Überfall auf deutsches Paar in Piribebuy

Piribebuy: Am gestrigen Donnerstag um 20.45 Uhr wurde ein deutsches Paar zu Hause Opfer von zwei unbekannten Verbrechern, die auf der Suche nach Geld waren. Als sie dieses nicht bekamen, wurden sie sauer und schlugen beide, wobei sie ihnen Kopfverletzungen zufügten und unverrichteter Dinge wieder flohen. Der Vorfall wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht und die Kopfwunden wurden medizinisch versorgt.

Die Einwohner Piribebuys haben leider schon Erfahrungen mit solchen Überfallen. Glücklicherweise wurde diesmal niemand getötet. Die Täter waren damals (bei dem belgischen Paar) eine Gruppe um Julián Villar (49), der jedoch wegen diesen und anderer Verbrechen hinter Gittern sitzt und demnach nicht als verdächtig gelten kann.

(Wochenblatt)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

19 Kommentare zu “Überfall auf deutsches Paar in Piribebuy

  1. Der 3. bedauerliche „Einzelfall“ in 10 Tagen.

    Ja, es waren (schon) wieder eindeutig zu wenige Asados für die Nachbarn.

    Es ist ja auch total unromantisch und spricht gegen die Freiheitsliebe hinter Mauern und Gittern sich abzusichern. Vielleicht sogar noch eine Waffe zu tragen.
    Das ist eindeutig übertrieben, weil es sind ja alles nur Einzelfälle.

  2. Greifen die Sicherheitskräfte auf die Dauer nicht scharf durch werden diese Aktionen des Überfalles beträchtlich zunehmen.
    Es ist heute schon jeden anzuraten misstrauisch jeden Fremden zu betrachten der in seiner vertrauten Gegend rumschleicht. Unbeschwerte Sorglosigkeitsgefühle wo auch immer in Paraguay gehören der Vergangenheit an. Wir müssen dieses einfach zur Kenntnis nehmen.
    Adlerdings Überängstlichkeit zieht magisch die Gesetzesbrecher an. Besser ist Selbstbewusst auftreten doch ohne Arroganz und schon gar nicht in glitzernden Autos, Man bleibt immer ein Gringo und daher auffällig.
    Bin ja kein Freund von Waffen doch, wenn es zur Beruhigung beiträgt…… warum nicht.
    Doch ein guter Hund im Hause oder eine Gänseschar kann gut vorbeugen vor unliebsamen Überraschungen. Infrarotschranken an strategischen Orten tun ihr ihriges
    und noch vieles andere mehr an Sicherheitsvorkehrungen.

    Die deutschen sind ja auch ein gefundenes Fressen, weil sie verstreut auseinander wohnen. Würde schon eine geschlossene Wohnsiedlung empfehlen aber dann kann man auch in Deutschland leben.
    Ja, ja der alte Haudegen Alfredo fehlt eben….. trotz seiner gierigen Raubzüge ist er mir lieber als das heutige bla bla bla. Heute wird noch um ein vielfaches mehr abgezockt!

    Doch frage ich mich ist das noch das erhoffte Lebensglück in Paraguay?

    1. tja, das sind die kleinen Nebenwirkungen der vielgepriesenen Demokratie . Man kann ja an Europa sehen wohin das führt. Es wird viel schlimmer werden.

    2. Tja der gute Alfredo – und seine guten Freunde in Deutschland und Italien, die „guten Adolf und Benito“.
      Der gute Alfredo hat ja auch nur Tausende Paraguayer ermorden lassen und alle lebten „in Ruhe“, nur nicht in Ruhe vor seinen Horden.
      Sprich einmal mit älteren Paraguayern. Die können erzählen, wie es war, wenn mehr als 3 Leute zusammen feierten, dass man dann schon Angst vor Denunzianten haben musste…

      1. @ Heiko,
        jeder Mord ist selbstverständlich zu viel und die tausende Morde die man den Alfredo anlastet ist nun wirklich maßlos übertrieben.
        Wiederhole mich hier schon tausendmal der alte Wenniger aus Itacurubi del Rosario sagte mir: „lieber diesen Alfredo da weis man wo man dran ist und übrigens halte ich meine Schnauze zu der diffusen paraguayischen Politik der Colorados, vergleichbar wie Glatteis.
        Bin ein ehrlicher Mensch und mische mich in deren Intrigen nicht ein erledige meine Arbeit und habe meinen Frieden!
        Vor Alfredo herrscht hier Mord und Totschlag um ein Vielfaches. Als reinrassiger Paraguayer weis man wie der Stroessner ist und Lebensklugheit gehört eben zum Leben.“ …… Einen Hammer auf den Kopf zu bekommen war äußerst selten im Gegensatz zu heute.“
        Also als Gringo brauchte man keine Angst vor Denunzianten zu haben, weil man als Zugereister eben von Hause als ehrliche Haut galt. Nur bei Landkäufen musste man auch damals schon vor einheimischen Betrügern aufpassen.
        Beim echten Paraguayer weis man heute auch noch nicht wie er wirklich tickt Morgen kann er schon eine andere Meinung haben und dir eine Fallgrube stellen.

        Und übrigens für die Kleinlandwirte wurde viel getan und jetzt treiben sich zwielichte Gestalten herum die betrügen und den kleinen Mann abkassieren. Staatliche Dienststellen machen mit.
        Sagt mir hier nichts von funktionierender Politik und Beschützung von staatlicher Seite aus. Ziehe allemal eine Typen wie Alfredo vor doch einen echte Paraguayer aus diesem Holze geschnitzt wird es wohl kaum mehr geben. Sind eben wie „Schmierseife“ die da oben in ihrem Wesen.——
        Wünsche mir eine Demokratie die auf Einhaltung staatlicher Gesetze pocht ohne Ansehen der Person! Vielleicht in meinem zweiten Leben.

        Oh schönes Paraguay muss ich bald Abschied nehmen von deiner Idylle und landschaftlicher Romantik? Mit stechender Wehmut denke ich daran – hoffentlich nicht.

  3. ist es den notwendig als ausländer wie ein armer schlucker zu leben um keine angst vor überfällen zu haben ( altes verrostetes auto , oder in einer bruchbude zu hausen ) das kann sich auch jeder in deutschland leisten . wozu dann nach paraguay auswandern ?
    die sollen endlich lernen fremdes eigentum zu respektieren oder damit rechnen wie reudige köter abgeknallt zu werden .
    erst gestern wurde eine paraguayische frau mit ihren erwachsenen 2 kindern nachts gegen 1.oo uhr in ihrem kleinen einfachem paraguayschem häuschen überfallen und ausgeraubt obwohl das komiseriat nur ca. 25meter enfernt von ihrem haus liegt . also es spielt keine rolle ob du zeigst das du was hast oder nicht ,

  4. ich vertrete nach wie vor die Meinung das hinter dem Grossteil (wenn nicht hinter allen!!!) der Ueberfaelle auf Europaer in der Region Cordillera als Tipgeber (wenn nicht sogar als Drahtzieher!!)ein Deutscher oder deutschsprachiger Europaer steckt!!! – kriminelles Grobzeug die auch noch Pleite sind kam ja leider genug in den letzten Jahren.
    Das Ganze wird natuerlich auch noch durch 2 Umstaende beguenstigt:
    1. viele sitzen hauptsaechlich in von Europaern besuchten Kneipen rum und groelen ab dem 2. Bier schon rum das sie gerade viel cash zuhause haben etc. etc. etc. . Das hoeren natuerlich dann viele Leute dort (deutschsprachige!!)….
    2. viele Europaer haben aus Geiz (weil Geiz ist ja geil!!) oft nicht mal die mindesten Sicherheitsmassnahmen, wie hohe Mauer mit Scherben drauf, Gitter vor den Fenstern etc.. Dies erleichtert natuerlich diese Beutezuege selbst fuer kriminelle Anfaenger…… – laed geradezu dazu ein!!

  5. Nachtrag:
    denn bei einigen dieser Ueberfaelle wurde ja direkt nach einer bestimmten Barsumme gesucht und gefragt!!! Woher bitte soll denn ein paraguayischer Verbrecher der hauptsaechlich nur Guarani spricht mit ein bisschen Spanisch gemixt wissen oder mitkriegen das ein Schweizer, Deutscher etc. gerade diese Summe zuhause hat oder bestimmte Schmuckstuecke!!!!

  6. Ja , auch Paraguayos werden bestohlen und nicht zu knapp, man berichtet nur selten darüber, weil sie untereinander selten eine Anzeige machen.

  7. @ Erich… Ich denke mal diese Faelle kommen genauso zur Anzeige. Nur die werden hier nicht alle Veroeffentlicht!! Denke mal es ist wie ueberall… die Ueberfaelle gehen nur durch die Medien wenn es sich um einen Raubmord oder um angesehene Leute geht…. wenn Interesssiert den der kleine Mann…??

  8. Unter den Paraguayern hat es sich herumgesprochen, dass einige neu zugewanderte Deutsche leider nicht mehr danach leben: „Übe immer treu und Redlichkeit bis zu deine kühles Grab“!
    Unser guter Ruf ist dahin!

    1. @jacob
      Das hat weniger mit „Ausländer“ zu tun, als mit den hohen Summen die dabei im Spiel sind.

      In Paraguay zählt vor Gericht weniger das objektive „Recht“, sonder da kämpft dein Geldsack gegen den Geldsack der Gegenpartei. Der größere Sack gewinnt.

      Ein Beispiel dazu. Der Österreicher S.H. wird des Doppelmordes angeklagt in Paraguay nachdem er aus Österreichischer Haft geflohen war. In Österreich Anklage wegen Mordverdacht und Versicherungsbetrug.

      Er schafft es – angeblich haben U$ 300 000 den Besitzer gewechselt – das über Nacht Beweise „verlegt“ wurden und die Paraguay Mordanklage dannach wegen Mangel an Beweisen fallen gelassen wurde.

      Interpol hat ihn trotzdem in Paraguay verhaftet wegen der Österreichischen Haftbefehle.
      Als er letztlich an Österreich ausgeliefert wurde, passierte das unter der Bedingung *** DAS ER IN ÖSTERREICH NUR WEGEN VERSICHERUNGSBETRUGES ANGEKLAGT WERDEN KANN *** mit max. 3 Jahren Haft, die Mordanklage mußte fallen gelassen werden.

      Warum? In Österreich steht auf Mord bis zu lebenslänglich und in Paraguay gibt es kein lebenslänglich. Deswegen wurde er nur ausgeliefert, nachdem Österreich zugesagt hatte auf die Mordanklage zu verzichten.

      In Paraguay ist mit Geld fast alles möglich und bei Beutesummen von Eur 70 000 in bar + Immos von Eur 100 000+ dann Auto Eur 20 000+ und und und da ist genug Moos da, damit jeder seinen Anteil kriegt und niemand je angeklagt werden wird.

      Besonders Deutsche sind da sehr anfällig, da viele meinen „Recht“ zu haben, weil sie dem Gesetz folgen. Das Gesetz in Paraguay ist als grober Anhalt zu verstehen, der bei Bedarf den Interessen des Meistbietenden anzupassen ist.

      Das beginnt im kleinen bei einer Verkehrskontrolle, geht über Immobiliengeschäfte, zu Drogengeschäften, Überfällen und Mord bis ganz hinauf in die Politik.
      Sogar im Gefängnis bekommst du mit genug Geld noch dein eigenes Privatzimmer, Prostituirte, Drogen, Handy, Internetzugang und vieles mehr.

      Das alte Sprichwort „Geld regiert die Welt“ hat in Paraguay sicher doppelte Richtigkeit.

    2. das ist nicht die warheit es kann passieren das ein paar fälle nicht geahndet werden auf grund von koruption etc. aber das ist bei morden an paraguayern genauso

  9. Viele Paraguayer selbst scheuen bei Streitigkeiten den Gang zur Justiz, weil sie genau wissen, dass es keinen Sinn macht bzw. dem Kommissar für die Weiterleitung der Anzeige eine Million Guaranies (ca. 200Eur) geschmiert werden muss.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.