USD steigt und der Guarani verliert über 8% an Wert

Asunción: Der Anstieg des US-Dollars wirkt sich vor allem auf die Importe von Konsumgütern aus. Zudem verlor der Guarani im Vergleich zum Jahr 2018 über 8% an Wert.

Paraguayische Importe aus dem Ausland, die für den Konsum bestimmt sind, waren laut Außenhandelsbericht der Zentralbank von Paraguay (BCP) vom Anstieg des im Jahr 2019 registrierten US-Dollarkurses betroffen.

Nach den jüngsten, von der BCP veröffentlichten Außenhandelsdaten belief sich der Import von Konsumgütern Ende Dezember auf insgesamt 3,624 Milliarden USD, 10% weniger als im letzten Monat des Jahres 2018.

Nach ihrer Einteilung der Produkte, ob langlebig oder nicht langlebig, war der stärkste Einbruch bei den Einfuhren von langlebigen Gütern zu verzeichnen, die vor allem aufgrund der geringeren Nachfrage bei dem Kauf von Kraftfahrzeugen einen Rückgang von 18% aufwiesen.

Die Importe von Verbrauchsgütern gingen hingegen zwischen Dezember 2018 und 2019 um 7,5% zurück, da der Import von Getränken und Tabakwaren um 13% weniger wurde.

Der deutliche Einbruch bei dem Import dieser Art von Waren steht in direktem Zusammenhang mit dem Verlust der Kaufkraft des Guarani gegenüber dem US-Dollar, so die Analyse des Beratungsunternehmens Mentu in seinem Bericht über den Finanzmarkt.

Im Jahr 2019 verzeichneten die Guarani eine Abwertung von 8,8% gegenüber Ende Dezember 2018 und beendeten das Jahr mit einem Kurs von 6.420 Gs./USD.

Der US-Dollar-Guarani-Wechselkurs zeigte zum Schluss des Jahres 2019 einen gewissen Aufwärtstrend, der aber eher durch spekulative Faktoren des professionellen Marktes als durch die tatsächliche Nachfrage bedingt war. Im Jahresverlauf war jedoch ein starker Kurs des US-Dollars zu verzeichnen, der vor allem aufgrund externer Faktoren sogar seinen Höhepunkt erreichte. In diesem Sinne steht die Währung Guarani an dritter Stelle, die im Jahr 2019 gegenüber dem Greenback am stärksten an Wert verlor.

Laut Bloomberg schloss der argentinische Peso mit einer Abwertung von 59,08%, gefolgt vom uruguayischen Peso mit 15,10% und dem Guarani mit 8,28%.

Wochenblatt / La Nación

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5 Kommentare zu “USD steigt und der Guarani verliert über 8% an Wert

  1. Nun, wir wissen ja, daß die WB-Kommentare aus verschiedenen Tageszeitungen abgeschrieben und übersetzt wurden. Es wäre interessant zu wissen, ob in der Urschrift des obigen Artikels in „La Nacion“ ebenfalls für den US-Dollar der Spottname „Greenback“ verwendet wurde, oder ob es sich dabei um einen Übersetzungsfehler handelte. Dieser Begriff stammt eigentlich aus eine Zeit, in der der US-Dollar weniger wert war als das Papier, worauf er gedruckt war, und man nannte ihn deshalb verächtlich weltweit den „Greenback“. Erst durch seine aktive Beteiligung am Ersten Weltkrieg wurde aus dem Schuldnerstaat USA ein Gläubiger-Staat.

    1. In welchem Zeitraum war der US Dollar weniger Wert als das Papier?
      Finde nur die einseitig bedruckte Reichsmark im November 1923 die war weniger Wert als das die Druckerschwarze auf der unbedruckten Seite!

  2. Ja und heute?
    USA verschuldet über beide Ohren. Schauen Sie sich doch mal bitte den Haushalt an. Diese Schulden kann keine Generation zurückzahlen.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Greenback Geschichte hier https://en.wikipedia.org/wiki/Greenback_(1860s_money).
    Es ist allerdings nicht so wie Martin sagt. Der Greenback war nie wertlos, wenigstens nicht wertloser als andere damaligen Papierwaehrungen. Importe durfte man mit dem Greenback bezahlen aber Steuern wiederum nicht. Gold und Silber musste her wenn man was kaufen wollte.
    Der Greenback war das erste Fiat Geld das nicht durch Gold oder Silber gedeckt war sondern nur durch das Versprechen (Vertrauensvorschuss) der US Regierung dass dieser eventuell in Zukunft durch Gold honoriert wurde. Papiergeld wurde damals von jeder Privatbank herausgegeben als Schein dass der Inhaber so und soviel Gold bei der Bank hinterlegt hatte. Wenn das Papiergeld dann anderen Leuten gegeben wurde, so liefen diese zu der Privatbank (nicht irgendeine) und konnten sich so das Gold heben. Wurde die Bank dann ueberfallen oder ging waehrenddessen Pleite, so war das Geld nicht mehr gedeckt und man sass auf einem wertlosen Stueck Papier.
    Und zu so einem System wollen noch so manche Kommentatoren zurueckkehren…
    Wie viel besser ist unser heutiges Geldsystem dass als universale Waehrung gilt und von allen akzeptiert wird.
    Die Steuerbehoerde kommt ja auch nicht ploetzlich auf die Idee dass Steuern in Gold bezahlt werden muessen und nicht mehr in Guaranies oder USD. Oder die online Kaeufe muessen in Silber abgewickelt werden und nicht in PYG.
    Eben, so viel man an unserem Geldsystem rumnoergeln wollte, es ist allemal weit besser weil als universale Waehrung wenigstens anerkannt – nicht dass Bancop auf einmal Geld druckt und da die Mennoniten aufzwingt dieses bei der Kooperative zu brauchen welches aber Privathaendler nicht akzeptieren, Steuern muessten in Gold bezahlt werden und nicht in Bancop Geldnoten welche bei Amazon sowieso nicht gueltig waeren – wuerde Bancop einmal ueberfallen so verloere das Bancop-Geld komplett seinen Wert da es nicht mehr mit Kilogramm Fleisch gedeckt waere. Usw. So war es frueher im 18. Jahrhundert in Europa und Nordamerika – der spanische Peso war damals in ganz Amerika (Sued- und Nordamerika) eine universal anerkannte Waehrung weil dieser Gold enthielt – wer Gold hatte der hatte die beste Waehrung und die Laender die Goldminen hatten hatten die stabilste Waehrung.
    Wollen wir zu dem System zurueck? Ich glaube alle waeren schnell wieder beim USD, Teuro und PYG angelangt.
    Im Goldsystem gibts nur mehr Geld wenn mehr Gold oder Silber gefunden wird. Keine Lohnerhoehung wenn nicht mehr Gold aus den Minen geholt wird.
    Deswegen den Preis von Etwas festzustellen hat meist nie was mit Produktionskosten zu tun sondern ist ne subjektive Sache. Siehe Windows XP dass damals ohne Lizenz gesperrt wurde wo man heute schon Windows 10 legal runterladen und installieren kann ohne Lizenz und einem wird nichts deswegen und es funktioniert einwandfrei und ohne merkliche Einschraenkungen – da wurde ne frueher teure Sache 20 Jahre spaeter praktisch kostenfrei (mit dem „Aktivieren Sie doch bitte bitte bitte Windows 10“ Wasserzeichen unten rechts koennen wir ja alle ganz gut leben und schlafen). Frueher wie heute haette diese Software gratis sein koennen.
    Zum Teuro wollen die Suedlaender alle wieder zurueck wenns ihnen mit ihren Ramschwaehrungen wieder mit Zinsen und galloppierender Inflation an den Kragen geht.

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