Venezuela: Nebelwolken um den Flug RSD009

Asunción: Die Diskussion um die mögliche Unterstützung Russlands an Nicolas Maduro mit russischen Söldnern aus einer Privatarmee nimmt weiter an Gewicht zu.

Während von offizieller Seite weiterhin behauptet wurde, dass es sich um vier Diplomaten an Bord handelte, erklärte Edgar Melgarejo, Chef der zivilen Luftfahrtbehörde Paraguays, dass sich an Bord Mitglieder der Obersten Gerichtshofes Russlands befunden hätten, die mit Vizepräsident Velazquez das Gespräch suchten. Weswegen jedoch der Flug über Senegal ging und weswegen man erst in das Dreiländereck fliegen musste bevor die Iljuschin (im Beitragsbild im Anflug auf Asunción) weiter nach Havanna flog bleibt unklar. Auch wurden alle Daten aus dem Flightradar24 gelöscht, die ab Ciudad del Este mit dem Flug zu tun haben. Erst die Landung in Moskau vor zwei Tagen wurde wieder bestätigt.

Anzunehmen ist jedoch, dass auf dem Weg nach Kuba einige Unterstützer aufgesammelt wurden, die dann von Havanna mit kommerziellen Flügen nach Caracas kamen, um da unentdeckt einzureisen. Auch wenn nichts davon bewiesen werden kann, zeigen die folgenden Wochen, wie die Venezuela Krise weitergeht.

Währenddessen hat auch Israel die Position bezogen, dass Guiadó als neuer Präsident anzuerkennen ist. Im gleichen Atemzug verweigerte eine Bank in London Maduro Gold im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar, welches er aus dem Bestand der Währungsreserven Venezuelas abheben wollte. Die Begründung der Bank war simpel. Sie sind kein legitimer Präsident Venezuelas und haben somit kein Anrecht darauf. Bitte kontaktieren sie uns nicht wieder. Wir werden ihnen nicht mehr antworten.

Wochenblatt / La Nación / Hoy / Bloomberg

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Europakongress

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4 Kommentare zu “Venezuela: Nebelwolken um den Flug RSD009

  1. Bis der neue Präsident begreift, dass sein Land noch 900 kg Gold in London liegen hat …

    … oder es wurde vertraglich ausgeschlossen, dass der “Interimspräsident” darüber verfügt …

    … nur gut, dass die alten und neuen Präsidenten von Paraguay nur Guaranies halten, da kommt jedenfalls kein Amerikaner drauf, sie zu erpressen …

    1. Die Zentralbank von Paraguay hat einige Milliarden US Dollar? in der Schweiz deponiert. Viel hilft das im Notfall auch nicht. Dann würde die Schweiz von den USA eben “sanktioniert”. Wie das in den 90er Jahren mit dem angeblichen Judengold passierte. Die US-Regierung zwang die Schweiz, Gold im Milliarden-Dollar-Wert an die jüdischen Verbände in den USA zu übergeben. Falls nicht, würde die Schweiz vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten, was das Ende der schweizer Bankenwelt bedeutet hätte. Zähneknirschend rückte man das Gold heraus. Die jüdischen Verbände in den USA fanden allerdings keine “rechtmäßigen” jüdischen Eigentümer bzw deren Erben. Also behielten diese Verbände das Gold für ihre eigenen Zwecke, was immer die sind oder sein sollen.
      Übrigens: Die Söldner aus Rußland sollen “Wagner”-Söldner sein, vergleichbar “Academica”, ehemals Blackwater, in den USA. Die russiche Botschaft in Caracas hat die private oder offizielle Entsendung von Söldnern verneint. In Kolumbien werden allerdings unter US-Aufsicht “Freiheitskämpfer und Saboteure” gegen Venezuela ausgebildet.
      Quelle: Aaron Unz, USA
      Grüße vom US- Christen- und Manni-*zensiert* aus Caacupe.

    2. Paraguays Zentralbank verfügt über eine Reserve von 8,2 Tonnen Gold. Es gibt regelmäßig bei Goldreporter u.a. Listen zu lesen, wieviel Goldreserven die Zentralbanken halten. Bei China, Russland und einigen anderen Ländern vielleicht untertriebene Zahlen, weil sie die Höhe der Vorräte gerne verheimlichen, aber bei Paraguay ziemlich zuverlässig und seit Jahren unverändert.

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