Unschuldig aber aufmüpfig

Concepción: Edgar Américo Chilavert ist ein lokaler Reporter, der vor knapp zwei Jahren den Verkauf des Hafens der Stadt ans Licht brachte und somit den Clan Urbieta in Bedrängnis, der das Departement unter seiner Kontrolle hat.

Wegen seiner direkten Vorgehensweise und der Tatsachen die er schuf, wurde er für die Familie Urbieta zum Staatsfeind N° 1. Ihm wurde Unzucht mit einer Minderjährigen angedichtet, basierend auf ein paar Kopien von Chatverläufen. Die Staatsanwaltschaft forderte 18 Jahre Haft. Chilavert saß 19 Monate unschuldig hinter Gittern, wie das Urteil mehr als klar erkennen ließ. Am Tag seiner Entlassung, vor rund einer Woche, war ganz Concepción auf den Füßen und feierte ihn.

Am vergangenen Sonntag dann wurde er im Morgenprogramm La Lupa von Telefuturo interviewt, wo man ihm neben seiner abenteuerlichen zeit hinter Gittern auch Fragen stellte, die ihm unangenehm waren. Seine Freundschaft zu Ruben Sánchez war eine davon, da dieser als Drogendealer der Zone bekannt ist. Im Interview gestand er die Freundschaft ein. Wenig später jedoch richtete er in einem anderen Video weitere Worte mit erpresserischem Unterton an Patricia Vargas, die ihn aus dem Studio in Asunción diese Fragen stellte. Des Weiteren kanzelte er sie als Dorfjournalistin ab. Als Antwort darauf kam von Moderator Oscar Acosta und Luis Bareiro (beide bei Telefuturo und NPY) eine Kritik, die sich gewaschen hat, in Bezugnahme auf Freundschaften von Journalisten mit Drogendealern. Quintessenz des Disputes war eine breitgefächerte Entschuldigung von Edgar Chilavert, gerichtet an Acosta und Bareiro.

Wochenblatt / Twitter

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