Türkei: Schelte für kritische Medien

Asunción: Nachdem zwei Cartes-Zeitungen Abdo’s neuen Freund mit internationalen Berichten über eingeschränkte Pressefreiheit und Menschenrechten beschreiben, versucht nun die neue Botschafterin alles in rechte Licht zu rücken.

Der Schuss ging jedoch nach hinten los. Bei einer der zahllosen Attacken der Cartes-Medien gegen Mario Abdo Benítez kritisierten sie unter anderem “den neuen Freund“ von Abdo mit Referenz auf Recep Tayyip Erdoğan. Laut einem Hoy Artikel schränkt dieser seit Jahren die Pressefreiheit sowie die Menschenrechte ein. Die La Nación legte gestern mit einem weiteren Artikel nach. Damit wollte Cartes das tiefe Niveau von Abdo hervorheben bzw. zeigen, dass er sich die falschen Freunde ausgesucht hat. Die türkische Botschafterin in Paraguay, Armagan Inci Ersoy, wies diese Behauptungen als haltlos zurück, in Bezugnahme auf den besagten Artikel.

Inci Ersoy weigert sich anzuerkennen, dass es in ihrem Land Angriffe auf die Pressefreiheit gibt, so wie es in internationalen Medien wiedergegeben wird. „Es gibt Sachen die stimmen und andere die die Leute manchmal sagen. In der Türkei haben wir kein Problem mit der Pressefreiheit. Ich weiß nicht ob diese Personen jemals in der Türkei waren, wie sie so etwas wissen können, verstehe ich nicht“, so Botschafterin Armagan Inci Ersoy zu dem Thema.

Das hauptsächlichste Problem der Türkei ist der Terror und nicht die Journalisten. In allen Ländern kommt es zu kleineren Zwischenfällen, aber dass ist normal. Weitaus größer ist das Terrorproblem. Ebenso erklärte Armagan Inci Ersoy, dass die Regierung keinerlei Probleme mit der Opposition im Land habe. „Wir haben keine Probleme mit der Opposition in der Türkei aber die Regierung kann keine Sachen hinnehmen, die das Wohlbefinden der Bevölkerung einschränken“, schloss die Botschafterin ab.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Türkei: Schelte für kritische Medien

  1. Schelte für kritische Medien.Ja mag sein,einige Journalisten hocken ein!
    Es stellt sich die Frage ob sie Hoyschreiberlinge überhaupt wissen wo die Türkei liegt.
    Die Klugscheißer der zwei Cartes-Zeitungen mögen mal der Welt zeigen in welchen Land wirklich alles in der Presse geschrieben werden kann oder darf.
    Mir ist kein Land bekannt!

  2. Kaum hat Sultan Erdogan in Paraguay eine Botschaft eröffnet, kann man schon einen Vorgeschmack bekommen von dem türkischen DAUERBELEIDIGTSEIN und dem STÄNDIGEN FORDERN VON SONDERRRECHTEN für Muslime. Wir Europäer können davon ja schon ganz Bände füllen und nur davor warnen, diesen Muslimen auch nur den kleinsten Finger zu reichen.

    1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

      Reply

      @Simplicus
      Genau.
      In den 1970gern kam mal ein Deutscher zu den Mennoniten und arbeitete da jahrzehntelang als Lehrer im Colegio (er war auch mein Lehrer) und der war vor den Zustaenden in Deutschland geflohen. Er warnte immer damit es im Chaco nicht auch in die Richtung ging der sich Europa verschrieben hatte.
      Leider Gottes wurde er zwar hoeflich bis mitte der 1995ger angehoert aber dann schwenkten die oekumnischen Verwaltungen der Mennonitenkolonien genau in die Richtung der Zustaende Deutschlands ein – um Exporte und Wirtschaft anzukurbeln. Ab den 2000dern wurde er langsam aber sicher aufs Abstellgleis gesetzt und als „ausrangiert“ klassifiziert bis er sogar gefeuert wurde wegen seiner Einstellung gegen Multi Kulti und diese pseudo Missionsbestrebungen der Kirchen. Zu guter Letzt mochte ihn keiner mehr bis er dann „nicht mehr war“.
      Von diesen Warnern und „Untergangspropheten“ gibts praktisch keine mehr bei den Mennoniten (vielleicht ist van Nassau-Siegen der letzte dieser Spezies).
      Aber ja, 1:1 wiederholen die Mennoniten die Geschichte Europas und sogar die eigene. Gelernt hat man wenig aus der Vergangenheit.

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