Loma Plata: Stoeckl muss sich unbequemen Fragen stellen

Loma Plata: In einer öffentlichen Anhörung über das Geschäftsjahr 2018 der Stadtverwaltung in Loma Plata geriet der Bürgermeister Walter Stoeckl (PLRA) unter Druck.

Die Einwohner aus der Stadt im Chaco forderten eine stärkere Bürgerbeteiligung. Sie wiesen beispielsweise darauf, dass der Bürgermeister eine uneingeschränkte Vergrößerung des Stadtgebiets vorgenommen habe, einschließlich der ländlichen Gebiete am Stadtrand.

In diesem Zusammenhang sagte Stoeckl, dass die Erweiterung darin bestehe, bestimmte Bereiche zu formalisieren, die Einzelpersonen unregelmäßig erweitert hätten, ohne die entsprechenden städtischen Steuern zu zahlen.

Die Betroffenen forderten innerhalb von fünfzehn Tagen ein zweites Treffen mit dem Bürgermeister, um dieses Problem anzugehen.

Mehrere Bewohner aus Loma Plata beklagten auch die Menge Müll auf der Straße sowie herrenlose und tote Tiere, die von der Kommune nicht entfernt werden. „Die Stadtverwaltung hat genug Geld, um dieses Problem zu lösen“, sagte ein Einwohner.

Darüber hinaus gab es Beschwerden über die Arbeit von Verkehrspolizisten, die manchmal selbst die Regeln nicht kennen und Verkehrssünder als “Straftäter“ behandeln würden. Ein Einwohner sagte, die Straßen des Bezirks seien privat und gehörten einer lokalen Genossenschaft an.

In diesem Sinne antwortete Stoeckl, dass sie öffentlich genutzt werden und daher kommunale Verkehrskontrollen möglich seien.

Die Einwohner bestanden auch darauf, mehr Straßen in der Gemeinde zu pflastern oder zu asphaltieren. In diesem Zusammenhang sagte Stoeckl, dass sie mit dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) in Kontakt seien, um einen Antrag auf Pflasterung von urbanen Straßen in das Projekt der biozeanischen Route oder den Wiederaufbau der Transchaco-Route aufzunehmen.

Auf der anderen Seite wurde darauf hingewiesen, dass die Verwendung von Ressourcen, wie aus dem Budget für öffentliche Investitionen und Entwicklung (Fonacide), an bestimmte Vorgaben gebunden sei.

Die Kommune hatte im vergangenen Jahr einen Etat von 17.557 Millionen Guaranies zur Verfügung, wovon 9.162 Millionen echten Einkünften entsprechen.

Die stellvertretende Vorsitzende des Stadtrats, María Martínez (PQ), wies darauf hin, dass nur einige ihrer Kollegen an der Anhörung haben teilnehmen können, weil die Einladung erst einen Tag davor herausgegeben worden sei.

Wochenblatt / ABC Color

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9 Kommentare zu “Loma Plata: Stoeckl muss sich unbequemen Fragen stellen

  1. Loma Plata scheint keine paragauysche Vorzeigestadt zu sein, dort gibt es herrenlose und tote Tiere und Müll die herumliegen. Und sonst noch ein oder zwei Problemchen. Einfach abartig dieses Loma Plata.

  2. Ihre Bemerkung „Einfach abartig dieses Loma Plata“ ist abartig und NICHT Loma Plata! Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß für die herum liegenden toten Tiere und den Müll Mennoniten verantwortlich sind! Seit sich die mennonitischen Gemeinden auch für Nicht-Mennoniten öffneten, häufen sich diese offen erkennbaren Problem. Das gleiche trifft übrigens auch für den öffentlichen Alkoholkonsum zu. An vielen Ecken von Loma-Plata und Filadelfia lungern Indigene u.a. Ethnien mit Bierdosen und Schnapfsflaschen herum. Als ich vor 15 Jahren erstmals nach Filadelfia kam, war davon nichts zu sehen. Wie sich doch die Zeiten geändert haben. Einfach nur traurig!

    1. Du hast die Probleme mit den Indigenen gut erkannt und könntest dort bei ihnen deiner Berufung als Missionar sehr gut nachgehen.

    2. Hallo Mani, Sie haben die Zynik in meinem eingangs geschriebenen Kommentar nicht erkannt. Auch wenn ich nicht jede Stadt Paragauys gesehen habe, so kann ich dennoch schreiben, dass diejenigen Städte, die ich gesehen habe, den im Artikel beschriebenen Zuständen sehr ähnlich sind. Daher muss ich Ihnen recht geben.

    1. Kuno Gansz von Otzberg

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      Wow! Welche metamorphose mein Kommentar auf einmal durchgemacht hat.
      Haben die Mennoniten jetzt diese Zeitung „im Sack“?
      Die expansion des Munizipalitaetsareals bedeutet dass der Schlachthof jetzt Steuer zahlen muss – welches man mit Haenden und Fuessen verhindern will. Bis dato zahlt der Schlachthof nirgends Steuern weil er naehmlich bei keinem Munizip registriert ist. Steuerhinterziehung nennt man dieses. Deshalb moechte man nach Osten das Munizip erweitern damit der Schlachthof auch Steuern zahlt.
      Das Muell wird von Agent Provocateur’s der Kooperativen auf die Strasse geschmissen um nachher der Munizipalitaet das anzukreiden.
      So lange die Kooperative Regierungsfunktionen usurpiert, so lange gibt es diesen Zoff denn sie ist die direkte illegale Kompetenz der Munizipalitaet.
      Alle Wege sind immer oeffentlich mit ausnahme der eigenen Auffahrt zum Haus und Viehbetrieb. Ansonsten gibt es mittelalterliche Zustaende des Strauchrittertums der nur vom Wegegeld lebt so dass an jeder Strasse ein Raubritter sitzt um Wegezoll zu kassieren.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    Im Osten liegt der Schlachthof der sich weigert sich ins Munizip einverleiben zu lassen. Um nicht Steuern zahlen zu muessen.
    Daher gilt dieses fuer die Munizipalitaet: „Vorwaerts, vorwaerts nach Osten!“
    https://www.youtube.com/watch?v=QxZ3VzjB0FY
    Wenns nicht anders geht dann muss „schwereres Geschuetz“ aufgefahren werden. Das Anhalten und Ausraeumen der Fleisch LKW’s waere eine Option. Das Fleisch verkauft die Regierung dann Putin (wohin es ja sowieso gehen sollte) und zahlt den Erloes aufs Steuerkonto. Nach Gesetze hoert hier sowieso niemand, wieso sollte dann die Regierung irgendein Gesetz respektieren. Nach der Spieltheorie gewinnt derjenige das groesste Stueck des Kuchens der zuerst die Regeln bricht.
    Zwangsweise Steuerkassierung ist eine legale Option wenn der Privatsektor zu stoerrisch wird.

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