Umweltsekretariat verteidigt Teju-Anordnung

Asunción: Obwohl in Europa bis zu 50 US-Dollar für eine einzige Tierhaut einer Riesenechse bzw. Schwarzweißen Teju bezahlt wird und eine neue Studie über die Population nicht vorliegt wird seitens des Umweltsekretariat diese Maßnahme verteidigt, da es keine Jagd sondern eine Art Auslese bzw. Ernte sei. „Wenn man Kühe schlachtet spricht man auch nicht von einer Jagd auf Kühe, versucht Martha Motte, eine Sprecherin des Umweltsekretariats die Anweisung zu minimalisieren. Dass der daraus resultierende Gewinn die 10 Millionen US-Dollar Marke überschreitet macht nachdenklich, was wirklich dahinter steckt.

Noch vor wenigen Jahren zahlte man Indigenen im Chaco 10.000 Guaranies für gefangene Tiere. Motte jedoch erklärte, dass die 214.000 Tiere die zur „Ernte“ freigegeben sind keine Gefahr für den tatsächlichen Bestand darstellen. Dies muss jedoch auf eine Schätzung beruhen, da in der Neuzeit keine Studien dazu angefordert oder durchgeführt wurden.

Der Teju wird u. a. auf Farmen und in Zuchtbetrieben gehalten und dient in Südamerika als wichtiger Rohstofflieferant für die Lederindustrie, wo aus seiner Haut Gürtel, Stiefel, Uhrenarmbänder u. ä. hergestellt werden und als exotisches Produkt hohe Preise erzielen. Ferner ist sein Fleisch auf dem landesüblichen Speiseplan zu finden. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Südamerikas. Insbesondere in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Brasilien ist er sehr weit verbreitet und stellt im adulten Alter das dominante Faunaexemplar dar. Er ist meist in der Savanne und offenen Graslandschaften zu Hause und hält sich zum Schlafen überwiegend im Unterholz auf.

(Wochenblatt / Abc / Wikipedia)

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4 Kommentare zu “Umweltsekretariat verteidigt Teju-Anordnung

  1. Martha Motto sollte noch einmal die Schulbank drücken um zu wissen das bei Rindern der Bestand klar ist.Oder glaubt sie der Bauer schlachte viele seiner Kühe in der Hoffnung das noch genügend da sind?Wie Blöd ist das denn?
    Aber 10 Millionen Dollar lassen das Gewissen erst garnicht aufkommen.Bin damit einverstanden wenn die Tiere gezüchtet werden zur Vermarktung das hat sogar den Vorteil das ein paar Arbeitsplätze auf diesen Tier Farmen entstehen würden.Aber da muss man ja erst einmal investieren und braucht Zeit.Wann lernen Politiker das sie das Volk zu vertreten haben nicht mehr und nicht weniger,sie sind keine Neue Klasse von Adeligen und haben nicht das Recht Volkseigentum zu verschleudern um sich die Taschen zu füllen oder glaubt einer das Geld von 10 Millionen wurde Gemeinnützig wieder eingesetzt.
    Ich glaub das nicht ,weil ich lieber Bayer auch nicht an den Weihnachtsmann glaube,denke nur immer das ich genug Elend gesehen und erlebt habe und möchte von daher hoffen das mal ein Umdenken stattfinden möge. Aber wie sagt man so schön “ Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

  2. Nach 30 paradiesischen Jahren im Land der immer scheinenden Sonne bin ich zu Erkenntnis gekommen, dass für viele Paraguayer nur ein totes auch ein gutes Tier ist. Oft nicht mächtig einen Satz fehlerfrei in Spanisch zu schreiben, sind sie im Umgang mit Waffen, um auf alles zu schießen was sich irgendwie bewegt, sehr schnell. Wenn ich über 200.000 Tiere zum Abschuss frei gebe ohne überhaupt zu wissen wieviele es noch gibt, muss ich im Kopf nicht ganz klar sein. Es gibt wohl nichts was für Geld nicht gemacht wird. Natur hat hier keinen Stellenwert. Außer von ein paar mutigen Tierschützern gibt es praktisch keinen Protest. Wenn ein Paraguayer an eine Echse denkt dann nur wie er sie am besten erlegen und zubereiten kann.

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