Überfall mit Geiselnahme auf deutsches Paar

Areguá: Am heutigen Morgen wurde ein deutsches Paar von fünf Personen überfallen und als Geiseln genommen. Einer der Täter wurde verhaftet. Das Diebesgut konnte wiedergefunden werden.

Gegen 08:00 Uhr am heutigen Donnerstag drangen fünf Männer in das Grundstück des deutschen Ehepaares Langer in Aregua-Patiño ein. Sie schlossen Beide in ein Zimmer ein und begannen alle Wertsachen zusammenzusuchen. Dabei stießen sie auf einen Safe. Das Hauspersonal wurde gefesselt. Der deutschen Frau (76) wurde ins Gesicht geschlagen.

Aus dem Haus im Ortsteil Estanzuela wurden Elektrogeräte wie Freischneider, Rasenmäher, Kompressor, Fernseher, vier Telefone, ein Notstromaggregat, ein Notebook sowie Bargeld und eine sehr wertvolle Sammlung aus Silber entwendet. Mit dem Fahrzeug der Deutschen, einem Chevrolet D20 ergriffen sie rund zwei Stunden später die Flucht.

Kurz nach dem die Täter flohen griff die Polizei einen der Täter, Mateo Alfonso Torres (30), auf. Nach einer ersten Unterredung gestand dieser seine Beteiligung und führte die Uniformierten zum Versteck. Das komplette geraubte Gut der deutschen Familie wurde wiedergefunden. Ebenso benannte er die Komplizen, die noch auf der Flucht sind. In seinem Gewahrsam fand man auch diverse Waffen und Tarnkleidung

Die Staatsanwältin Francisca Gómez Duarte ist mit der Untersuchung des Falles beauftragt. Haftbefehle für die weiteren Beteiligten werden derzeit vorbereitet.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora

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19 Kommentare zu “Überfall mit Geiselnahme auf deutsches Paar

    1. Hallo Christian.

      Der Vorfall ereignete sich in Paraguay. Auf dem Lande. Schließfächer sind hier selten. Und wenig vertrauenserweckend.
      Warum? Weil Banken/Schließfirmen nicht sicher sind. Angestellte nehmen sich Sachen aus den Fächern. Die Firma selber sperrt zu und plündert die Fächer etc etc. In Paraguay läuft vieles anders als in Europa.

      Grundsätzlich hast du natürlich Recht – am eigenen Grundstück ist auch nicht viel besser. Wirklich wertvolle Sammlungen oder Goldbarren/große Bargeldbeträge würde ich nicht in Paraguay verwahren. In Österreich gibt es zB eine gute Firma in Wien „das Safe“, wo man sowas gut unterbringen kann.

  1. Bravo an die Polizei. Absolut außergewöhnlich, dass sie die Täter so schnell, ja überhaupt ausfindig machen konnten. Dies freut mich außerordentlich für die überfallene Familie.

  2. Obwohl es Pflicht der Polizei ist die Täter zu ermitteln, würde ich für solch schnelle Erfolge, Prämien für die erfolgreichen Polizisten ausloben, vieleicht spornt das anderen Kollegen an.

  3. Was heisst werden derzeit vorbereitet die brauchten die nur durchgeben per Funk und alles wird aufgehalten und durchsucht .Aber das ist die Polizei es wird vorbereitet da vergehen Monate bis sie es vorbereitet haben und dann findet die keiner mehr

  4. Leider aber werden diese Diebe, wie so oft, gleich wieder entlassen. ich selbst hab erlebt, wie nach einem Einbruch der ermittelnde Kommisar die gestohlenen Waren der Besitzerin zum Rückkauf angeboten hat…noch Fragen?

    1. Wenn keine ordentliche Anzeige vorliegt muessen in solchen Faellen die leute
      wieder freigelassen werden !! Und die wird hier zu 90% nicht gestellt !!

  5. Wie unüberlegt oder naiv die hiesige Berichterstattung doch ist. Da werden Bilder im FS gezeigt und in der Presse ausführlich darüber berichtet, was und wie viel wertvolle Gegenstände diese Deutschen bei sich aufbewahrten. Das weckt nicht nur Neugierde und den Eindruck, daß alle Ausländer sehr vermögend sein müssen. Es weckt natürlich Begehrlichkeiten die uns „reiche Ausländer“ zum geeigneten Objekt von lohnenden Einbrüchen und Überfällen werden lassen. Interessant wäre zu erfahren, wie sich diese Deutsche grundsätzlich gegen Einbruch sicherten. Mittels Alarmanlagen oder Hunden oder überhaupt nicht?

    1. Den Dieben ist es voellig egal , ob es sich um Auslaender oder Einheimischen handelt.
      In dem jetzigen Fall waren alle Dinge vorhanden , wie Hund , A.anlage etc…..
      Hat alles nichts geholfen .
      Es gibt keinen totalen Schutz in PY und nirgends sonst auf der Welt.

  6. Natürlich gibt es keinen 100% Schutz – nirgends. Aber man kann mit Sicherheits-Massnahmen das Risiko minimieren.

    Deshalb würde mich schon interessieren, wie das Ganze abgelaufen ist. Denn daraus kann jeder lernen.

    Sind die Täter einfach zur Tür hereinspaziert, die offen stand? Sind sie über den Zaun gesprungen? Wie sind sie reingekommen, ohne das vorher jemand Alarm schlagen konnte?

    Gab es Beziehungen im Vorfeld? Hatten die Angestellte die Finger im Spiel? Wieso haben sie gerade das Ziel ausgewählt? etc.

    Das wäre interessant bei jedem Überfall zu erfahren. Denn daraus könnte jeder lernen und seine eigenen Konsequenzen ziehen und es bei sich sicherer machen!

    1. Genau, diese Fragen wären wichtig um daraus zu lernen. Normalerweise spielen ordentliche Hunde doch verrückt, wenn Fremden einfach das Grundstück betreten. ‚Damit hätten die Eigentümer zumindest eine Vorwarnzeit um ggfs zu einer Waffe zu greifen. Daß die Hausangestellten eine nicht unwesentlich Rolle spielen ist nahe liegend. Wer sonst konnte von den „Schätzen“ der Hauseigentümer wissen. Daher mein Rat: LIEBER ALLES SELBER PUTZEN UND KOCHEN! Paraguayer werden mein Grundstück niemals betreten, es sei denn, ich wäre in Not. Und damit bin ich im Gegensatz zu vielen anderen bis heute gut gefahren. Aber da kommen die lieben DACHLER nach Paraguay um mächtig auf „den Putz zu hauen“. ‚Daheim hatten sie auch keine Hausangestellten. Doch hier glauben sie das alles notwendig zu haben und protzen noch mit ihrem „Reichtum“ Vielleicht verteilen sie auch noch großzügig Geschenke an die Angestellten und Nachbarn oder erzählen, was sie in der alten Heimat alles hatten. Wie dumm das nur ist! So schafft man sich Neider und Diebe.

      1. Das klingt jetzt etwas nach Xenophobi .
        Ich habe zwar auch weder Gaertner noch Putzfrau , aber ansonsten kommen meine
        Nachbarn schon in mein Haus und Grundstueck zum Quatschen oder schnell mal
        auf einen Terere. Egal , ob nun Paraguayer oder sonst irgend eine Nationalitaet.
        Mit den Hunden verhaelt es sich doch so , das sie meist in den Zwinger kommen ,
        wenn das Personal da ist , oder angekettet werden.
        OK !! In einem muss ich ihnen Recht geben , das rumprotzen und rum erzaehlen
        was man alles wahr bzw. hatte , welches von einigen DACHlern betrieben wird ist
        schon voll daneben.

  7. Ich habe zwei Putzfrauen, die regelmäßig kommen. Seit Jahren, Paraguayer. Das Büro sowie alle Schubladen sind offen und ich bin auch oft nicht anwesend. Noch nie fehlte etwas, seit fünf Jahren. Das Entscheidende: Ich bezahle sie korrekt, jede bekommt 30.000 Gs. für einen halben Tag Putzen. Weihnachten, Ostern usw. Gratifikationen, zusätzlich können sie Zitronen, Paprika usw. ernten. So dürfte wohl jeder Ausländer hier überleben können. Geiz ist geil bringt den Tod!

    1. Prof. Dr. lic. jur. Auuan

      Antworten

      Ich wünsche, dass es auch so bleibt. Offensichtlich ist niemand daran interessiert Schubladen zu stehlen, dies könnte sich aber ändern, wenn man noch ein zuwartet bis man „das lohnende Versteck“ ausfindig gemacht hat.

  8. Ich wollte damit auch nicht sagen, daß unbedingt das eigene Personal vorsätzlich mit den Dieben zusammen arbeitet oder sich selbst als Dieb betätigt, wenn gleich das sehr häufig der Fall ist. Vielmehr ist es doch so, daß die Paraguayos von Natur aus sehr „gesellig und geschwätzig“ sind. Und in diesen Terere-Runden wird natürlich darüber gesprochen, wie die Alemanos u.a. leben, wie es im Haus aus sieht und was die so alles haben. Und schon weiß die halbe Welt Bescheid. Diebe haben lange Ohren!

  9. Wer 60.000 USD im Hause hat, der ist ganz klar gestoert. Man kann das Geld auf ein Konto legen, zu einer Cooperative bringen, auf mehrere Schließfaecher verteilen, aber nicht zu Hause haben.
    9mm scheinr auch so eine PY Phobie zu haben, typisch für die Stadtbewohner.

  10. Prof. Dr. lic. jur. Auuan

    Antworten

    Ich bin für die neuzeitlichen Ureinwohner einfach nicht berechenbar.
    Wer jeden Montag pünktlich um 9.00 Uhr für ein paar Stunden seine Kommissionen erledigen geht muss sich nach seiner Rückkehr nicht wundern, wenn er plötzlich keine Fenster mehr eingebaut hat, es sei denn, man hat sie vorher angenagelt.
    Und für was man die ganze Nacht das Licht angelassen sein muss habe ich auch noch nicht verstanden. Vielleicht brauchen die Einbrecher Licht, die Hunde nicht. Da finde ich einen Bewegungsmelder, der das Licht einschaltet schon sinnvoller.
    Vielleicht muss man das Licht auch nur deshalb einschalten – wenn man keine Zeitschaltuhr hat – damit wenn man eben einmal nicht vor Dämmerung nach Hause kam, sämtliche Taugenichtse wissen, dass man nicht zu Hause ist da sonst Licht brennen würde.
    Auch würde ich es nicht so machen wie die Paraguayer, den Hund den ganzen Tag an einen Baum zu binden, damit er den ganzen Tag bellt, denn wenn er wegen einem Einbrecher bellt fällt dann niemandem mehr auf.

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