Verbraucherschutz: Supermarkt wird wegen des Verkaufs von aufgetautem Fleisch bestraft

Mariano Roque Alonso: Nach Angaben des Leiters der Verbraucherschutzzentrale wurde ein Supermarkt angezeigt, weil er offenbar aufgetautes Fleisch verkauft hatte, das jedoch mit dem Hinweis verpackt war, dass das Produkt für Tiere bestimmt war.

Juan Marcelo Estigarribia, Leiter des Sekretariats für Verbraucher- und Nutzerschutz (Sedeco), teilte mit, dass die ihm unterstellte Institution bereits eine Verwaltungsuntersuchung gegen einen Supermarkt in Mariano Roque Alonso, Departement Central, eingeleitet hat, weil dieser angeblich aufgetautes Fleisch verkauft.

Obwohl es in diesem Fall nicht als Frischfleisch verkauft wurde und die Verbraucher damit getäuscht wurden, hat das Geschäft mit dem Namen El Pueblo das aufgetaute Fleischprodukt offenbar neu verpackt und auf dem neuen Etikett klargestellt, dass es für den Verzehr bestimmt ist.

Estigarribia wies darauf hin, dass auch diese Praxis gesetzlich nicht erlaubt ist und dass diejenigen, die sich darauf einlassen, mit Geldstrafen von 20 bis 10.000 Tagessätzen des Mindestlohnes bestraft werden können, und sagte, dass aufgetautes und wieder eingefrorenes Fleisch auch für Tiere gefährlich sein kann.

“Wir haben eine Untersuchung gegen einen Supermarkt eingeleitet, weil er aufgetautes und neu verpacktes Fleisch mit dem Hinweis ‘für den Tierverbrauch’ versehen hat. Die Untersuchung befindet sich noch in der Anfangsphase und wir warten darauf, dass der Lieferant eine Erklärung abgibt, aber die Risiken bestehen auch (für Haustiere)”, sagte er.

In Bezug auf die von Sedeco am Donnerstag herausgegebenen Mitteilungen erklärte der Minister, dass man noch immer nicht über eine Liste von Geschäften verfüge, die aufgetautes Fleisch als Frischfleisch verkaufen könnten. Die Entscheidung sei nach einem Treffen mit Vertretern der Erzeuger getroffen worden, nach dem man mit der Überwachung der Geschäfte begonnen habe.

Er sagte, dass die Behörde wöchentlich die Preise und den Zustand der verkauften Produkte kontrolliert, aber dass die Kontrollen jetzt vor allem bei Fleischprodukten intensiviert werden.

“Die Preiskontrollen werden auch bei den Produkten selbst durchgeführt, aber bei Fleisch werden wir noch gründlicher vorgehen. Darüber werden wir nächste Woche berichten. Die Kontrollen werden in Geschäften in Asunción und im Großraum durchgeführt, aber wir werden auch das Landesinnere erreichen”, sagte er.

Am Donnerstag warnte Sedeco in einem Kommuniqué, dass mehrere Handelsunternehmen offenbar verschiedene Arten von gefrorenem Fleisch als frisch verkaufen.

Er warnte davor, dass dies zu Gesundheitsschäden führen könnte, und forderte die Öffentlichkeit auf, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und keine Fleischprodukte unter solchen Bedingungen zu kaufen, und forderte die Lieferanten auf, sich nicht an dieser Praxis zu beteiligen, die mit einer Geldstrafe geahndet wird.

Wochenblatt / Última Hora

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10 Kommentare zu “Verbraucherschutz: Supermarkt wird wegen des Verkaufs von aufgetautem Fleisch bestraft

  1. Wäre ich der Supermarkt-Leiter, dann würde ich nur künstliches Fleisch aus dem Labor als Rindfleisch verpacken.
    Und wenn in 5 Jahren erneut die Proteste gegen Labor-Fleisch aufflackern, dann würde ich diese beantworten mit:
    “ Was wollt ihr; ihr esst es doch schon seit 5 Jahren, und habt es noch nicht mal bemerkt!”

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  2. Uhuh, die sind nett. Also, ab nächste Woche gibt es vermehrt Kontrolle. Hoffentlich haben das auch alle Supermarktbetreiber gelesen bzw. am hiesig edukativem Basura-TV im 20 sekündigem Fideo in der 2-h-Endlosscheife gesehen. Am besten nehmens also ne Woche Ferien, bevor sie aufgetaute Ware für frisch verkaufen. Aber im Artikel geht es darum gar nicht. Sondern “weil er aufgetautes und neu verpacktes Fleisch mit dem Hinweis ‘für den Tierverbrauch’ versehen hat”. Am morgen gefroren ins Gestell wird trotzdem als Frischfleisch verkauft, das scheint ja nicht verboten zu sein und ist gängige Praxis. Klar, die Eingeborenen kaufen das dann und essen dat dann auch, ohne zuvor einzufrieren. Fahren ja täglich nach cobrare das Nötigste wie Streichhölzl und Billigpolarbierbüxenpacks einkaufen. Mir wurde hier im Forum schon vorgeworfen, dass wir pösen Ausländer mit sieben Taschen Einkauf zum Landen rauslaufen und der arme Eingeborene nur mit einer. Jup, dafür wird auch nicht jeden Tag zum Einkauf gefahren. Und einfrieren sollte man dat Zeugs doch können. Wenn man lebensmüde ist. Ist aber trotzdem nett, das hiesig Vollprofi-Prästeinzeitbehörden ihre Kontrolle für nächste Woche ankündigen. Ist ja immerhin schon mal etwas. Weiterwursteln!

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    1. Mag ja sein, doch dann könnte man ja gleich ein Stück Schuhsohle essen, ohne Geschmack, ohne Vitamine, völlig wertlos.
      Der Knackpunkt ist doch, daß in PY an jeder Ecke ein Betr´üger und Gauner lauert und man daher NIEMAND TRAUEN UND VERTRAUEN KANN! Der Staat schaut i.d.R. nur zu, hin und wieder werden Kontrollen durchgeführt mit dem Ergebnis, daß danach alles genauso weiter geht wie bisher. Zustände eher wie im tiefsten Afrika oder im finsteren Mittelalter.

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      1. Ich denke, das hat mit hiesig vollprofi-behördlicher Mentalität zu tun, Täter nicht wirklich zu bestrafen. Entweder geschieht von Amtswegen überhaupt nix oder mit ein wenig Tschokolate vede mit 100.000 Nüsschen kommens billig weg. Müssen vielleicht auch nur versprechen: “Ig werde es nie wieder machen”. Etliche Fälle hier im Wochenblatt-Paraguay, wo sich die Parteien Außervollprofi-Prästeinzeitbehördlich mittels Plata haben einigen können. Die meisten Delikte dürften gar nie in der Schätzungsstatistik erscheinen, da sich der Gang zu hiesig Vollprofi-Prästeinzeitpolizei und -justiz außer Zeitverschwendung und ein gscheit Grinsen auf dem Diente de Stockzahn nicht lohnt. Kann mir gut vorstellen, dass sich hiesig Vollprofi-Prästeinzeitkontrolleure jährlich bei den Tankstellen anmelden, dass se nun kontrollieren und nen Aufkleber anbringen werden. Dat merkt der platageile Betreiber dann auch bald, dass die immer zur gleichen Jahreszeit erscheinen…

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    2. Gemäß Veröffentlichung, die ich vor Jahren mal gelesen habe, sei es aber so, dass mit jedem Einfrieren von Lebensmitteln die Zellstruktur etwas beschädigt wird. Ob es stimmt, kann ich nicht beurteilen. Aber dann würde Kochen auch nix bringen. Also mein Stand der Kenntnis ist, dass man Lebensmittel höchstens einmal einfrieren sollte. Mit wenigen Ausnahmen, die man überhaupt nicht einfrieren sollte. Vor allem Hähnchen ist sehr heikel. Ich merke das – wenn es noch roh ist – wenn es schon einmal gefroren war. Wie geschrieben, durch Erhitzung über 66 °C. werden zwar die meisten Bakterien abgetötet, da sie zum größten Teil aus Eiweiß-Molekülen bestehen, also sozusagen vom Ei zum Spiegelei werden, aber garen wird die Zellstruktur nicht wiederherstellen. Die Frage bleibt halt, ob eine geschädigte Zellstruktur schädlich ist.

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  3. Was für Experten!
    Eingefrorenes und wieder aufgetautes Fleisch ist also gesundheitsschädlich!
    Bei so viel Dummheit fällt mir echt nichts mehr ein!
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    Und sie haben es extra deklariert und empfehlen es nur als Tierfutter.
    Wo haben die dann da einen Rechtsbruch begangen?
    Sie haben schließlich nicht versucht, es als Frischfleisch zu verkaufen, was normalerweise gang und gebe ist.
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    Nebenbei bemerkt: Es schadet überhaupt nichts, bereits aufgetautes Fleisch erneut einzufrieren. Es bleibt deswegen trotzdem für den menschlichen Verzehr geeignet. Eventuell leidet der Geschmack ein wenig.
    Damit meine ich natürlich, wenn das Fleisch währenddessen gut gekühlt war, und nicht, wenn es bereits stundenlang in der Wärme lag.
    Aber es gibt ja auch Leute, die werfen eine Lebensmitteldose weg, wenn das MDH um einen Tag überschritten ist.

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    1. Komplett richtig.
      Keiner weiß, oder alle wissen es, das die Kühlkette eh nicht eingehalten wird von der Verarbeitung bis zum Supermarkt. Also warum son Geschrei, hat der Ladenbesitzer nicht genügend abgedrückt oder warum werden die ” Experten” auf einmal wach?

    2. “Damit meine ich natürlich, wenn das Fleisch währenddessen gut gekühlt war, und nicht, wenn es bereits stundenlang in der Wärme lag.”
      Habe die letzten 2 Sonnabende Fleisch im S6 in San Bernardino gekauft, was eindeutig vorher eingefroren war. Es war als solches nicht gekennzeichnet. Ich erkenne es daran, daß dieses Fleisch Unmengen an “Saft” absondert. Daß die Kühlkette eingehalten wurde, ist zweifelhaft, da man dieses Wort hier höchstwahrscheinlich keiner kennt.

    3. “Damit meine ich natürlich, wenn das Fleisch währenddessen gut gekühlt war, und nicht, wenn es bereits stundenlang in der Wärme lag.”
      Habe die letzten 2 Sonnabende Fleisch im S6 in San Bernardino gekauft, was eindeutig vorher eingefroren war. Es war als solches nicht gekennzeichnet. Ich erkenne es daran, daß dieses Fleisch Unmengen an “Saft” absondert. Daß die Kühlkette eingehalten wurde, ist zweifelhaft, da man dieses Wort hier höchstwahrscheinlich keiner kennt.
      Soweit zu der Theorie, daß das Fleisch nicht stundenlang in der Wärme lag.

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