Venezuela: Einmischung in innere Angelegenheiten?

Caracas: Auch wenn sich Nicolas Maduro siegessicher gibt und Unterstützung aus dem Kreml bekommt, leidet seine Glaubwürdigkeit weiter in diesen Zeiten. Auch die EU hat ihm den Rücken zugekehrt.

Am heutigen Morgen informierten Regierungssprecher der EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Schweden, Dänemark und Österreich, dass nach Ablauf des Ultimatums Juan Guiadó als vorübergehender Staatschef Venezuelas anerkannt wird.

Ungeachtet der Meinung, die Einwohner Venezuelas zu Maduro haben, hilft ihm bei der Verschuldung bei seinen Unterstützern China und Russland kaum, dass andere Länder ihm die Präsidentschaft aberkennen. Es ist eher anzunehmen, dass der Zweikampf zwischen ihm und seinem Herausforderer auf der Straße entschieden wird, jedoch diesmal durch weitgehend friedliche Demonstrationen.

Sollte das keinen Umbruch bringen, bleibt der Opposition nur das Land zu verlassen, wie bisher 3 Millionen Venezolaner, und zuzusehen wie der Rest isoliert dahinlebt.

Paraguay bäumte sich schon am 10. Januar 2019 gegen Maduro auf und erklärte seine Präsidentschaft nicht anzuerkennen. Während er Einmischung aus dem Ausland denunzierte, erinnerte die paraguayische Presse an den Juni 2012, als Maduro als Außenminister Venezuelas in Asunción versuchte hochrangige Militärs davon zu überzeugen Lugo als einzigen Präsidenten anzuerkennen und zu schützen.

Wochenblatt / Abc Color / Spiegel

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10 Kommentare zu “Venezuela: Einmischung in innere Angelegenheiten?

  1. Das mag ja alles stimmen was Ihr schreibt, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Land OHNE fremde Einwirkung die komplette Wirtschaft durch Enteignungen und Verstaatlichungen ruiniert hat, indem es in- und vor allem ausländische Investoren mit ihrem Know-how rausgeschmissen hat. Die Oelproduktion, praktisch einzige Einnahmequelle von Venezuela, sinkt seit Jahren und daran ist nur Chavez/Maduro sowie deren Nutzniesser schuld…..

    1. Nun, US-Möchtegern-Professorchen meinen, der Hauptgrund der jetzigen Situation in Venezuela liege in der Sanktionen-Praxis der USA und ihrer europäischen Vasallen. m Jahre 1998 hätten 61 % der Venezuelaner untrhalb dr Armutsgrenze gelebt, also bevor Chavez an die Macht kam, im Jahre 2001 hingegen hätten nur noch 39 % der mensche dort unterhalb der Armutsgrenze gelebt. Leider hat die Müllabfuhr den Artikel bereits mitgenommen. Falls ich ihn noch im Internet finde, stelle ich den Link gern zur Verfügung.

    2. Chavez hat ein anderes System eingeführt, welches speziell dem Ami nicht gefällt, weil er da nicht mit kassieren kann und daher wird sofort losgelegt. Ohne fremde Einwirkung halte ich also für ausgeschlossen. Das meinte ich mit internationalen Möglichkeiten. Ich glaube eher, dass das System zu gut funktioniert hat, und daher das ganze. Auf Alternativen zu Gadaffi und Hussein warten wir ja auch heute noch. Dabei weiss und kann die USA doch alles?
      Ob verstaatlicht oder privat sinnvoller oder effizienter sei, vor allem im Energiebereich ist das für mich keine Diskussion wert. Bei Kernkraftwerken zum Beispiel ist es so, dass die Privaten gerne kassieren, wenn es dann um den in Fässern gelagerten Müll geht, beginnt der Eiertanz um den Steuerzahler mit einzubinden, also er solls dann zahlen. Bei Erdöl, Trinkwasser etc. ist es wirklich anders? Erneuerbare Energie, Elektroautos, Banken? Weder privat noch staatlich sind dauerhaft die Lösung, ansonsten gäbe es ja gar keine Krisen mehr, oder?, es geht also immer nur darum wer gerade profitiert. Was sollen also diese Diskussionen über fließt Wasser nach oben oder nach unten? Sinnvoll ist nur ein Gleichgewicht des Unsinns und kein Übergewicht des Unsinns, das heißt also aktuell für die USA 3 Schritte zurück. That is it für mich.

    1. Die US-Liebchen werden dazu sagen: Verschwörungstheorie!
      „Nach wie vor betrachten sich die USA grundsätzlich als die Guten – selbst dann, wenn sie das Gleiche tun wie jene Staaten, denen sie Böses unterstellen. Zivilflugzeuge abschießen, willkürlich Leute inhaftieren und umbringen, in fremde Länder einmarschieren….“.
      Quelle: das emeritierte jüdische Professorchen Noam Chomsky, USA

    2. Quasi alle etablierten „erfolgreichen“ Politiker haben einmal so angefangen. Erfolgreich sind sie solange sie tun was gewollt ist und solange es funktioniert. Cameron zum Beispiel hat den Brexit fabriziert und schon fand man seinen Namen auf den Panama Papers. Vorher also fand man ihn nicht? Tatsächlich alles Schall und Rauch.
      Ich weiß nicht ob alles stimmt, was so geschrieben wird, kann im Prinzip nicht sein, aber was man so sieht ist bereits genug. Auch ein Lenin, der durch die halbe Welt tingelte und dann in Russland „Erfolg“ hatte? Wer es glaubt. Bei den internationalen Möglichkeiten seit dem 20 Jahrhundert braucht man wirklich nicht mehr nachdenken. Es stinkt immer, egal wo.

  2. Venezuela: Einmischung in innere Angelegenheiten?
    Ach wo denn? Demokratischer gehts doch nun wirklich nicht, wenn der Präsident eines Landes durch Politiker anderer Länder gewählt wird. Die heimische Bevölkerung wird so der Entscheidung erlastet; die hat ja eh keine Ahnung; und Wahlkämpfe sind dann auch nicht mehr nötig. Einfach Kandidaten vorstellen und Chefpolitiker befreundeter Länder wählen lassen. Die müssen nur vorher auch noch entscheiden wer zu den „befreundeten Ländern“ gehört sonst gibs nur wieder Durcheinander. Wohl bekomms.

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