.

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