Uneinigkeit in der Regierung

Asunción/Curuguaty: Während Präsident Fernando Lugo den Colorado Rubén Candia Amarilla zum neuen Innenminister ernannte und somit die komplette linke Frente Guasu überging und einen Polizeikommandanten einstellte, der zum Teil Verantwortung für die Operation in Curuguaty trägt, arbeiten Kräfte aus dem eigenen Lager daran, die neuen Autoritäten zu diskreditieren.

Miguel Ángel López Perito, Chef des Zivilkabinetts der Präsidentschaft, erklärte nach einem Kurzbesuch in der Konfliktzone, dass sich Kämpfer unter der Bauern gemischt hätten deren einzige Absicht es sei, die Regierung Lugos schlecht dastehen zu lassen.

Emilio Camacho, Übergangspräsident des Indert und juristischer Berater der Präsidentschaft jedoch ruft zu einer Untersuchung gegen den neuen Polizeikommandanten Arnaldo Sanabria auf, der eine gewissen Mitschuld an der falschen Einschätzung der Lage vor der Operation trägt. Tatsächlich sollte am vergangenen Freitag keine Räumung stattfinden sondern nur eine Entwaffnung der Besetzer. Bei solch einem Einsatz das Räumungsprotokoll einzuhalten ist kategorisch falsch.

„Ich habe vorgeschlagen, dass sich der Generalstaatsanwalt Javier Díaz Verón persönlich dem Fall annimmt, da Sanabria am Freitagmorgen auf der Estancia Morombí war“, sagte Emilio Camacho.

Kritik an der Handhabung der Lage kam auch aus den Reihen der PLRA und in ihrer Geschlossenheit von der ANR.

(Wochenblatt)

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