Umweltfreundlicher Biodiesel aus Soja

Asunción: Das brasilianische Unternehmen ECB Group, Omega Green, kündigte an, im Land eine Investition in Höhe von 800.000.000 USD vorzunehmen, um Biodiesel zu produzieren, der hauptsächlich aus Soja besteht.

Der Leiter der Firma, Erasmo Carlos Batistela, besuchte zusammen mit der Ministerin für Industrie und Handel, Liz Cramer, den Regierungspalast und teilte mit, dass die Arbeiten für die Fabriken in Asunción und Villeta im März nächsten Jahres beginnen werden.

Warum hat sich die Firma für Paraguay entschieden, um ihre Investitionen zu tätigen? Auf diese Frage von Reportern antwortete Batistela, dass es mehrere Faktoren gegeben habe, die dazu geführt hätten, sich in Paraguay niederzulassen.

„Das Land hat die Politik, Investitionen anzuziehen, auch Rechtssicherheit, andere brasilianische Geschäftsleute sprechen sehr gut davon. Ein weiterer Faktor ist das ausgewogene Finanzsystem, es hat ein gutes Rating. Paraguay ist auch ein großer Produzent von Rohstoffen. Ein weiterer Aspekt ist die Steuer, die niedrigste Steuermatrix in der ganzen Region“, sagte er.

Für den Bau der Fabriken und deren Infrastruktur werden nach Angaben von Batistela dreitausend Personen beschäftigt sein. Indirekt sollen mehr als 10.000 Menschen Brot und Arbeit finden, wobei sich diese der Herstellung von Rohstoffen widmen.

Ein weiterer vom Unternehmer hervorgehobener Aspekt ist die Hochtechnologie, die das Unternehmen zur Optimierung der Produktion einsetzen wird.

In Bezug auf den Markt, betonte Batistela, dass dieser ziemlich breit gefächert sei, einschließlich Brasiliens, der Vereinigten Staaten und der Länder der Europäischen Union.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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13 Kommentare zu “Umweltfreundlicher Biodiesel aus Soja

  1. Die dümmste Idee überhaupt! Landwirtschaftlich nutzbare Flächen sinnlos dem Bio-Wahnsinn opfern. Damit werden Anreize geschaffen, noch mehr Waldflächen zu roden. Die Mächtigen werden damit nur noch mächtiger, die Reichen nur noch reicher – aber nennenswerte Arbeitsplätze (angeblich 10.000 neue Arbeitsplätze, wie lächerlich und verlogen!!!) und Nahrungsmittel werden damit nicht produziert. Wieder so eine Volksverdummung.

  2. Natürlich ist es Umweltfreundlich,
    – Wald zu zerstören
    – Boden mit Glyphosat zu vergiften
    – Diesel für Traktoren zu verschwenden
    – Boden dadurch langfristig unfruchtbar zu machen (Vergiftung+Verdichtung)
    um dann „Bio“Kraftstoffe herzustellen.
    Ob man nich sogar Öl sparen könnte, wenn man direkt mit Mineralölprodukten fahren würde, ohne diesen Umweltschädlichen Zwischenschritt.

  3. Da ist es wieder, das alte Problem Fuel or Food, Paraguay könnte stattdessen den Anbau von Jatropha forcieren, aber die wächst ja ohne Monsanto?
    Bis hier in Paraguay sinnvolles Agrarmanagement angekommen ist, ist das Land am Arsch?

    1. Was du nur hast. In Deutschland sagen doch die Grünen, dass das alles so gut ist. NIcht umsonst macht die reGIERung Verträge mit dem Mercosur. Das bisschen Urwald, das gerodet werden muss, ist doch lächerlich, alles nutzloses und oft totes Holz. Da planzen wir in Deutschland medienwirksam 3 Bäume vor den Behausungen der reGIERungstypen und schon ist die Welt in Ordnung.

  4. „Nachwachsende Rohstoffe“ Biodiesel, Äthanol jahrelang von einer Partei verlangt und noch gefördert für das „gute Gewissen“ in der Klimabilanz einiger Länder!

  5. Kuno Gansz von Otzberg

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    So wie ich in einem Artikel anno dazumal schon ausrechnete, kann Paraguay, wenn es all seine Sojaernte zusammenkratzt und das Sojaoel zu Biosprit macht, rund 25% seines Dieselbedarfs decken. Nicht annaehernd reicht die nationale Ernte zu um den Brennstoffbedarf zu decken.
    Brasilien versuchte es in den 1990gern mit Alkoholfahrzeuge – die kriegtest du im Winter fuers Leben nicht angelassen – so dass nach 20 Minuten Batterietod nur noch das herunterschuetten eines 3 Leones Alkoholschnapses fuer den frustrierten Eigentuemer des „heil’gen Blechle“ uebrigblieb.
    Man stieg bald ueber auf Benzin und dann direkt auf Diesel.
    Atomenergie ist immer das technisch billigste – vor allem Thoriumatomenergie. Du brauchst fuer einen Menschen pro Leben nur einen tennisballgrossen Thoriumball um all seinen Energiebedarf zu decken, inklusive Brennstoff fuer Auto und Motorrad. Die Reststrahlzeit der Thoriumatommuells betraegt nur 300 Jahre anstatt 1 Million Jahre fuer heutigen konventionellen Atomenergiemuell.
    Hydrogen waere auch eine Option.

  6. Millionen Menschen hungern, alle Minute stirbt ein Kind an Unterernährung.
    Bio macht hierzulande Automotoren kaputt, da hiesig Rocheln für Alkoholfrei 95 ausgelegt sind und trotzdem 15% Grünzeugs, Dreck und Wasser saufen müssen- Dichtungen werden zerfressen. Der bekommt bald einen Kolbenklemmer.
    In Brasilien und USA, wo der Anteil an solchen dafür ausgelegten Fahrzeugen erheblich höher ist als in Paragauy, macht es Sinn, diesen dort herzustellen, die Herstellung hierzulande macht absolut keinen Sinn den Treibstoff „umweltverträglich“ Tausende Kilometer weit zu transportieren. Arbeitsplätze schaffen gut, aber den Weg finde ich falsch.

  7. Kuno Gansz von Otzberg

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    «Kuno Gansz von Otzberg
    11. April 2019 um 11:23
    Wenn man bedenkt dass die Sojabohne so in etwa max 20% Oelgehalt hat wovon davon noch so bei 5% als Verlust abgeht, so bleiben noch 15% Oel von 1 Kg, also etwa 0.15 Liter Oel von einem Kg Sojabohnen. Also in etwa 0.15 Liter Brennstoff von 1 Kg Sojabohnen. Also um einmal den Autotank mit 50 Liter Brennstoff zu fuellen braucht es etwa 350 Kg Sojabohnen (das waere dann B100 also 100% Biodiesel). 300 Kg dieser GMO Expeller werden dann zu Kraftfutter fuers Vieh verarbeitet. Wenn jetzt der Sojaertrag bei 2500 Kg pro Hektar liegt so gibt 1 Ha Soja gerademal 357 Tankfuellungen von 50 Liter. Also 1 Ha Soja wuerde in etwa fuer 6 Autos pro Jahr reichen um deren Kraftstoffbedarf zu decken (1 mal pro Woche 50 Liter tanken). https://wochenblatt.cc/rekordernte-bei-der-soja-in-paraguay/
    10.000.000.000 Kg Soja pro Jahr geben dann 1.428.571.428 Liter Biodiesel wenn die ganze paraguayische Sojaernte fuer Biodiesel gehen wuerde. Wenn jedes Auto 50 Liter davon pro Woche braucht also jedes Auto rund 2500 Liter Brennstoff pro Jahr braucht (50 Wochen gerechnet) dann reicht die paraguayische Jahressojaernte fuer 571428 Fahrzeuge pro Jahr. Also der gesamte Dieselbedarf von 571.428 Fahrzeugen in Paraguay wuerde durch die gesamte Sojaernte des Jahres gedeckt werden.
    Also nach diesem https://www.5dias.com.py/2018/04/53-769-vehiculos-ingresaron-en-2018/, hat Paraguay in etwa einen Fahzeugbestand von 2.116.183 Fahrzeugen. Die gesamte Sojaernte des Landes wuerde in etwa 25% des Brennstoffbedarfs Paraguays decken wuerde Biodiesel den „fossilen“ Diesel ersetzen.
    Ich hoffe Adam Riese stand mir bei inmitten der Verzettelungen dieser Rechnung.
    In etwa so sieht die Gruene Energie Rechnung in Deutschland auch aus. Das ganze Land muesste jeden Quadratmeter mit Windraedern und Solarpanele zugedeckt sein um den Gruenen Energiealbtraum zu realisieren.»

    1. Was in Deutschland möglich an Wind und Solaranlagen wäre ist einiges aus „Gründen Gründen“ nicht realisierbar.
      Noch böser sieht es bei Kleinwasserkraftanlagen, da sind die grünen Auflagen so groß das ein Bau so gut wie unmöglich ist.
      Da würde vieles möglich sein zwischen 6,5-25KW und mehr.Kleiner Bachlauf ohne Staustufe bringt oft schon 6,5Kw und mehr, bei richtiger Planung.

  8. laut nova-Studie liegt die Wertschöpfung bei 300 – 3600 Euro pro Hektar wobei Biodiesel und Pflanzenölkraftstoffe am unteren Ende liegen. Unter günstigen (politisch) Bedingungen könnten so bis 2020 in Deutschland 1,9 Millionen Hektar belegt werden. das würden 950000 ha Raps 670000ha Weizen 175000 ha Zuckerrüben. EEG (erneuerbare-energie-Gesetz) Importe für die EU (naWaRo) im neuen Handelsabkommen der Agrar-industrie haben etwa 26% der Betriebe ihre Produktion verlagert.

  9. Kuno Gansz von Otzberg

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    Pflanzenoel ist weit rentabler als Biodiesel. Biodiesel stellt man ja nur her um den Kraftstoff an den Motor anzupassen – so gut es geht. Waeren alle Dieselmotoren gebaut fuer reines oder unreines Pflanzenoel, so gaebe es keine erneuerbarere Energiequelle fuer Kraftstoff als das. Nur eben die Industrie und Politik hat das Pflanzenoel und danach den Biodiesel, systematisch absichtlich „gekillt“, indem man schnell die Motoren biounvertraeglich baute. Absichtlich. Siehe VW Amarok, Common Rail Motoren und andere. Die Vorkammerdieselmotoren fahren problemlos an Pflanzenoel (mit Modifikation) und Biodiesel (ohne Modifikation) – das sind die camionetas aus den mitte 1990gern.
    Pflanz Soja, Baumwolle, Raps, Erdnuesse, Rizinus, usw an, press das aus mit Pressen, filter das Oel grob und schuett es in dafuer gebaute Motoren rein (als Brennstoff). Nur eben dann sind die alten MAN „Allesfresser“ Motoren wieder dran. Die alten Multibrennstoffmotoren/Vielstoffmotor: https://de.wikipedia.org/wiki/MAN_630.
    Sollte das Laborfleisch bald 50% des Weltmarktes decken, dann ist die Stunde des Pflanzenoels und Biodiesels wohl gekommen denn dann ist der einzige sichere Absatzmarkt fuer diese millionen brachliegenden Agrarflaechen nur der Brennstoffmarkt denn das Vieh braucht ja kein Futter mehr (oder wenigstens 50% weniger).

  10. Irgenwie habe ich das Gefühl dass die Schreiber der Kommentare zum Thema „Umweltfreundlicher Biodiesel aus Soja“ in einem anderen Zeitalter leben.
    Wer redet denn heute noch von Diesel, Benzin oder Pflanzenöle als Brennstoffe für Automotoren. Bis 2023 werden allein in Deutschland Millionen von Elektroautos gebaut werden und die brauchen keine flüssigen Brennstoffe.

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