Umstrittenes Umweltabkommen

Asunción: Nachdem der Bischof Edmundo Valenzuela massive Kritik an dem Umweltabkommen Escazú übte, beschloss die Exekutive die Vertragsunterzeichnung zurückzunehmen. Vor allem die Transparenz von Informationen bei Umweltinformationen steht zur Diskussion.

Angesichts der schwerwiegenden Probleme, die durch den Klimawandel, die Zerstörung von Ökosystemen und Umweltverbrechen in der Region verursacht werden, wurde das Escazú-Abkommen geschaffen, das den freien Zugang zu Umweltinformationen transparent machen soll, um die Situation in diesem Sektor zu verbessern.

Im September letzten Jahres gehörte Paraguay zu den 21 Ländern, die das Escazú-Abkommen unterzeichnet hatten. Um in Kraft treten zu können, müssen 11 Länder es ratifizieren, derzeit haben 5 Nationen dies bereits getan.

Ezequiel Santagada, Anwalt und Experte zu diesem Thema, erklärte, dass eines der Hauptelemente der Vereinbarung darin bestehe, die Informationen zu Umweltfragen zu klären, damit die Öffentlichkeit freien Zugang dazu hat und angemessen beteiligt wird.

Weitere Punkte, die in diesem Regionalvertrag angesprochen werden, sind die Verteidigung der Menschenrechte von Personen, die sich für die Umwelt einsetzen. In verschiedenen Ländern Lateinamerikas gab es hohe Kriminal-, Diskriminierungs- und sogar Todesfälle, die in diesem Sektor nicht geahndet wurden.

In der vergangenen Woche kündigte der Außenminister Antonio Rivas an, die Unterschrift des Präsidenten zurückzuziehen, um das Vorhaben der Ratifizierung dieses Abkommens zu überprüfen.

Valenzuela hatte in einem Video gesagt, dass die Vereinten Nationen mit dieser Vereinbarung versuchen, Geschlechterideologie, Abtreibung und Sterbehilfe durchzusetzen.

Santagada betonte, das Abkommen habe mit Umweltproblemen zu tun und nichts mit dem, was bestimmte Sektoren über die sogenannte Geschlechterideologie und verwandte Themen zum Ausdruck gebracht hätten.

„Der Prozess ist sowohl in Argentinien als auch in Mexiko fortgeschritten. In Chile gab es einige Einwände von Seiten des Umweltministeriums, aber sie sagten nicht, dass sie den Vertrag nicht ratifizieren werden, sondern dass sie ihn analysieren“, erklärte er.

Santagada berichtete, dass die Exekutive das Projekt auf der zur Suche nach einem Konsens zurückgezogen habe und die Angelegenheit gut studiere. „Ich bin sicher, dass das Projekt zur Ratifizierung an den Kongress zurückgeschickt wird“, sagte er.

Er fügte an, dass es bei anderen internationalen Abkommen auch solche Fragen gegeben und der Präsident umsichtig gehandelt habe, weil es zu diesem Zeitpunkt nicht angebracht sei, das Abkommen zu genehmigen oder abzulehnen.

Seinerseits vertrat Santaga die Auffassung, dass dieses Abkommen in vielerlei Hinsicht nicht nur ökologisch, sondern auch kommerziell für Paraguay von Nutzen sein werde, was es legal hergestellten paraguayischen Produkten erleichtern würde, mehr und bessere Märkte zu erschließen, indem Informationen über ihre Herstellung bereitgestellt werden.

Auf der anderen Seite sagte José Cartes, Direktor von Guyra Paraguay, dass sie als verbündete Organisation mit anderen die Zustimmung zum Escazú-Abkommen befürworten.

„Das Abkommen sieht vor, dass Paraguay über einen nationalen Rechtsrahmen verfügt, der den Zugang zu Informationen für Menschen gewährleistet, die mit natürlichen Ressourcen zu tun haben“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass in Paraguay viel über nachhaltige Entwicklung geredet werde und Hersteller, die sich dafür einsetzen, wüssten, dass der wichtigste Rahmen für die Erreichung von Nachhaltigkeit der Zugang zu Informationen sei.

„Wenn man Produkte aus der Landwirtschaft oder Viehzucht zertifizieren möchten, fordern die Kunden zunächst den freien Zugang zu Informationen, da auf diese Weise sichergestellt werden kann, dass alle Regeln eingehalten werden“, sagte Cartes.

Cartes ist zuversichtlich, dass die Agrarindustrie dieser Transparenz zustimmt. „Wenn wir eine nachhaltige Entwicklung erreichen wollen, sollten wir über diese grundlegenden Aspekte nachdenken“, sagte er.

Wochenblatt / El Independiente

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1 Kommentar zu “Umstrittenes Umweltabkommen

  1. Sind hier alle weltweit gleichgeschaltet?

    „Klimawandel“

    Ja, es gibt ihn, seit Jahrmilliarden.

    Den Menschen gibt es bestenfalls einer Jahrmillion, also sehr viel weniger als ein Drittel von einem Tausendstel.

    Und jetzt erzähle mir einer, der Mensch kann das Klima wandeln??!

    Der Mensch kann das Wetter, dank unbegrenztem Kredit, mittels HAARP und Chemtrails ändern, aber nicht das Klima.

    Gott sei Dank!

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