Velázquez fordert Wechsel der Wahlaufseher in der ANR

Asunción: Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat Hugo Velázquez fordert offiziell die Auswechslung der Wahlprüfer der Colorado Partei, die für die Ergebnisse interner Wahlen verantwortlich sind. Velázquez hat gute Gründe die Cartes-Anhänger anders interpretieren.

Der Präsidentschaftskandidat Hugo Velázquez beantragte am Montag die Einsetzung eines neuen Wahltribunals (TEP) für die ANR. In diesem Sinne forderte er eine stärkere Beteiligung seiner kürzlich gegründeten Bewegung, der Fuerza Republicana.

Auf einer Pressekonferenz erläuterte der Vizepräsident der Republik, Hugo Velázquez, den Inhalt der Note, die an den Präsident der ANR, Pedro Alliana, gerichtet ist.

Velázquez fordert ein sofortiges Treffen zwischen den Führern der von der ANR anerkannten Bewegungen und einen “vollständigen Wechsel” der Mitglieder des TEP und des Verhaltenstribunals, da es in beiden Gremien “verschiedene Unregelmäßigkeiten” gebe.

Im Sinne der Transparenz sollte Alliana hierbei zustimmen, abgesehen davon, dass er als ANR Parteipräsident nicht zu sehr eine Bewegung begünstigen darf. Dennoch wirft die Cartes-Medien Maschinerie Velázquez vor, dass seine Wählerschaft geringer ist (als die von Santiago Peña) und somit die Zahlen bei den kommenden internen Wahlen geschönt werden sollen. Velázquez hingegen will nur eine ausgeglichene Anzahl von Vertretern, die aktuell zu 80 % von Cartes-Anhängern besetzt sind und demnach Peña und Alliana (der Vizepräsidenten werden will) bevorzugen.

Cartes-Sprecher sind aktuell dabei Hugo Velázquez als Verlierer darzustellen (und Santiago Peña als Gewinner), was im Sinne der eigenen Kampagne der Hauptexistenzgrund von La Nación und Hoy ist.

Wochenblatt / Hoy / Abc Color

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4 Kommentare zu “Velázquez fordert Wechsel der Wahlaufseher in der ANR

  1. Was für ein widerliches Schauspiel ist das nur! So wie jetzt innerhalb der Colorados miteinander umgegangen wird, so wird das nach der Präsidentschaftswahl noch viel schlimmer sein. Auf der Strecke bleibt das Volk, die Bürger mit deren Steuern umgegangen wird, als hätten die Politiker die Vollmacht, treiben zu dürfen, was ihnen gerade in den Sinn kommt und was ihnen am besten nützt. Nur leider, bei den Oppositionsparteien sieht das auch nicht besser aus. Diese Mentalität steckt tief und durchzieht alle Kreise. Wer da auf Besserung hofft ist ein rettungsloser Optimist oder ein totaler Naivling.

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  2. Hehe, ein seit Jahren für die Wahlen-Immergewinner Colorado-Partei tätiger Insider muss es ja wissen – jetzt wo er sich zur Wahl stellt – und fordert, dass sämtliche Wahlaufseher ausgetauscht werden. Offensichtlicher und schamloser geht es wohl nicht. Aber würde ich an seiner Stelle auch fordern.

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    1. Meint er jetzt die Wahlhelfer bei den Wahlen oder nur innerparteiliche? Bei letzteren ist natürlich klar, dass immer ein Colorado gewinnt, wahrend bei den landesweiten Wahlen nicht.

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  3. Es gibt alternativen, die man wählen könnte, man kann ungültig wählen oder gar nicht zur wahl gehen. Eventuell kann man selbst politisch aktiv werden, das ist aber zugegeben nicht einfach weil man geld braucht um etwas bewegen zu können. Genau das ist der irrsinn. 100, die super tennis spielen könnten, scheitern daran, dass sie das geld für den schläger und den eintritt zum country – tennisclub nicht haben. Aber hauptsache die kinder der reichen schubsen sich die bälle im club zu und machen selfies und karriere. Was soll so herauskommen? Das theater welches wir jeden tag sehen.

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