Unentschlossenheit benachteiligt Bewohner im Chaco

Loma Plata: Es fehlen nur Tage bis zwei Jahre herum sind, seitdem das Ministerium für öffentliche Bauten zur Ausschreibung der Strecke Loma Plata – Carmelo Peralta aufrief. Passiert ist seitdem nichts.

Der 300 km lange Abschnitt zwischen dem zentralen Chaco und der Grenze zu Brasilien ist Teil des Bi-ozeanischen Korridors, der anscheinend nicht über die Planungsphase hinausgeht. Die Richtlinien zur Teilnahme wurden insgesamt zwar 20 Mal unternehmensfreundlich verändert, vergeben wurde die Baustelle jedoch immer noch nicht.

Eine bestimmte Charakteristik scheint Bauunternehmer davon abzuhalten. Die schlüsselfertige Variante verpflichtet den Bauunternehmer dazu alles vorzufinanzieren, was über internationale Banken funktionieren soll. Erst wenn alles fertig ist und abgenommen wurde, zahlt der Staat. Angebote der Bauunternehmen reichen von 443 – 477 Millionen US-Dollar. Das Ministerium für öffentliche Bauten ging zu Beginn jedoch davon aus, dass die Kostenobergrenze von 400 Millionen US-Dollar nicht überschritten würde.

“Wir kommen voran, bereiten einige Berichte vor die uns das Finanzministerium erbeten hatte und dann entscheiden wir darüber, welches Angebot angenommen wird“, so Claudia Centurión, Vorsitzende der Abteilung strategische Projekte des Ministeriums für öffentliche Bauten (MOPC).

Mit der Umsetzung des Projekts würden die Departements Boquerón und Alto Paraguay direkt begünstigt. Angrenzende Regionen werden jedoch auch Vorteile zu spüren bekommen.

Der zweite Teil des Bi-ozeanischen Korridors geht von Cruce Centinela über Mariscal Estigarribia nach Pozo Hondo. Erst unter der kommenden Regierung wird dazu eine Ausschreibung stattfinden. Ebenso wenig geht man Teil 3 an, ein Brücke zwischen Carmelo Peralta und Puerto Murtinho, Brasilien. Auch hier braucht es noch Geduld.

Wochenblatt / Última Hora

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1 Kommentar zu “Unentschlossenheit benachteiligt Bewohner im Chaco

  1. „Die schlüsselfertige Variante verpflichtet den Bauunternehmer dazu alles vorzufinanzieren, was über internationale Banken funktionieren soll. Erst wenn alles fertig ist und abgenommen wurde, zahlt der Staat.“

    Bei solchen Grossprojekten wird das alles viel zu teuer. Und eine Baufirma ist nicht dafuer zustaendig, auch noch nach einem Darlehen zu suchen, das ist Aufgabe des Staates bzw. des Auftraggebers.
    Wuerde mich mal interessieren, ob dieses Modell in anderen 3.Welt-Staaten wirklich funktioniert, ich zweifle daran.
    Das waehrend der Ausschreibung zwanzig Mal rummodifiziert wurde zeigt, dass da nicht wirklich Spezialisten in dem Gebiet taetig waren und bei der Auswertung wissen sie nun auch nicht, wie sie das machen muessen.

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